Brennstoffzellen-Konzeptfahrzeug als Ergebnis intensiver Forschungsarbeit.

Ein Konsortium unter der Leitung von AVL hat im Rahmen des Projekts Keytech4EV einen Hybrid-Brennstoffzellen-Batterieantrieb für ein Demonstrationsfahrzeug entwickelt mit besonderem Augenmerk auf Energieeffizienz und Kosteneinsparung. Gefördert vom Klima- und Energiefonds wurde dieses Leuchtturm-Projekt nach dreijähriger intensiver Forschungstätigkeit nun mit Erfolg abgeschlossen.

Innovative Kombination zweier Technologien

Den aktuellen Stand der Technik stellen Fahrzeuge einerseits mit großen Brennstoffzellensystemen und sehr kleinen Puffer-Batterien bzw. andererseits mit reinen Batterie-elektrischen Systemen dar. Der innovative Ansatz des Keytech4EV Projektes ist die Kombination beider Technologien in einem hybridisierten Gesamtsystem unter Ausnutzung aller möglichen Synergien. Vorstudien haben gezeigt, dass mit einem solchen Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid die Antriebssystemkosten im Vergleich zu reinen Brennstoffzellensystemen wie auch reinen Batterielösungen deutlich gesenkt und gleichzeitig alle Anforderungen (Effizienz, Fahrverhalten usw.) besser erfüllt werden können. Darüber hinaus bietet der Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid den Vorteil großer Reichweite und kurzer Tankzeiten – d.h. die Nachteile von reinen Batterie-Elektrofahrzeugen wie Reichweiten-Limitierung und lange Batterie-Ladezeiten werden vollständig vermieden.

Stark integriertes Vorhaben und parallele Forschungsarbeiten

Das Projekt Keytech4EV war ein horizontal und vertikal stark integriertes Vorhaben unter der Leitung eines industriellen Antriebssystementwicklers (AVL) in Zusammenarbeit mit Komponenten- und Subsystemherstellern (Hörbiger, Magna, ElringKlinger), Forschungseinrichtungen (TU Graz, TU Wien, HyCentA) und dem Kleinunternehmen IESTA. Das Projekt wurde mit einer gemeinsamen Konzeptausarbeitung gestartet und führte dann in parallelen Forschungsarbeiten zur Entwicklung von zentralen Kerntechnologien für dieses Antriebssystem.

Statements zu dem Projekt:

Bundesministerin Leonore Gewessler

„Mein Anspruch lautet: Mobilität muss emissionsfrei werden. Nur so können wir unsere Energie- und Klimaziele erreichen. Das bedeutet, dass auch die Forschung sich des Themas intensiv annehmen muss. Das Projektteam hat bewiesen, dass heimische Innovationen einen wichtigen Beitrag zu dieser Herausforderung leisten können. Ich danke dem gesamten Team ganz herzlich für sein Engagement und seine Innovationskraft und dem Klima- und Energiefonds als kompetenten Partner des bmvit.“

Prof. Helmut List, CEO AVL

Die Elektrifizierung des Fahrzeugantriebs ist ganz entscheidend für einen zukünftig CO2-neutralen Verkehr. Brennstoffzellensysteme für Elektro-PKW und Elektro-NFZ als effiziente und saubere Energiewandler von Wasserstoff zu Strom werden stark an Bedeutung gewinnen, da Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge CO2-freie Mobilität, große Reichweiten sowie kurze Tankzeiten ermöglichen. Durch die neuartige Kombination der Brennstoffzelle mit einer bewusst größeren Batterie ist es in dem Projekt gelungen, mit diesem ersten österreichischen Brennstoffzellenfahrzeug in Form eines Brennstoffzellen-Batterie-Hybrids einen großen Schritt in Richtung hohe Effizienz, attraktives Fahrverhalten und gute Kostenbalance zu erreichen.

Theresia Vogel, Klima- und Energiefonds

Wenn die heimische Automotivindustrie im globalen Wettbewerb weiterhin bestehen will, dann gilt es, innovative Technologien ,made in Austria‘ rasch in den Markt zu bringen. Geht es um emissionsfreie Mobilität, dann wird international auch grüner Wasserstoff eine Rolle spielen – hier geht es um Effizienz und Reichweite, die erzielt werden müssen. Projekte wie dieses, das wir mit unserem Energieforschungsprogrammunterstützen, sichern den Industriestandort Österreich und tragen dazu bei, die europäischen Klimaziele zu erreichen.

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