Digitalisierung und Automatisierung werden auch in den Bereichen Verkehr und Mobilität immer wichtiger. Vor allem autonomes Fahren rückt dadurch immer mehr ins Zentrum, wenn um die Mobilität der Zukunft diskutiert wird.

Auch in Österreich ist autonome Mobilität auf Straße und Schiene ein zentrales Thema für das Verkehrsministerium und die Verkehrsunternehmen wie Asfinag und ÖBB.

Warum autonomes Fahren?

Autonomes Fahren schöpft neue Potenziale aus, vor allem im Hinblick auf Energieeffizienz, Verkehrssicherheit und Klimaschutz durch CO2-Reduktion.
Durch den intensiven Datenaustausch der Fahrzeuge untereinander über Stau, Witterung, Straßenbedingungen usw. kann natürlich auch der Verkehrsfluss und die Verkehrsorganisation verbessert werden.
Außerdem eröffnet es neue Chancen für die Wirtschaft, vor allem im Logistik- und Transportbereich – größtmögliche Effizienz, Sicherheit und genaue Datenaufzeichnung.

Damit auch Österreich und seine Wirtschaft eine führende Rolle spielen können und immer am aktuellen Puls der Zeit sind, sieht das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (Bmvit) es als seine Pflicht sich in diesem Bereich zu engagieren.

Bundesregierung und Verkehrsministerium sprechen ganz klar Unterstützung aus.

Unter dem Grundsatz: „Mit zielgerichtetem Ressourceneinsatz gesellschaftlichen Nutzen bewirken“, unterstützt man Pilotprojekte im Rahmen klar definierter Anwendungsfälle und entwickelt neue Mobilitätsformen – somit lernt man aus Erfahrungen, zudem schafft man Raum für Innovationen und Entwicklungen.[1]

Das Regierungsprogram 2017 – 2022 sieht vor Österreich als Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort zu etablieren sowie auf dem Weg dorthin bestmöglich zu unterstützen.

Durch enge Kooperationen mit Automobilindustrie und Verkehrsunternehmen sowie durch die Schaffung von Teststrecken und Forschungsprojekte des Bmvit will man diese Entwicklungen weiter vorantreiben.

Aktionspaket Automatisierte Mobilität

Mit dem ersten Aktionsplan aus dem Verkehrsministerium „Automatisiert -Vernetzt -Mobil (2016-2018)“ hat man ab dem Jahr 2016 rechtliche Grundlagen und eben Teststrecken und Pilotprojekte gefördert. Mit diesem Paket hat man vor allem Potentiale geschaffen und aufgezeigt.
Mit dem neuen Aktionspaket Automatisierte Mobilität (2019 – 2022) geht es jetzt darum den verkehrlich sinnvollen Einsatz zu testen und zu ermöglichen.[2]

Mit über 300 Expertinnen und Experten hat man Leitprinzipien rund um die Kernpunkte sicherer Betrieb, systematischer Zugang, Wirkungsbetrachtung sowie der Umgang mit Daten entwickelt.

In den drei Handlungsfeldern: Transparente Information, Gewährleistung eines sicheren Test- und Regelbetriebs sowie Erfahrungen sammeln und lernen gibt es 34 konkrete Maßnahmen für die nächsten Jahre. Wichtig ist die weitere Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Ausbau österreichischer Kompetenzen durch Forschung und Entwicklung sowie eine Stärkung der Rolle die die öffentliche Hand, bei der Gestaltung des zukünftigen Einsatzes automatisierter Mobilität, einnimmt.[3]

Durch dieses Umfangreiche Aktionspaket ermöglicht man eine sehr nachhaltige Entwicklung. Da man neue Technologien und Möglichkeiten intensiv testet beziehungsweise testen kann. Einerseits isolierter auf Teststrecken aber auch im Verkehrsbetrieb. So kann man die verschiedensten Auswirkungen, Probleme, Herausforderungen aber natürlich auch Vorteile genau ansehen sowie analysieren. Dies ermöglicht eine stufenweise Entwicklung des automatisierten Fahrens wo man Rahmenbedingungen schaffen kann sowie Probleme und Unsicherheiten ausräumen kann. Kurz gesagt: es ermöglicht eine Entwicklung, die in Zukunft einen großen Beitrag zu Klimaschutz, Verkehrssicherheit und Effizienz im Verkehr ist leisten wird.

