Maschinen wieder live erleben! Technologieführer Plasser und Theurer auf der IAF in Münster

Die 28. Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik (iaf) fand vom 31. Mai bis 02. Juni 2022 in Münster statt. Die iaf 2022 bot auf 15.000 m2 Hallenfläche des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland, 6.000 m2 Freifläche und mehr als 3.000 m Gleis auf dem Bahnhof Münster Ost der WLE einen repräsentativen Branchenüberblick. Nirgendwo werden so umfassend und räumlich konzentriert neueste Maschinen, Geräte und Bautechnologien präsentiert.

Plasser & Theurer ist weltweit der einzige Komplettanbieter für den Bau und die Instandhaltung des Eisenbahn-Fahrwegs und betreibt ein weltweites Netz von Service-Stützpunkten, Reparaturwerken und Ersatzteillagern.

Wir haben bei der IAF ein Interview von Johann Dumser eingeholt:

Roadmap2050: TRACK TO THE FUTURE” lautet das Motto der führenden Messe des Bahnbaus. Wie ist die Stimmung in einer Branche, die durch den Wandel der Technologie im Sinne des Klimaschutzes wohl im Aufwind sein sollte?

Johann Dumser (Director of Global Marketing and Communications): Die Bahnindustrie ist sich der bedeutenden Rolle im Kampf gegen den Klimawandel bewusst und entwickelt immer mehr Lösungen für den zunehmend nachhaltigen Bau und die ökologische Instandhaltung des Eisenbahnweges.

RM: Plasser & Theurer ist gleich mit mehreren Meta-Themen der Zeit des Wandels vertreten, beginnen wir mit der Digitalisierung: IoT ist ein Hauptthema der Botschaft der Messe – Was sind Ihre Antworten für Ihre Kund*innen:

JD: Wir bieten End-2-end-Lösungen, die einerseits eine erhöhte Sicherheit des Eisenbahnbetriebes ermöglichen und gleichzeitig helfen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies geschieht durch autonome Maschinen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz neben einer präzisen Arbeitsweise, die Ergebnisse auch in einer Cloud speichern.

RM: Die Ökologisierung und Dekarbonisierung im Bahnbau spielen bei Ihnen und auf der IAF im Maschinenbau auch eine Rolle, erzählen Sie uns mehr dazu.

JD: Unsere Maschinen der E³-Serie stehen seit 2015 für ökologischen, ergnomischen und wirtschaftlichen Gleisbau. Bei der iaf haben wir auch Retrofit-Lösungen für Stopfaggregate vorgestellt, bei denen der hydraulische Antrieb durch einen elektrischen Antrieb ersetzt wird. Damit optimieren wir bereits im Einsatz befindliche Maschinen hinsichtlich Reduktion von Lärmemission, Verschleiß und Kraftstoff.

Auch dieses Jahr war der Bahnbaumaschinenhersteller Plasser & Theurer an der iaf in Münster vertreten. © Plasser & Theurer

RM: Retrofit, also die Modernisierung bestehender Maschinen und damit Ressourcen- und Budget schonendes Maschinenmanagement spielt in mehr Kanäle, die Nachhaltigkeit genauso, wie die Wirtschaftlichkeit. Wo liegt da der Schwerpunkt im Augenblick?

JD: Neben der ständigen Erhöhung der Maschinenleistung wollen wir diese auch während des gesamten Lebenszyklus gewährleisten. Ein Retrofit ermöglicht die vertraute Umgebung und Bedienung für die Maschinisten zu erhalten und trotzdem alle modernen Technologien hinsichtlich Hard- und Software zu nutzen.

RM: Was alle ihrer Gewerke betrifft, ist die Suche nach Nachwuchs aus den MINT-Studien und Lehrberufen – ist das ein internationales Thema und wie gehen sie damit um?

JD: Wir versuchen nicht nur unser Produkt, sondern einerseits die Arbeit in unserem Unternehmen, aber vor allem die Arbeit in unserer Branche – dem Gleisbau – so attraktiv wie möglich zu gestalten und darzustellen. Im Rahmen der iaf haben wir einen Film als Würdigung der Leistungen der Railworker veröffentlicht und dem Fachpublikum präsentiert: https://www.pt-railclub.com/the-real-heroes-of-the-track.aspx.

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