Damit Mobilität in Zukunft klimaverträglicher sowie kostengünstiger und gesünder ausgestaltet wird, hat der VCÖ gemeinsam mit Landesrat Ludwig Schleritzko und den ÖBB den VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich gestartet. Die Einreichfrist zum VCÖ-Mobilitätspreis ist der 1. Juni.

Unter dem Motto „Verkehrswende umsetzen“ werden Projekte und Konzepte gesucht, die schon heute zeigen, wie die Mobilität in Zukunft aussehen kann. Aufgerufen zur Teilnahme sind Unternehmen, Tourismusregionen, Gemeinden und Städte, Schulen und Universitäten, Initiativen und Einzelpersonen, die mit Ideen und Lösungen an der Mobilität der Zukunft in Niederösterreich arbeiten um sie klimafreundlicher, besser und auch bequemer zu gestalten.

„Mobilität ist die Grundlage für unser Zusammenleben und eine der großen Zukunftsfragen, die es zu beantworten gilt“

Mobilitätslandesart Ludwig Schleritzko dazu: „Mobilität ist die Grundlage für unser Zusammenleben und eine der großen Zukunftsfragen unserer Generation. Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen wir uns in Niederösterreich nicht erst seit heute, sondern haben in den letzten Jahren bereits vieles erreicht. Mit dem VCÖ-Mobilitätspreis wollen wir Jahr für Jahr zeigen, dass die Mobilitätswende in Niederösterreich einen großen Stellenwert einnimmt – die Ideen und Projekte sind dabei nicht nur Leuchttürme im Land, sondern auch Beispielgeber für viele andere Projekte, die seitens des Landes in Zukunft umgesetzt werden können.“

Landesrat Ludwig Schleritzko

Fokus auf betriebliches Mobilitätsmanagement und innovative Mobilitätskonzepte

Betriebliches Mobilitätsmanagement, eine fußgänger- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung von Gemeinden und Städten, die Stärkung von Ortskernen und Nahversorgung, die Umstellung des Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebe, Sharing-Angebote, ein verbessertes öffentliches Verkehrsangebot oder Apps, die Fahrgemeinschaften erleichtern, sind nur einige Beispiele, die heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht werden können. „Die Verkehrswende hat viele Akteurinnen und Akteure. Gemeinsam und durch den Beitrag vieler können wir die Klimaziele erreichen“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

„Als ÖBB sind wir eines der größten Klimaschutzunternehmen in Österreich. Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Land Niederösterreich und dem VCÖ, ist es unser Ziel, für eine nachhaltige Mobilitätswende zu sorgen. Deshalb unterstützen wir auch heuer wieder gerne den VCÖ-Mobilitätspreis, der innovative Projekte in diesem Bereich vor den Vorhang holt“, unterstreicht Franz Hammerschmid von der ÖBB-Infrastruktur AG die Bedeutung der Initiative.

Die Einreichfrist zum VCÖ-Mobilitätspreis ist der 1. Juni. Die Einreichungen werden von einer Fachjury bewertet und die am besten bewerteten Projekte im September von Landesrat Ludwig Schleritzko, VCÖ und ÖBB ausgezeichnet.

Mobilitätswende durch höhere Spritkosten vorangetrieben

Die zuletzt gestiegenen Spritpreise haben zudem die Kosten der Mobilität zu einem vieldiskutierten Thema gemacht. Vor dem Anstieg der Spritpreise entfielen laut Statistik Austria 16,7 Prozent der Ausgaben von Niederösterreichs Haushalten auf Mobilität, das sind rund 590 Euro pro Monat. Ein Fünftel davon sind Kosten für Treibstoff. Der Rest verteilt sich auf die Anschaffung von Fahrzeugen, Service und Reparatur, Zubehör, Kfz-Versicherung, Fahrkarten für den Öffentlichen Verkehr und andere Mobilitätsdienstleistungen wie Sharing-Angebote oder Taxifahrten. „Wir wollen den Menschen in Niederösterreich gute Alternativen bieten um ihre täglichen Wege statt mit dem Auto, mit den Öffis oder mittels aktiver Mobilität zurückzulegen. Dabei setzen wir auf einen Mobilitätsmix, also dem Verbinden von verschiedenen Verkehrsmitteln. Mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß zum Bahnhof und von dort aus bequem und kostengünstig mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz ist bereits jetzt gelebte Realität – das wollen wir weiter forcieren“, so Landesrat Schleritzko.

Durch Umstieg auf Klimaticket ein 15. Monatsgehalt dazuverdienen

13 Prozent von Niederösterreichs Haushalten sind autofrei, 42 Prozent besitzen zwei oder mehr Pkw, 45 Prozent ein Auto. 79 Prozent der Haushalte besitzen zumindest ein Fahrrad.  „Wer vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen kann, kann sich mit dem Klimaticket je nach Strecke de facto ein 15. Monatsgehalt verdienen“, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Wer auf der Strecke Amstetten – St. Pölten mit dem Öffentlichen Verkehr statt mit dem Auto pendelt, zahlt mit dem Klimaticket Region nur 550 Euro pro Jahr, um rund 3.300 Euro weniger als die Spritkosten betragen. Mit spritsparendem Fahrstil können auf dieser Strecke rund 580 Euro an jährlichen Spritkosten eingespart werden, mit einem Homeoffice-Tag pro Woche fast 800 Euro und mit einer Fahrgemeinschaft zu zweit rund 1.800 Euro. Auch der CO2-Ausstoß kann deutlich reduziert werden – auf dieser Strecke um rund 750 Kilogramm pro Jahr, mit einem Homeoffice-Tag pro Woche um rund 1.000 Kilogramm und mit einer Fahrgemeinschaft zu zweit um rund 2.700 Kilogramm CO2. Auch hier wirkt der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel am stärksten mit einer jährlichen CO2-Ersparnis von rund 4.600 Kilogramm, informiert der VCÖ.

Großes Potenzial hat zudem die bewegungsaktive Mobilität, also das Radfahren oder Zufußgehen. In Niederösterreich ist rund jede 10. Autofahrt in fußläufiger Distanz, vier von zehn sind kürzer als zehn Kilometer und damit in Radfahrdistanz. Wer möglichst viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, tut der eigenen Gesundheit sowie dem Planeten Gutes und spart sich dabei vieles an Spritkosten.

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