ÖBB und Land Öberösterreich sind sich einig: Oberösterreichs Bahnhöfe sind mehr als nur Orte des Ankommens und Abreisens. Standortpotentiale sollten für Gewerbetreibende besser genutzt werden können

„Mit hohen Frequenzzahlen sind Bahnhöfe nicht nur Oberösterreichs Mobilitätszentren, sondern auch Potentialträger für die Standort- und Ortskernentwicklung“, ist sich Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner sicher.

Im Rahmen des OÖ-Bahninfrastruktur-Pakets einigten sich die ÖBB und das Land Oberösterreich auf ein umfangreiches Infrastruktur-Offensive Paket. Dabei werden auch 52 Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert. Steinkellner denkt in diesem Zusammenhang aber größer. Nicht nur die Modernisierung von Gleisanlagen, Wartebereichen und Überdachungen sorgen für eine Steigerung der ÖV-Qualität. Auch die Aufwertung der Bahnhöfe durch Geschäftsbereiche ist förderlich. „Eine Vielzahl der Bahnhöfe befindet sich in zentraler Lage. Mit Investitionen in den Standort Bahnhof und der dortigen Ansiedlung von Geschäftsflächen werden nicht nur Ortskerne belebt, sondern auch ressourcenschonende Raumplanungen wahrgenommen. Den Kaffee, das Frühstückscroissant und die Tageszeitung direkt am Bahnhof gemütlich vor der Abfahrt besorgen zu können, ist ein weiteres Mosaik zur Aufwertung des öffentlichen Verkehrs“, so Steinkellner.

Egal ob ein kleiner Supermarkt, eine Apotheke, ein Radverleih, ein Bäcker oder eine Trafik – all das könnte sich mit der effektiven Nutzung von zentralen Bahnhofsanlagen vereinen lassen. Auch hinsichtlich des demographischen Wandels wären Gewerbebereiche an Bahnhöfen förderlich. Haben doch zahlreiche ÖV-Verbindungen Bahnhöfe im Fahrplan fix integriert. Für ältere Mitbürger/innen ergäbe sich somit die Möglichkeit, den gemeinsamen Kaffee und Kuchen bei der Bäckerei oder der Cafeteria am Bahnhof zu sich zu nehmen.

Mit Vertretern der ÖBB machte Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner einen Ortsaugenschein in Steyr und Enns. Der Bahnhof in Steyr trat medial in der Vergangenheit oftmals als Negativbeispiel in Erscheinung, der durch gesperrte WC-Anlagen und die Auflassung der Gastronomie für Schlagzeilen sorgte. „Das Thema Bahnhof-Attraktivierung ist eines der zentralen Bürgeranliegen. Im Sinne der ÖV-Fahrgäste gilt es hier gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um die attraktiven Flächen der Bahnhöfe und Haltestellen effizient nutzen zu können“, so Steinkellner.

Alleine die S-Bahnlinie 1 über Steyr und Enns in Richtung Linz wird von jährlich rund 2,2 Millionen Fahrgästen genutzt. Für zahlreiche Fahrgäste ist Steyr Ankunfts- und/ oder Abfahrtsort. Das Interesse der lokalen Gewerbetreibenden an attraktiven und frequentierten Standorten wäre sicher gegeben. Im Sinne eines Best-Practice-Modells können – in Abhängigkeit der Fahrgastfrequenzen – die zur Verfügung stehenden Flächen wirtschaftlich genutzt werden. Konzepte wie beispielsweise die UniBox am Bahnhof in Enns sind vielversprechende und komplett digitalisierte Lösungsansätze für kleinere Bahnhöfe.

„Oberösterreichs Bahnhöfe und Mobilitätsknoten sind mehr als nur Orte des Ankommens und Abreisens. Mit den richtigen Konzepten können Potentiale für gesellschaftliche Treffpunkte, Gewerbe- und Ortsvitalisierungen umgesetzt werden“, unterstreicht Steinkellner abschließend.

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