Bis zum Jahr 2022 werden 65 Millionen Euro für das Aktionspaket Automatisierte Mobilität zur Verfügung gestellt.[4]

Projekte auf Straße und Schiene in ganz Österreich

In der Kompetenzkarte des Verkehrsministeriums sieht man verschiedene Projekte über ganz Österreich verstreut. Man kann gleich auf den ersten Blick erkennen: Es tut sich etwas! Auf allen Verkehrsträgern, im Personen- wie auch im Güterverkehr testet man fleißig.

Mit der Stiftungsprofessur „Automated Driving“ wurde im Jahr 2017, gemeinsam mit TU Graz, AVL, Infineon und einem virtuellen Fahrzeug eine Stiftungsprofessur initiiert. Hier geht es vor allem um intelligenten Umgang mit Daten und einer Vernetzung von elektronischen Komponenten, Systemintelligenz und „System onChip“, sowie die Modellierung automatisierter Systeme. [5]

Mit dem Leitprojekt „Connecting Austria“ will man auch den Straßengüterverkehr zukunftsfähiger gestalten. Zu diesem Zweck will man fundierte Bewertungsgrundlagen schaffen um durch automatisierte LKW-Konvois einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Transport- und Logistikbranche zu erhöhen und andererseits auch hohe Sicherheit sowie Effizienz auf der Straße aber auch für die österreichische Wirtschaft zu erreichen.[6]

Aber auch im öffentlichen Verkehr tut sich einiges.
So gibt es im neuen Wiener Stadtteil Seestadt den „auto.Bus Seestadt“ wo man intensiv an der rechtlichen und technischen Entwicklung von autonomen Kleinbussen gearbeitet wird. Im Vordergrund steht hier die Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge. Ziel ist es die Buslinie in der Seestadt unter realen Bedingungen zu betreiben, mit Haltestellen, Fahrplan und echten Fahrgästen.[7]

In Österreich gibt es auch die erste Testumgebung in Europa, für selbstfahrende Züge. Im Open.Rail.Lab kann die Bahnindustrie gemeinsam mit Eisenbahnverkehrsunternehmen neue Innovationen ausarbeiten und testen. So zum Beispiel Loks die Hindernisse auf Gleisen erkennen.
Die Teststrecke ist 25 Kilometer lang und verläuft von Friedberg in der Steiermark nach Oberwart im Burgenland. Auf dieser Anlage kann man die gesamte Entwicklung der Technik für selbstfahrende Züge durchlaufen– von ersten Simulationen am Computer bis zu Testfahrten im normalen Bahnbetrieb.[8]

Die österreichische Bundesregierung, allen voran Verkehrsminister Norbert Hofer gemeinsam mit seinem Ministerium und die österreichischen Wirtschaft schaffen gute Voraussetzungen für autonomes Fahren und sie positionieren den Industriestandort Österreich auch in diesem Bereich im Spitzenfeld.

 

[1] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/index.html zugegriffen am 9.02.2019

[2] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/index.html zugegriffen am 9.02.2019

[3] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/index.html zugegriffen am 9.02.2019

[4] Vgl.: https://derstandard.at/2000091318222/Hofer-stellt-65-Millionen-Euro-fuerAktionspaket-Autonome-Mobilitaet zugegriffen am 11.02.2019

[5] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/kompetenzkarte.pdf zugegriffen am 10.02.2019

[6] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/kompetenzkarte.pdf zugegriffen am 10.02.2019

[7] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/kompetenzkarte.pdf zugegriffen am 10.02.2019

[8] Vgl.: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/kompetenzkarte/kompetenzkarte.pdf zugegriffen am 10.02.2019

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