Klimaschutzministerium hilft innovativen Projekten dabei, ihr Potenzial zu entfalten – vom nachhaltigen Löschfahrzeug bis zur grünen Wasserstoffproduktion

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) hat am 28. April in den Sofien Sälen den Staatspreis Mobilität an österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen verliehen. Es werden innovative Technologien vor den Vorhang geholt, die zukunftsorientierte Beiträge für mehr Klimaschutz leisten und Österreichs Weg zur Klimaneutralität 2040 unterstützen. Ausgezeichnet wurden zum Beispiel ein Forschungsprojekt aus dem Bereich der grünen Wasserstoffproduktion, ein besonders schadstoffarmes Feuerwehrfahrzeug, ein gemeindeübergreifendes Carsharing Projekt und eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Bereich Mobility-as-a-Service.

„Mit dem Staatspreis Mobilität stärken wir das Potenzial nachhaltiger Innovationen im Verkehr und machen sie sichtbarer. Und ich freue mich sehr über die vielen spannenden Projekte. Denn sie sind ein wichtiger Schlüssel für mehr Klimaschutz und die Energiewende. In dem wir alternative Lösungen vorantreiben und das Tempo in der Umsetzung weiter erhöhen, machen wir uns auch rascher unabhängig von Öl und fossilen Treibstoffen. Das ist heute wichtiger als je zuvor.“, betonte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Potenzial entfalten

Mit dem Mobilitätsmasterplan 2030 stellt das BMK eine Neuausrichtung im Mobilitätssektor in den Mittelpunkt. Der Verkehr soll auf umweltfreundliche Fortbewegungsarten verlagert und die Energieeffizienz des gesamten Verkehrssystems verbessert werden. Der Staatspreis Mobilität unterstützt klimafreundliche Innovationen dabei, ihr Zukunftspotenzial zu entfalten. Alle eingereichten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich an diesen Leitlinien und Werten orientieren.

Die Gewinner:innen

  • Kategorie „Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“: UpHy-I
  • Kategorie „Klimafreundliche Technologien. Nachhaltige Wertschöpfung.“: RT
  • Kategorie „Betreiben. Nutzen. Lernen.“: carsharing.link
  • Kategorie „Zukunftspreis Mobilität“: MaaS in Österreich

In der Kategorie „Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“ wurde das Unternehmen HyCentA Research GmbH mit seinem Projekt UpHy-I ausgezeichnet. Das Forschungsprojekt „Upscaling of green hydrogen for mobility and industry“ – kurz UpHy-I – befasst sich mit der Entwicklung von grüner Wasserstoffproduktion und -verteilung und mit der dafür benötigten Messtechnik zur Eichung der Wasserstoffmasse und Analyse der Qualität. UpHy-I adressiert erstmalig die Umsetzung der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab von der Erzeugung, Abfüllung, optimalen Verteilung bis zur Qualitätssicherung. So werden wesentliche Anteile der H-Wirtschaft zurück nach Österreich gebracht und die Wertschöpfung in Österreich langfristig gestärkt.

Die Firma Rosenbauer International AG mit dem RT (Revolutionary Technology) wurde in der Kategorie „Klimafreundliche Technologien. Nachhaltige Wertschöpfung.“ für ihr innovatives Löschfahrzeugkonzept ausgezeichnet. Nach einer Konzeptstudie 2013 wurde 2020 schließlich eine neue Gesamt-Fahrzeugtechnologie für ein multifunktionales Einsatzfahrzeug gestartet. Mit dem Feuerwehrfahrzeug kann ein Großteil der Einsätze elektrisch abgearbeitet werden und neben der Reduzierung des Schadstoffausstoßes auch eine Verringerung des Lärmpegels am Einsatzort erzielt werden. Der RT ist bereits jetzt in Modellregionen wie Berlin, Amsterdam und Dubai im Einsatz.

Das Projekt carsharing.link war der Gewinner in der Kategorie „Betreiben. Nutzen. Lernen.“ Eingereicht vom Verein für organisationsübergreifendes Carsharing verfolgt es das Ziel, ein kooperatives Carsharing-Angebot über Gemeindegrenzen und mit einheitlichen Standards zu etablieren. Hierzu wurde unter Beteiligung mehrerer Carsharing-Anbieter ein neu geschaffenes Roaming-Portal für Carsharing erstellt. Alle Dienstleister verwenden dazu ein zentrales Portal, während die Eigenständigkeit der einzelnen Betreiber erhalten bleibt. Durch den gemeinsamen Standard entsteht eine Interoperabilität zwischen den jeweiligen Fahrzeugen und bietet den Nutzer:innen einen einfachen Zugang zu einem vielfältigen Angebot. Sie profitieren von einem breiten Carsharing-Angebot, während die Flotten der einzelnen Anbieter besser ausgelastet werden können.

Die Kategorie „Zukunftspreis Mobilität“ richtet sich nicht an Unternehmen oder Forschungseinrichtungen, sondern an Bachelor-, Masterarbeiten oder Dissertationen von Studierenden, die innovative Denkanstöße setzen. Ausgezeichnet wurde in diese Kategorie die Arbeit von Theresa Mühlberghuber (Johannes Kepler Universität) zum Thema Mobility-as-a-Service (MaaS). Ziel der Arbeit war es, das Potenzial von MaaS im ländlichen Raum zu erheben, um nachhaltige Mobilität zu fördern. Effizientere Lösungsansätze und ein schnellerer Ausbau von MaaS in ländlichen Räumen kann nicht nur eine größere Vielfalt an umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten schaffen, sondern fördert auch die soziale Inklusion und steigert die Lebensqualität.

Nominierte nach Kategorien

„Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“
„Klimafreundliche Technologien. Nachhaltige Wertschöpfung.“
„Betreiben. Nutzen. Lernen.“
„Zukunftspreis Mobilität“
  • MoOPCiLo, Dr. Alexandra Anderluh
  • Untergrundlogistik, Jonathan Fetka

Außergewöhnliche Trophäen

Die Trophäe „Morphologie des Blattes“ für die ersten drei Kategorien wurde von Amelie Bosse und Oliver Alunovic gestaltet. Für den Zukunftspreis entwickelte Marlene Fröhlich die Trophäe „Fortschritt“. Der händisch modellierte Fuß aus ungebranntem natürlichen Ton ist mit Samen unterschiedlicher Baumarten gefüllt. Der Fuß besteht und ist damit nicht nur äußerst zerbrechlich, sondern auch wasserlöslich. Die Skulptur kann in feuchter Erde vergraben werden. Bei nur wenigen Zentimetern unterhalb der Erdoberfläche beginnt der Ton sich aufzulösen, die Samen können Wurzeln schlagen und wachsen.

Weitere Infos unter www.bmk.gv.at/staatspreis

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