Die FEMtech-Initiative des Klimaschutzministeriums fördert Frauen in Forschung und Technologie und setzt sich für Chancengleichheit ein

Johanna Wiesholzer ist unsere FEMtech-Expertin des Monats April. Sie ist seit 2008 bei den Wiener Linien tätig und leitet seit Dezember 2021 die Abteilung „Einsatzmanagement und Betriebsleitung Schiene“. Ihre Aufgabe ist es, für die Sicherheit und Ordnung des Straßenbahn- und U-Bahnbetriebes zu sorgen.

Die Wiener Linien arbeiten mit rund 8.700 Beschäftigten aus mehr als 45 Nationen dafür, dass jeden Tag 1,6 Millionen Fahrgäste rasch, sicher und bequem an ihr Ziel kommen. Nachhaltigkeit ist dabei ein wesentlicher Faktor. Öffentliche Verkehrsmittel verbrauchen im Vergleich zum Auto zehn Mal weniger Energie, sind leiser und großteils elektrisch unterwegs. Das dichte Netz der Wiener „Öffis“ umfasst tausende Haltestellen im Stadtgebiet und wird stetig ausgebaut. Seit mehreren Jahren verfolgen die Wiener Linien das Ziel der Gender Balance in allen Unternehmensbereichen.

Johanna Wiesholzer ist mit ihrem 122-köpfigen Team dafür verantwortlich, dass Einsatzkräfte im Ernstfall Störungen beheben und Fahrgäste informiert werden. Außergewöhnliche Vorfälle sind zu evaluieren, das Sicherheitsmanagementsystem ist voranzubringen und die den Eisenbahnbetrieb betreffenden Gesetze sind in Dienstanweisungen und Vorschriften zu verankern. In ihrer Funktion als Leiterin des Einsatzmanagements und als stellvertretende Betriebsleiterin ist Wiesholzer bestens im Unternehmen vernetzt und immer wieder gefordert, unterschiedliche Bereiche wie Betrieb, Infrastruktur oder Fahrzeugtechnik zusammen zu bringen, um Zukunftsthemen aufzugreifen und Veränderung proaktiv zu initiieren.

Johanna Wiesholzer wurde Ende 2021 die erste Betriebsleiterin der Wiener Linien. © Luiza Puiu

„Mit meiner umfassenden Querschnittskompetenz werde ich immer wieder zu strategischen Themen des Unternehmens als Sparring Partnerin herangezogen und – aus der Sicht der Straßenbahnverordnung betrachtet – als Beraterin des Unternehmens in Fragen der Eisenbahnsicherheit. Der Fokus liegt einerseits darauf, täglich einen sicheren und attraktiven öffentlichen Verkehr in Wien zu bieten, andererseits auch Innovationen zu begleiten, mit dem Fokus der Sicherheit des Eisenbahnbetriebes“, erklärt Wiesholzer.

Nach ihrem Diplomstudium der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft an der Universität für Bodenkultur begann Wiesholzer 2008 bei den Wiener Linien als technische Referentin im U-Bahnneubau: „Schon da konnte ich als dritte Frau bei 100 Kollegen dieser Abteilung beweisen, dass Technik keineswegs nur für Männer ist.“ Nach ihrem Wechsel vom Bau in den Betrieb und nach umfassender Betriebsausbildung wurde Wiesholzer Einsatzleiterin und zuletzt auch zur Leiterin des Krisenstabes ernannt. „Bei den Wiener Linien arbeite ich jeden Tag mit Expertinnen unterschiedlicher Fachgebiete zusammen, was mich sehr inspiriert. In meiner Abteilung fördere ich Karenz & Karriere unabhängig vom Geschlecht. Auch meine Stellvertreterin ist eine Frau“, erklärt Wiesholzer.

Mit der Initiative FEMtech fördert das Klimaschutzministerium (BMK) Frauen in Forschung und Technologie und setzt sich für Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung ein.

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