Die Digitalisierung hat längst auch den Mobilitätssektor erreicht. Bei Buchungen von Online-Tickets, der Navigation via Karten-App oder der Nutzung von Sharing-Angeboten werden große Datenmengen generiert. Werden diese Daten sinnvoll und vertrauenswürdig genutzt, ergeben sich für NutzerInnen wie Anbieter gleichermaßen Vorteile.

Jeder Mensch, egal ob er sich virtuell oder real fortbewegt, hinterlässt digitale Spuren. Denn Smartphones und Navigationssysteme machen Mensch und Maschine zu umfassenden Datenlieferanten. Aufbauend auf den gewonnenen Daten bieten sich neue Chancen für Verkehrsbetreiber, Städte und NutzerInnen in Hinblick auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Sicherheit. Im Folgenden stellen wir Beispiele vor, wie diese Daten sinnvoll genutzt werden können.

Sicherheit und Zuverlässigkeit

Mit der neuen App „Smart Connect“ zeigt der ÖAMTC, wie Daten in der Mobilität Sicherheit und Zuverlässigkeit von Fahrzeugen erhöhen können. Dabei werden Fahrzeuge mit Hilfe eines Connectors mit dem ÖAMTC verbunden. “Falls es im Fahrzeug eine Fehlermeldung gibt – und zwar nur dann – wird eine Warnung direkt an unseren Technischen Helpdesk geschickt, wo Techniker die Analyse und Diagnose übernehmen. Zugleich erhält der Fahrer eine Meldung in der ÖAMTC-App, mit einer kurzen Erklärung zur Fehlermeldung und der Möglichkeit, sofort Kontakt mit uns aufzunehmen”, erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold. Im Idealfall liefern die Fehlermeldungen Hinweise, dass sich ein Problem anbahnt, und der Mobilitätsclub kann helfen, bevor die Panne auftritt. Darüber hinaus sind – nur für den Fahrer – in der App weitere Services verfügbar, z. B. Fahrzeugortung, Fahrtenbuch und Infos zu jeder Fahrt.

Effizienz durch effektive Verkehrsplanung

Neben Sicherheit ist Effizienz ein weiterer wichtiger Treiber für funktionierende Infrastrukturen. Im Smart-Data-Projekt ExCELL wurde am Beispiel der Stadt Dresden eine intelligente Lösung entwickelt, mit der künftig unter Einbezug unterschiedlichster Datenquellen wie Geo-, Verkehrs- und Betriebsdaten sowie der Integration von Elektromobilitätskonzepten der Verkehr für Autos in Echtzeit effizienter organisiert werden kann. Eine sich selbst organisierende City-Logistik-Plattform verbindet die Mobilitätsanbieter, Verkehrsteilnehmer, Datenlieferanten und die öffentliche Verwaltung. Das übergeordnete Ziel am Ende des Projekts ist nichts Geringeres als eine staufreie Stadt.

Was dies in finanzieller Hinsicht bedeuten kann, zeigt eine Studie des Centre for Economics and Business Research (CEBR). Verkehrsstaus verursachen allein in den 22 größten deutschen Stadtgebieten pro Jahr 7,5 Milliarden Euro zusätzliche Kosten – das sind 509 Euro pro Haushalt. In Anbetracht dieser Zahlen ist die effiziente Nutzung der Verkehrswege sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus ökologischen Gründen von zentraler Bedeutung.[1]

Und die Datensicherheit?

Die Sammlung und Analyse von Daten, vor allem im Mobilitätsbereich, stößt aber immer wieder auch auf Bedenken hinsichtlich Datenschutz. Denn nutzergenerierte Daten dürfen nicht auf einzelne Personen zurückzuführen sein. Somit bedarf es einer gesetzlichen Regelung auf der einen Seite, aber auch einer sicheren Basisinfrastruktur auf der anderen Seite, um einen möglichstrisikolosen Datenaustausch zu ermöglichen.

Beim ÖAMTC setzt man beim Betrieb von „Smart Connect“ sehr hohe Standards in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. Alle Kommunikationswege sind nach höchsten kryptografischen Standards end-to-end verschlüsselt und keinen dritten Parteien zugänglich. Die Mitarbeiter beim Technischen Helpdesk bekommen im Pannenfall nur jene Daten zu sehen, die für die Analyse und Diagnose von Fehlern relevant sind. Bewegungsprofile, Fahrten, Statistiken und persönliche Informationen in der ÖAMTC-App sieht nur der Fahrer selbst. Denn nur wenn NutzerInnen der Datennutzung vertrauen können, macht sie am Ende für beide Seiten Sinn.

 

[1] https://www.bigdata-insider.de/wie-smart-data-die-mobilitaet-praegen-wird-a-508380/

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