Niki Schmölz ist Chefredakteur der Austrian Roadmap 2050, stellvertretender Leiter der Jungen ÖVG (Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft) und Mobilitätsexperte. In einem kurzen Interview blickt er auf das auslaufende Jahr zurück und wagt eine Vorschau ins Jahr 2020. 

Was waren in der österreichischen Infrastrukturwelt die Highlights 2019? 

Österreich ist Bahnland Nummer 1 in der EU“ – für uns ÖsterreicherInnen beinahe keine Besonderheit mehr. Zum fünften Mal in Folge ist Österreich BahnchampionAber nicht nur das Angebot im öffentlichen Verkehr platziert sich im Spitzenfeld. In Österreich wird jedes Jahr viel Geld in unsere Infrastrukturen investiert. So sind unsere Autobahnen, Flughäfen und Bahnstrecken nicht nur international Vorbild, sondern auch das Rückgrat für den Industriestandort Österreich.
 

Was war das kontroverseste Thema im Jahr 2019? 

Lobautunnel, Dritte Piste, Waldviertelautobahn, Tempo 140 – diese Projekte sind jedem Österreicher und jeder Österreicherin bekannt. Sie sind Synonyme für das Aufeinandertreffen von Ideologien, politische Diskussionen und mediale Berichterstattung. Es scheint so, als würden wir uns zwischen leistungsfähiger Mobilität und Klimaschutz entscheiden müssen. Dem ist aber definitiv nicht so!
Schon jetzt sehen wir, dass zum Beispiel zwischen der Millionenstadt Wien und dem Industriezentrum Linz die schnellste Fortbewegungsart, nämlich die Bahn, emissionsfrei ist. Durch den laufenden und intensiven Ausbau der Schiene in Österreich wird bis 2030 der emissionsfreie Schienenverkehr zwischen fast allen großen Städten die schnellste Fortbewegungsart sein. Aber nicht nur die Bahn wird Teil einer ökologischen Mobilitätszukunft. Auch die Antriebswende auf der Straße und neue Mobilitätsformen werden die Leistungsfähigkeit steigern und trotzdem die ökologischen Standards im Verkehr heben.
Offenheit gegenüber neuen Technologien, Innovationen und Vernetzung sind der Schlüssel für eine Mobilität der Zukunftdie zu unserem modernen Lebensstil passt. 

Worauf können wir uns im Jahr 2020 freuen? 

Für mich ist Klima- und Umweltschutz eine zentrale Säule, wenn wir über eine langfristige Verkehrs- und Infrastrukturplanung sprechen. Schon in diesem Jahr ist durch Greta Thunberg und die FridaysforFuture Bewegung der Fokus und das Bewusstsein, sowohl in der Politik als auch in der breiten Gesellschaft, in Sachen Klimaschutz gestärkt worden. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen und die politischen Maßnahmen werden sich ebenfalls stärker daran orientieren müssen. Die Nachfrage nach ökologischen Verkehrsträgern bzw. Mobilitätsformen steigt und das Angebot wird folgen. Schon zu Beginn des neuen Fahrplanjahres auf der Schiene lässt sich dieser Trend erkennen. So wurde in Österreich das Angebot sowohl im internationalen Fernverkehr, wo vor allem der Nightjet der neue Stern am europäischen Mobilitätshimmel ist, als auch im Nah- und Regionalverkehr massiv ausgebaut.  

Ich persönlich freue mich auf viele spannende Events und den gemeinsamen Dialog zwischen den verschiedensten Steakholdern, um zusammen an einer innovativen, ökologischen und vernetzten Mobilität zu arbeiten. 

Willkommen in der Zukunft. 
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