Eine Grundvoraussetzung für ein zukunftsorientiertes Mobilitätssystem ist die Bereitstellung einer verlässlichen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur. Nicht nur Straßen, Schienen oder Radwege sondern auch Brücken, Tunnel, Gebäude und sogar Stützbauwerke und Lärmschutzwände erfüllen hier zentrale Rollen.

Infrastrukturen werden stetig mehr beansprucht. Weil sich Mobilitätsbedürfnisse verändern, das Verkehrsaufkommen wächst oder auch, weil verschärfte Klimabedingungen zunehmen. So hätte der Einsatz von Truck Platooning oder sogenannten Gigalinern, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Zustand der Verkehrsinfrastruktur. Ein in vielen Ländern fortgeschrittenes Alter der Bauwerke verschärft diese Situation zusätzlich.

Brückenmonitoring

Deshalb ist es wichtig laufend den Zustand der Bauwerke zu erfassen, um die Funktionsfähigkeit der Transportinfrastruktur zu erhalten. Neben einfachen Vermessungen und Inspektionen spielt die sogenannte „Predictive Maintenance“ hier eine wesentliche Rolle, um Wartungs- beziehungsweise Erhaltungsmaßnahmen aus den gewonnen Erkenntnissen abzuleiten.

„Mit unseren Lösungen im Bereich intelligentes Asset Management können Infrastrukturbetreiber die Lebenszyklen ihrer Bauwerke optimal ausnutzen. Hochtechnologische Sensortechnik zum umfassenden Bauwerksmonitoring und neue Erfassungsmethoden, beispielsweise durch die Verwendung von Scannern, Drohnen und Satelliten, ermöglichen den sinnvollen und sparsamen Einsatz von Ressourcen zur Instandhaltung. Auch Erkenntnisse im Gebiet Verkehrssicherheit und Impact Assessment garantieren die bestmögliche Verfügbarkeit für die Nutzer.“ – Anna Huditz, Head of Competence Unit Transportation Infrastructure Technologies am AIT

Inspektionsarbeiten sind oftmals aufwendig. Mit digitalen Anwendungen des AIT können sie effizienter durchgeführt werden und mit Echtzeit-Monitoring überwacht werden. Auch im Bereich der Straßenzustandserfassung ermöglichen innovative technologische Lösungen eine umfassende Datenerhebung und -analyse für ein effektives Portfoliomanagement und die Priorisierung von geplanten Maßnahmen.

RoadSTAR (c) AIT_Johannes Zinner

Mobile Hochleistungsmessfahrzeuge des AIT erfassen in einer einzigen Überfahrt und ohne den Verkehr zu behindern, alle relevanten Eigenschaften der Straßenoberfläche und Objekte des Straßenraums. Für das Asset Management ergeben sich somit maßgebliche Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit.

„Waren früher die Unterlage für spätere Arbeiten ein paar Bestandspläne, so stehen durch die fortschreitende Digitalisierung in Bau und Betrieb heute fast zu viele Daten zur Infrastruktur zur Verfügung. Das Ziel muss daher Datenqualität vor -quantität lauten. Neue Prozesse, wie beispielsweise das Building Information Modelling, ermöglichen die sinnvolle Datenhaltung von der Planung über die Ausführung bis zum Rückbau. Wir beschäftigen uns zu diesem Thema mit der technischen Anlagenbewertung im Asset Management im Rahmen einer nachhaltigen Lebenszyklusbetrachtung. Einheitliche Standards, aber auch der Mut bisherige Systeme zu erneuern, erleichtern die Einführung des Datenmanagements im Unternehmen.“ – Anna Huditz

Im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz ist es entscheidend die Transportinfrastruktur so zu gestalten, dass beispielsweise Verkehrslärm bestmöglich reduziert wird. Straßenoberflächen müssen geräuschabsorbierend wirken, ohne gleichzeitig an Griffigkeit einzubüßen. Lärmschutzwände sind beispielsweise so aufzubauen und zu positionieren, dass sie AnrainerInnen bestmöglich schützen. Innovative Forschungsansätze tragen mittels neuartiger Messverfahren und In-situ-Prüfungen entscheidend dazu bei, den Verkehr leiser und somit verträglicher zu machen.

Um lange Lebenszyklen von Transportinfrastrukturen zu ermöglichen ist es wichtig die langfristigen Wechselwirkungen im System zu prüfen. So muss die Planung von Infrastrukturen schon heute auf geändertes Nutzungsverhalten durch beispielsweise automatisierte Fahrzeuge oder die zusätzliche Belastung durch den Klimawandel (Hitzeschäden, Hochwasser etc.) ausgelegt werden.

AIT – Center for Mobility Systems

Am Center for Mobility Systems forschen rund 100 MitarbeiterInnen an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes werden Personenmobilität, Güterlogistik und Transportinfrastruktur behandelt, wobei Effizienz, Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit im Fokus der Forschungsarbeit stehen.

In der kürzlich erschienenen Publikation „Nachhaltig, Sicher & Digital: Perspektiven für ein menschenzentriertes Mobilitätssystem“werden Perspektiven für ein ganzheitliches Mobilitäts-Ökosystem dargestellt. Anhand der Themenfelder Digitalisierung, klimaverträgliche Mobilität, Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen, Effizienz & Resilienz sowie zuverlässige Transportinfrastruktur geben die ExpertInnen Einblick in die verschiedenen Faktoren, die die Mobilität der Zukunft bedingen.

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