Der neue Garconnierenverbund „Ilse-Buck-Straße“ bietet selbstbestimmtes und smartes Wohnen für Menschen mit schweren Behinderungen.

In der Wiener Seestadt Aspern eröffnet HABIT– Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam im Auftrag des Fonds Soziales Wien eine neuartige Wohnform für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen. Der Garconnierenverbund „Ilse-Buck-Straße“, der insgesamt zwölf Smart-Wohnungen umfasst, ermöglicht den Kund*innen im teilbetreuten Wohnsetting ihren Alltag eigenständig zu gestalten. Das inklusive Umfeld der Seestadt Aspern unterstützt mit zahlreichen, nachbarschaftlichen Aktivitäten die Teilhabe am Gesellschaftsleben. Seit Anfang November ziehen laufend neue Kund*innen im neuen Garconnierenverbund ein.

Mehr Inklusion durch ein innovatives Wohnkonzept

Mit dem Garconnierenverbund „Ilse-Buck-Straße“ will HABIT in der Inklusion einen großen Schritt vorankommen. Ziel des Wohnprojekts ist es, dem Anspruch von Menschen mit Behinderung auf ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden gerecht zu werden. „Schwer mehrfach behinderte Menschen sind oft besonders gefährdet, ausgeschlossen zu werden, indem ihnen jegliche Wahl- und Entscheidungsfähigkeit abgesprochen wird. HABIT schlägt mit dem neuen Garconnierenverbund hier einen anderen, innovativen Weg ein“, so die HABIT-Geschäftsführer Andreas Kauba und Roland König. Für den neuen Garconnierenverbund wurden die etablierten Wohnkonzepte evaluiert und weiterentwickelt, mit dem Ziel, die Möglichkeiten der Mitbestimmung auszubauen. Das beginnt bereits bei der Einrichtung der eigenen Wohnung und reicht über die selbstbestimmte Gestaltung des Alltags und die Mitsprache bei Betreuungsleistungen. Erstmals mieten die Kund*innen ihre Wohnungen im Garconnierenverbund direkt vom Bauträger an. „Alleine dadurch, werden unsere Kund*innen ermächtigt, sich zum ersten Mal in ihrem Leben als Mieter*in zu verstehen. Der Statuswechsel gibt ihnen ein neues Gefühl, über ihr Leben selbst entscheiden zu können“, weiß die Leiterin des Garconnierenverbunds Darija Sticker zu berichten.

Die hellen Wohneinheiten sind sehr geräumig und verfügen zum Teil über eine eigene Küchenzeile und Loggia. Viele Mieter*innen erwarten sich von der neuen Wohnform vor allem mehr Bewegungsfreiheit und Privatsphäre. So auch Leopold Roth, der kürzlich im Garconnierenverbund eingezogen ist: „In der Wohngemeinschaft, in der ich bisher gewohnt habe, war es oft sehr laut. Ich hoffe, dass ich in meiner neuen Wohnung im Garconnierenverbund mehr Ruhe habe. Außerdem wünsche ich mir, öfter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren zu können.“ Alle Wohneinheiten sind mit technischen Assistenz-Systemen ausgestattet. Automatische Türen und unterschiedliche Hilferufsysteme wie zum Beispiel Sensormatten oder Akustikmelder ermöglichen ein autonomes Leben. Gemeinschaftsräume und die Einbettung in den Verbund verstärken die soziale Vernetzung. Aktivitäten in der unmittelbaren Nachbarschaft eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur inklusiven Teilhabe. Für die individuelle Betreuung im Garconnierenverbund sorgt das multiprofessionelle Team von HABIT.

Den ersten Garconnierenverbund errichtete HABIT 2018 in der Triester Straße. Zusätzlich betreibt HABIT in der Seestadt seit 2019 im Auftrag der Wiener Kinder- und Jugendhilfe eine Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen.

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