Brot, Käse, Kräuter: „Slow Food Travel“ wird Leuchtturm der Region, in Summe fließen rund 1 Million Euro in klimafreundliche Tourismusprojekte.

Wie sieht Urlaub in Österreich in der Zukunft aus? Welche Bedürfnisse haben nationale und internationale Gäste – und welches Angebot wird in Österreich erfolgreich sein? Für die Kärntner Region „Nassfeld–Pressegger See / Lesachtal / Weissensee“ steht fest: Die Zukunft des Tourismus Österreich ist nachhaltig – und ihrem Fall sehr kulinarisch. Ihre 10 konkreten Maßnahmen mit dem Schwerpunkt Ernährung und regionale Kreislaufwirtschaft hat die Region im Rahmen der Ausschreibung „Modellregionen“ des Klima- und Energiefonds eingereicht und eine internationale Jury davon überzeugt und begeistert. Für die Umsetzung stehen nun knapp eine Million Euro aus vom Klimafonds zur Verfügung, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums (BMK).

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Mit den ambitionierten Klimaschutzvorhaben gibt die Kärntner Region der Branche eine gute und positive Zukunftsperspektive. Für mich ist klar: Die Zukunft der österreichischen Tourismuswirtschaft und die Energie- und Mobilitätswende müssen Hand in Hand gehen. Diese Region macht sich auf den Weg und zeigt das es geht. Nachhaltiger und damit zukunftsfähiger Tourismus heißen: Urlaub in Österreich mit möglichst niedrigen Treibhausgasemissionen. Ich gratuliere den Kärntnern ganz herzlich und wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung.“

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Kärnten ist mit seinen Bergen und klaren Seen schon seit vielen Jahrzehnten ein Magnet für Gäste aus dem In- und Ausland. Damit das auch so bleibt, braucht es in Sachen umweltfreundlichen Tourismus eine hohe Sensibilität und verstärkte Anstrengungen. Das Kärntner Konzept sucht international seinesgleichen und ist damit ein Vorzeigeprojekt für Klimaschutz, das zum Nachmachen auffordert!“

Slow-Food Travel: Nachhaltig vom Feld bis in die Küche
In der Kärtner Region Nassfeld-Pressegger See/Lesachtal/Weissensee mit rund 2,2 Millionen Übernachtungen wurden 10 Maßnahmen, unter anderem in den Bereichen Mobilität, Tourismuskonsum und Ressourcenverbrauch, Energiegemeinschaften oder Umweltzertifizierungen erarbeitet. Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt jedoch ganz klar auf Treibhausgas-Einsparungen im Bereich nachhaltige Lebensmittelstrategie. Dabei wird ganzheitlich gedacht – von der Erzeugung über eine gemeinsame Vertriebs- und Abnahmestrategie bis zur Abfallverwertung. Hans Steinwender, Aufsichtsratsvorsitzender der NLW Tourismus Marketing GmbH: „Unsere Leuchtturm-Projekte sind im Bereich der Kulinarik bzw. der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft angesiedelt. Wir wollen die heimische Kulinarik sowie das Slow Food Travel Angebot rund um Produkte wie das Lesachtaler Brot, Käse, Gemüse, Streuobst und Kräuter bündeln und unter anderem in einem Haus der Nachhaltigkeit als regionalen Marktplatz auch online etablieren.“

Schwerpunktprogramm „KEM Tourismus“
Der Klima- und Energiefonds suchte im Rahmen seines Programmes „Klima- und Energie-Modellregionen (KEM)“ in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium eine Tourismus-Modellregion, die besonders vorbildliche und ambitionierte Klimaschutzprojekte umsetzen möchte. Einreichberechtigt waren alle österreichischen Regionen, die mindestens 500.000 Nächtigungen aufweisen, mehr als zwei Gemeinden umfassen und mindestens 3.000 bis maximal 60.000 Einwohner*innen haben. Damit sollte sichergestellt werden, dass sich Regionen bewerben, die touristisch relevant und groß genug sind, um geschaffene Strukturen langfristig zu erhalten. Ursprünglich vorgesehen war, nur eine Schwerpunktregion auszuwählen, die einen besonderen Fokus auf Maßnahmen im Bereich Klimaschutz im Tourismus legt. In der ersten Phase wurden drei Regionen ausgewählt und eingeladen ein Detailkonzept abzugeben. Nach der zweiten Bewertungsrunde lagen gleich zwei herausragende Konzepte vor: Jenes der KEM „Karnische Energie“ rund um Nassfeld-Pressegger See/Lesachtal/Weissensee und ein Konzept aus Zell am See/Kaprun. Daher wurde entschieden, beiden eine Unterstützung von je knapp einer Million Euro zu gewähren. Die Umsetzung der Vorhaben läuft nun bis zum Jahr 2024

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