Die Republik Österreich hat gestern ihr Rahmenwerk für grüne Bundeswertpapiere präsentiert, welches die Basis für die Emission grüner Wertpapiere legt

Das Format umfasst sowohl kurzfristige Finanzierungsformen als auch mittel- bis langfristige Instrumente (Green Bonds). Die Republik Österreich unterstreicht damit erneut ihre fokussierte Umweltagenda zur Erreichung der Klimaziele. Die Emission der ersten grünen Bundesanleihe soll zeitnah aber jedenfalls noch im ersten Halbjahr 2022 erfolgen. Der genaue Zeitpunkt richtet sich nach den Marktbedingungen.

Die im Rahmen des Programms aufgebrachten Mittel werden für Finanzierungsmaßnahmen des Bundes verwendet, die eine nachhaltige Ökologisierung der Wirtschaft und den Übergang zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen fördern. Darunter finden sich beispielsweise die Förderung von sauberem Transport und erneuerbarer Energie, nachhaltige Wasser- und Abwasserbewirtschaftung, die Erhöhung der Biodiversität oder die Vermeidung von Umweltverschmutzung. Die Republik leistet damit einen bedeutenden Beitrag zum Schutz des Klimas und dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt.

Finanzminister Dr. Magnus Brunner © Zsolt Marton

Magnus Brunner, Bundesminister für Finanzen: „Der Klimawandel kennt keine Grenzen, er ist ein globales Thema. Die ökologische Transformation ist trotz aller aktuellen Krisen eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit. Damit unser Lebensraum auch in Zukunft so lebenswert bleibt, sind wir alle, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Als Bundesregierung haben wir bereits im Regierungsprogramm festgelegt, dass wir bis 2040 klimaneutral sein wollen. Damit das gelingt, sind massive Investitionen in die Transformation notwendig. Der Staat alleine wird aber auch im Bereich der Ökologisierung nicht alles alleine leisten können, deshalb braucht es auch privates Kapital um unsere Ziele zu erreichen. Die neuen Austrian Green Securities sind eines der Instrumente, um diese Notwendigkeit zu erfüllen. Sie werden unter anderem dazu beitragen, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der erneuerbaren Energien, aber auch der nachhaltigen Landwirtschaft oder der Wasserinfrastruktur zu finanzieren. Trotz des bereits sehr hohen Nachhaltigkeits-Rankings Österreichs soll das grüne Angebot die ohnehin schon breite Investorenbasis Österreichs weiter ausbauen und gleichzeitig den heimischen Green Finance Markt fördern.“

Die Republik Österreich wurde bei der Vorbereitung des Rahmenwerks bzw. der Second Party Opinion von UniCredit und JP Morgan als Structuring Advisors begleitet, welche auch die geplante Debüt-Emission betreuen werden.

Österreich führend beim Thema Nachhaltigkeit

Österreich hat bereits große Expertise mit nachhaltigen Finanzierungsprojekten. Das Portfolio der Republik beinhaltet einen sehr hohen Anteil an grünen Ausgaben, was auch von führenden Agenturen mit ausgezeichneten Nachhaltigkeitsrankings des Landes bestätigt wird. In Bezug auf die Erfüllung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen belegt Österreich etwa den sechsten Platz von weltweit 165 Ländern (SDG-Index). Die verankerten Ziele der österreichischen Klima- und Umweltpolitik umfassen unter anderem die Verringerung der Treibhausgasemissionen zur Eindämmung des Klimawandels, die Verringerung der Emissionen von Luft- und Wasserschadstoffen, den Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität und Ökosysteme sowie die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Reduktion von Abfall.

Republik Österreich folgt höchsten Standards

Das grüne Bundeswertpapier wird im Einklang mit dem veröffentlichten Green Bond Framework der Republik Österreich ausgegeben werden. Im Green Bond Framework sind sowohl die Grundsätze beschrieben wie auch die Kriterien aufgeführt, die festlegen, welche Projekte und Ausgaben durch die Mittel aus der Emission finanziert werden können. Damit folgt die Republik Österreich den höchsten Standards für grüne Anleihen und trägt zur Verbesserung der Transparenz auf dem Markt für grüne Anleihen bei. Das Rahmenwerk der Republik Österreich ist an den Green Bond Principles 2021 ausgerichtet, die von der International Capital Market Association (ICMA) veröffentlicht wurden. Kriterien der EU-Taxonomie wurden ebenfalls berücksichtigt.

In Einklang mit besten Marktusancen wurde eine Prüfung (Second Party Opinion) des Green Bond Frameworks der Republik Österreich von einem unabhängigen externen Prüfer eingeholt. ISS ESG, eine der führenden Agenturen in diesem Bereich, hat das Green Bond Framework auf die Einhaltung der Green Bond Principles, wie sie von ICMA veröffentlicht wurden, sowie die Übereinstimmung mit den Kriterien der EU Taxonomie überprüft. Sie bestätigt der Republik Österreich einen sehr hohen Nachhaltigkeitsstandard. In allen Kategorien liegen die grünen Ausgaben über dem Durchschnitt des Vergleichsuniversums.

Weitere Informationen

Das Green Bond Framework der Republik Österreich und die Second Party Opinion sind auf der Webseite der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur zu finden:
https://www.oebfa.at/

Willkommen in der Zukunft. 
Hallo Austrian Roadmap 2050.

Wir liefern die besten Stories und spannendsten Trends direkt in dein Postfach, jeden Freitag! Werde Teil der Community!

  • Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner personenbezogenen Daten für die regelmäßige Zustellung Ihres Newsletters zum Zweck der Information über RoadMAP2050 News einverstanden. Ich kann diese Einwilligung jederzeit und bei jedem Erhalt des Newsletters widerrufen.

Newsletter-Anmeldung

Reden Sie bei Österreichs Infrastruktur mit! Jetzt zum Newsletter anmelden und einmal wöchentlich über Zukunftsthemen aus den Bereichen Infrastruktur und Mobilität informieren:

Einwilligung

Sie haben sich erfolgreich angemeldet!