Quartalsberichte zu Spritpreisrechner und Ladestellenverzeichnis veröffentlicht – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Nutzerzahlen der Mobilitätsrechner

Die verringerte Mobilität der Menschen durch die Corona-Pandemie spiegelt sich auch in der Nutzung des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at) und des Ladestellenverzeichnisses (www.ladestellen.at) wider. Das geht aus den von der E-Control kürzlich veröffentlichten Quartalsberichten (Q4/2020) zu den beiden Online-Applikationen hervor. Diese zeigen auch interessante Entwicklungen beim Datenstand des Ladestellenverzeichnisses und beim Preisverlauf der Treibstoffe im Spritpreisrechner im vergangenen Jahr auf.

Unterschiedlicher Verlauf bei den Online-Tools

Verzeichneten die Besuchszahlen des Spritpreisrechners im ersten Quartal noch einen deutlichen Anstieg um 31% gegenüber dem vierten Quartal 2019, so brachen diese im restlichen Jahr 2020 um über 30% ein. Diese Rückgänge spiegeln die durch die Corona-Pandemie bedingte, stark reduzierte Mobilität der Menschen wider.

„Interessant ist, dass im Gegensatz zum Spritpreisrechner das Interesse an unserem Ladestellenverzeichnis im vierten Quartal um 17% wieder deutlich gestiegen ist“, weist E-Control Vorstand Wolfgang Urbantschitsch auf einen erkennbaren Unterschied hin. Und er ergänzt: „Das korrespondiert zum einen mit verschiedenen Informationsaktivitäten der E-Control, zum anderen mit der im Herbst wieder gestiegenen Medienaufmerksamkeit gegenüber dem Thema E-Mobilität, u.a. angestoßen durch Rekordmeldungen bei den Neuzulassungen.“

Natürlich ist in Summe die Nachfrage nach dem Spritpreisvergleich in absoluten Zahlen noch immer deutlich höher als jene nach den E-Ladestellen. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 2.251.265 Besuche des Spritpreisrechners, während das Ladestellenverzeichnis 16.314 Mal besucht wurde.

Deutlicher Zuwachs an registrierten Ladestellen und Ladepunkten

„Die Zahl der registrierten Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladestellen hat sich binnen Jahresfrist auf über 100 nahezu verdoppelt“, zeigt sich E-Control Vorstand Andreas Eigenbauer zufrieden darüber, dass die gesetzliche Meldeverpflichtung inzwischen auch bei kleineren Betreibern bekannt ist und eingehalten wird. Mit Jahreswechsel waren im Ladestellenverzeichnis über 3.500 Ladestationen mit über 7.500 Ladepunkten registriert. „Dabei wird an 6.618 Ladepunkten, also an 89% aller Ladepunkten, laut der Datenbank, Strom zu 100% aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt“, freut sich Andreas Eigenbauer über das gestiegene Angebot für E-Mobilisten.

Spritpreise im Herbst länger niedrig

„Auffallend, im Gegensatz zu normalen Jahren, also Jahren ohne Pandemie, ist der Preisverlauf der Treibstoffe im Spritpreisrechner. Betrachtet man die Medianwerte der Preismeldungen, erkennt man, dass sich der Trend anhaltend niedriger Preise, den es bereits während der Sommermonate gegeben hat, in den Herbst hinein über den Beginn der Heizsaison hinaus fortsetzte. Erst Mitte des Quartals begannen die Preise wieder anzusteigen“, weist Andreas Eigenbauer auf eine weitere Anomalie hin.

Über den Spritpreisrechner und das Ladestellenverzeichnis

Der Spritpreisrechner, der unter www.spritpreisrechner.at zu finden ist, wird von der E-Control im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort betrieben. Beim Spritpreisrechner gab es zwischen 1. Oktober 2011 und 31. Dezember 2020 gut 38,9 Mio. Besuche.

Das Ladestellenverzeichnis, www.ladestellen.at, wird von der E-Control auf Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betrieben. Die Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladestellen sind gesetzlich verpflichtet, diese selbstständig in das Verzeichnis zu melden. Das Ladestellenverzeichnis verzeichnete von 13. November 2019 bis 31. Dezember 2020 insgesamt 29.957 Besuche.

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