Wie eine neue App Pendlerwege nachhaltiger macht, die Straßeninfrastruktur entlastet und CO2 einspart

Die App DOMINO  wird in Zukunft der zentrale Schlüssel, um den Verkehr regional, überregional und individuell effizient zu vernetzen: „Das kostenlose Angebot richtet sich vorrangig an Pendlerinnen und Pendler und geht jetzt in den Pilotbetrieb“, freut sich LR Mag. Steinkellner auf konstruktives Feedback. Der Rollout im ganzen Bundesland ist für Ende 2022 geplant.

Einsetzen von Megatrends wie Konnektivität und digitale Vernetzung

Die neue DOMINO OÖ App ermöglicht smarte Mobilität für alle. Zielsetzung ist es, den täglich rund 300.000 Fahrten über die Stadtgrenzen von Linz ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot entgegenzusetzen. Dies besonders deshalb, weil die Straßeninfrastruktur zu den Stoßzeiten bereits heute an ihre Leistungsgrenzen stößt und für einen weiteren Ausbau keine Platzressourcen zur Verfügung stehen werden. Bis 2030 werden weitere 74.000 Fahrten täglich prognostiziert. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sollen die Megatrends Konnektivität und digitale Vernetzung gewinnbringend eingesetzt werden. Dadurch werden Mobilitätsangebote generiert und reibungslose Übergänge für eine intermodale Mobilität gewährleistet. Die App DOMINO OÖ liefert deshalb einen ganz zentralen Schlüssel, um den Verkehr zukunftsfit zu gestalten, indem das regionale, überregionale und individuelle Mobilitätsangebot effizient vernetzt wird. Auch hinsichtlich der notwendigen Senkungen des CO2-Ausstoßes haben solch wichtige Innovationen einen sehr großen Mehrwert.

Digitalisierung ist die zentrale Grundlage für Mobilität von morgen

„Die Mobilität treibt uns an, sie bewegt uns Menschen und ist das Grundelement, um unsere individuellen Wege zurückzulegen. Die steigenden Bedürfnisse nach Sicherheit, Gesundheit, intakter Umwelt, mehr Lebensqualität und Mobilitätseffizienz haben zur Folge, dass sich Mobilitätsmuster vielschichtiger und komplexer entwickeln werden. Die Herausforderungen der Mobilitäts-Zukunft bestehen deshalb darin, ein individuelles, intelligentes und vernetztes Mobilitätsangebot bereitstellen zu können. Die Digitalisierung wird zur zentralen Grundlage der Mobilität von morgen, die vor allem eines zu leisten hat – Sie muss bedürfnisorientiert sein, das Leben einfacher und sicherer machen. Datenbasierte Mobilitätskonzepte sollen die Mobilität schneller, reibungsloser, einfacher und umweltfreundlicher gestalten. Indem anonymisierte Standort- und Wegedaten in gemeinsame Netzwerke gespeist werden, entstehen aus reinen Mobilitätskonsumenten in Zukunft Mobilitätsförderer. Mit der lokalen Verknüpfung essenzieller Informationen können Verkehrssysteme, Menschen und Fahrzeuge effizienter genutzt werden. Somit kann der Pulsschlag der mobilen Gesellschaft regulierter und gesund von statten gehen. Staus, Zeitverzögerungen sowie Unfallrisiken können nachhaltig reduziert werden“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Umstieg auf ÖV ist ein wichtiger Baustein für nachhaltige Mobilität

Im Rahmen eines Forschungs-Leitprojekts wurde in Oberösterreich die App DOMINO OÖ entwickelt. Die Mobilitäts-App stellt Personen, die regelmäßig zu ihren Betrieben pendeln, intermodale Mobilitätsangebote für ihre Arbeitswege zur Verfügung. Damit erhalten Nutzer/innen einen einfachen Zugang zu einer nachhaltigen und modernen Form der Mobilität. Die Bedürfnisse der Nutzer/innen sowie eine einfache Handhabung sind dabei wichtige Komponenten, um eine im Alltag nutzbare Form der effizienten Mobilität zu ermöglichen. „Die ASFINAG setzt zahlreiche Initiativen, um das Netz zu entlasten und Staus zu verringern. Dazu zählen auch innovative Informationsangebote wie die DOMINO OÖ App, an deren Entwicklung wir federführend beteiligt sind. Der Umstieg auf den ÖV oder ein höherer Besetzungsgrad im Auto sind wichtige Bausteine für nachhaltigere Mobilität“, sagt Christian Ebner, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH, „durch eine leichtere Bildung von Fahrgemeinschaften werden täglich viele Kilometer eingespart. So unterstützen wir die oberösterreichischen Pendlerinnen und Pendler, umweltfreundlicher und auch wirtschaftlicher unterwegs zu sein.“

