Es ist noch nicht lange her, da bewegte Greta Thunbergs „Fridays for Future“-Bewegung eine breite Öffentlichkeit. Heute ist es die Covid-19-Krise, die unser Leben in einem bisher undenkbaren Maß beeinflusst. Es darf angenommen werden, dass weltweit heuer mehr Geld für Corona-Rettungsmaßnahmen aufgestellt wird, als das für Klima-Rettungsmaßnahmen in den nächsten Jahren je vorgesehen war. Und das obwohl die Klimakatastrophe langfristig viel größeren Schaden in der Welt anrichten wird.

Wahrscheinlich sind wir also gut beraten so manches Learning aus Corona-Zeiten für die Bekämpfung der Klimakrise einzusetzen und die eine Krise nicht mit Maßnahmen, die die andere befeuert, zu „behandeln“. Wir alle haben jedenfalls gesehen, dass es sehr wohl möglich ist, unpopuläre Maßnahmen, wie die Beschränkung von Mobilität und Konsum, umzusetzen, wenn es nötig ist. Diese Learnings können in der Klimakrise hilfreich sein.

Denn zur Eindämmung der Klimakatastrophe, werden wir ein noch entschiedeneres Vorgehen brauchen. Im Bau- und Immobiliensektor liegt einer der größten Hebel. In diesem Artikel wollen wir einen breiteren Blick auf die Auswirkungen von Arbeit an der Klimaveränderung thematisieren.

Corona-bedingte New-Work-Lernkurve nutzen und weiterdenken

Mit Blick auf unsere Arbeitswelt überschlagen sich die Entwicklungen momentan: Home Office wird zum Standard erklärt, Anwesenheit wird nicht mehr mit Leistung verknüpft und die unterschiedlichsten Möglichkeiten von Mobile Work wachsen in den Himmel. Es scheint, als ob wir Büroimmobilien künftig gar nicht mehr in ihrer bekannten Form brauchen. Damit müssen wir auch nicht mehr ihre Umweltauswirkungen bedenken. Es scheint, als ob uns damit der Einstieg in eine New World of Work und in ein neues Klimazeitalter gelingt. Doch die Unsicherheit, was von all der neuen Agilität im Arbeitsleben bleibt, ist noch groß.

Klimaziel für Gebäude: Minus 66 Prozent

Wenn wir auf die untenstehende Grafik des Bundesumweltministeriums Deutschland blicken, können sich manche Unternehmen bereits vorstellen ihr künftiges Bürogebäude 66 Prozent kleiner zu bauen und durch Mobile Work den Pendelverkehr ins Büro um 40 Prozent zu reduzieren. Veränderung ist also möglich!

Diese Grafik des Bundesumweltministeriums Deutschland spricht eine eindeutige Sprache: Im Bau- und Immobiliensektor gibt es noch sehr viel zu tun, um die CO2-Emissionsziele bis 2030 zu erreichen.

Doch damit erreichen wir erst einen Teilschritt und vergessen, dass wir durch die neu gebauten, kleineren Gebäude die COEmissionen erstmal nur noch weiter steigern. De facto darf kaum noch neu gebaut werden, um die Emissionsziele der Bundesregierung bis 2030 zu erreichen. Der Erfolg liegt in der Sanierung des Gebäudebestandes.

von Gastautor: Bernhard Herzog (M.O.O.CON)

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