Wie es gelingt durch Ökologisierung den Wirtschaftsstandort nachhaltig auszubauen, darüber diskutierten Unternehmer*innen mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Zum Thema „Ökologisierung als Wachstumsmotor“ diskutierten österreichische Unternehmerinnen und Unternehmer mit Klimaschutzministerin Gewessler und der aws Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger. Im Rahmen der Diskussion wurden eine Reihe wichtiger Fragen für den Standort diskutiert und anhand von konkreten Beispielen aufgezeigt. Wir müssen uns fragen, was die zentrale Standortkompetenz für Österreich und für Europa ist. Bei Green-Tech und Klimaschutztechnologien haben wir die Nase vorne, daher müssen wir hier weitere Investitionen ermöglichen, um uns Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern, so Ministerin Gewessler.

Beitrag der Unternehmen entscheidend

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler bei der Diskussionsveranstaltung #awsPerspektiven. © aws/Schedl

Dass es aber gerade in diesem Bereich auch das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmen braucht, bestätigten in der Diskussion die Vorreiter-Unternehmen Sonnenkraft, Syncraft, Circly und Vienna Textile Lab. So hat das Kärntner Unternehmen Sonnenkraft gerade um 8,5 Mio. Euro ausgebaut und damit die Kapazitäten verdreifacht. Als führende Spezialisten für Solarenergie arbeitet das Unternehmen an der Gebäudeintegration von Solarkraftwerken. Das bedeutet in Zukunft sollen möglichst viele bereits versiegelte Flächen für die Energiegewinnung genutzt werden, wie Sabine Wurzer, kaufmännische Leitung des Unternehmens erklärt. So sollen etwa Dächer oder Fassaden des Hauses damit direkt zur Energiegewinnung beitragen.

Auf den Beitrag der Unternehmen verweist auch aws Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger: Als Förderbank des Bundes geht es uns darum, Unternehmen im Bereich Green-Tech umfassend zu unterstützen. Im vergangenen Jahr haben wir mit unseren Kernprogrammen Start-ups und jungen innovativen Unternehmen mit rund 380 Mio. Euro unterstützt. Damit möchten wir einen Beitrag leisten, um Finanzierungslücken für innovative Unternehmen zu schließen. Finanzierung ist aber nicht alles. Es geht auch darum die Innovationen zu schützen und entsprechend zu verwerten,so Stiftinger und verweist dabei auf das im Auftrag des BMK angebotene Programm aws Innovationsschutz Green.IP. Dabei beraten die Expertinnen und Experten der aws bei Fragen rund um Patente und Schutzrechte und zeigen wie diese Instrumente etwa bei der Internationalisierung helfen.

Klimanegative Kraftwerke und KI gegen Lebensmittelverschwendung

Wie Syncraft, Circly und Vienna Textile Lab beweisen, werden durch diese Unternehmen auch ganz neue Themen etabliert und als wichtiger Impact für den Standort ausgebaut. So hat Syncraft ein modernes Holzkraftwerk entwickelt, das Restholz optimal nutzt, sondern aufgrund der Nutzung des im Baum gespeicherten CO₂ nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimanegativ ist, erklärt Syncraft-Chef Marcel Huber.

Wie der Start-up Gründer Eric Weisz von Circly in der Diskussion ausführt, kann auch die Digitalisierung einen entscheidenden Beitrag zur Ökologisierung der Wirtschaft beitragen. So hat sein Unternehmen einen KI-Algorithmus (künstliche Intelligenz) entwickelt, der es Produzenten, Großhändlern und Händlern erleichtert, den realen Bedarf der Kundinnen und Kunden vorherzusagen. Damit kann Überproduktion und die Verschwendung von Lebensmitteln effektiv bekämpft werden.

Unternehmerinnen vor den Vorhang holen

Und die Unternehmerin und Chemikerin Karin Fleck verweist in ihrem Statement auf die enormen Vorteile der Kreislaufwirtschaft. Ihr Unternehmen Vienna Textile Lab hat in der Textilindustrie eine Möglichkeit gefunden, natürliche Organismen für das Färben zu nutzen. Damit können bestehende und umweltfreundliche Ressourcen genutzt werden und die Fashion-Industrie umgewandelt werden. Damit ist das Vienna Textile Lab äußerst erfolgreich und ist im Gespräch mit Kunden aus Asien oder auch den USA. Wie die Unternehmerin ganz besonders zeigt, ist es in Zukunft entscheidend, auch Frauen für Unternehmensgründungen zu motivieren. Dazu gibt es künftig bei den Programmen aws Preseed und aws Seedfinancing mit dem Female Entrepreneurship Bonus eine besondere Unterstützung für weibliche Gründerteams.

Über Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderbank des Bundes. Durch die Vergabe von zinsgünstigen Krediten, Garantien, Zuschüssen sowie Eigenkapital unterstützt sie Unternehmen von der ersten Idee bis hin zum Markterfolg bei der Umsetzung ihrer innovativen Projekte. Die aws berät und unterstützt auch in Bezug auf den Schutz und die Verwertung von geistigem Eigentum. Ergänzend werden spezifische Informations-, Beratungs-, Service- und Dienstleistungen für angehende, bestehende und expandierende Unternehmen angeboten.

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