Cleveres Mobilitätsangebot für Pendler*innen

Die Kernfunktionen der Mobilitäts-App bieten neben einer Mitfahrbörse auch einen intermodalen Routenplaner für den öffentlichen Verkehr, Sharing-Services sowie Parkand-Ride und Bike-and-Ride Angebote. Einzigartig ist dabei die Verknüpfung der verschiedenen Angebote. Entscheidend ist aber vor allem die Usability, weiß Mag. Dr. Wolfgang Schildorfer, Forschungsprofessor am Logistikum in Steyr: „Die einfache Handhabung und die Erfüllung von Nutzerbedürfnissen sind wesentliche Faktoren, damit die App zur Verlagerung des Verkehrs im Alltag beiträgt.“ Als kostenloses Angebot richtet sich DOMINO OÖ vorrangig an Pendler/innen: „Mit nur einem Klick kommt man zu einem cleveren Mobilitätsangebot, das den öffentlichen Verkehr auf regionaler und überregionaler Ebene sowie Mitfahrmöglichkeiten intelligent kombiniert. Durch die effiziente Vernetzung von Fahrern und Bei- bzw. Mitfahrern einer Region sowie bestehender öffentlicher Verbindungen wird eine zukunftsorientierte Lösung geschaffen“, betonen alle Projekt-Stakeholder. „Indem wir alle gemeinsam Kompetenzen einfließen lassen und an einem Strang ziehen, können wir die gesteckten Ziele erreichen.“

Aktuell laufen die finalen Vorbereitungen, um ab Oktober den Testbetrieb in den ersten Pilotgemeinden starten zu können. Oberösterreich startet als erste Region im Projekt DOMINO OÖ in den Pilotbetrieb, Niederösterreich und Salzburg folgen im Jahr 2022. „Ziel ist es in dieser ersten Pilotphase unter Einbindung von verschiedenen Pilotgemeinden, aus denen nach Linz eingependelt wird, Erfahrungen zu sammeln und in den Ausbau der Funktionen der App einfließen zu lassen“, so die Projektgemeinschaft.

User als Schlüssel zur perfekten Lösung

Das Forschungsprojekt DOMINO OÖ soll dazu beitragen „MaaS made in Austria“ zu erarbeiten, erklärt ASFINAG Service GmbH Geschäftsführer Christian Ebner: „Das Thema Mobility-as-a-Service oder kurz MaaS spielt eine wichtige Rolle für eine effiziente Verkehrsstrategie der Zukunft.“ Kurz gesagt, geht es darum, den Transport mit eigenen Fahrzeugen durch ein Angebot verschiedener Mobilitätsdienste, die auf den Kundenbedarf abgestimmt sind, zu verteilen.

Mobil ans Ziel als Dachmarke

„Mit MOBIL ANS ZIEL hat das Land OÖ erstmals eine Dachmarke für die gesamte Mobilität in Oberösterreich geschaffen. Unter der neuen Marke werden erstmals alle Schwerpunkte, Maßnahmen, Projekte und Services für ein klimabewusstes, effizientes und flexibles Verkehrssystem zu einer gesamtheitlichen Mobilitätsinitiative vereint. Im Rahmen einer langfristigen, multimedialen Informations- und Kommunikationskampagne werden die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher
umfangreich informiert und dazu motiviert und inspiriert, immer öfter selbst umweltfreundlich unterwegs zu sein. MOBIL ANS ZIEL betrachtet und kommuniziert Mobilität erstmals gesamtheitlich.

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