Die Digitalisierung ist oft eine Frage der Infrastruktur: Der 4. Study Visit des Projekts DigiBEST zeigt, wie der Ausbau auch am Land klappen kann

Die Digitalisierung ist für viele Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung. Vor allem Klein- und Mikrobetriebe können aufgrund fehlender finanzieller Mittel nur schwer mit großen Unternehmen mithalten. Diese Lage spitzt sich in sehr ländlichen Gebieten zusätzlich zu. Hier fehlt es oft an der notwendigen Infrastruktur, etwa in Form von High-Speed-Internet-Anschlüssen. Wie man sich diesen Herausforderungen stellen kann und welche Beispiele besonders gut funktionieren, wurde im Rahmen des 4. Study Visit in Norwegen thematisiert. Der Event wurde online abgehalten.

Business Gardens und Inkubatoren als Motor für Digitalisierung

Der Fokus des Study Visit lag vor allem darauf, wie man für Unternehmen eine digitale, technische und organisatorische Infrastruktur und Umgebung schaffen kann. In Norwegen wird dies etwa über sogenannte Business Gardens geschaffen. Diese Inkubatoren stellen den Unternehmen die passende digitale Umgebung und die richtigen Tools zur Verfügung.

Für diese Business Gardens und Inkubations-Zentren gibt es etwa in Norwegen eine landesweite öffentlich-private Kooperation in Form eines Förderungsmodell. Mit diesem Programm können Gemeinden Klein- und Mikrounternehmen mittels einer Finanzierung unterstützen. Die Kooperation umfasst bereits 40 Business Gardens und 35 Inkubatoren in ganz Norwegen und hat somit für Unternehmen ein Ökosystem geschaffen, das Vernetzung auf wirtschaftlicher, sozialer und akademischer Ebene ermöglicht.

Ein weiterer Schwerpunkt des Study Visit waren eine Vorstellung des Projekts Industry 4.0 Trøndelag, welches sich mit der digitalen Transformation der Region Trøndelag beschäftigt. Bei diesem regionalen Programm sollen Klein- und Mikrounternehmen die Grundlagen der digitalen Transformation mithilfe von digitalen Tools erlernen. So sollen sie ihr Unternehmen weiter entwickeln, um am stetig wachsenden Markt mithalten zu können. Vor allem in ländlichen Gebieten ist es eine Herausforderung, Unternehmen zu erreichen und mit den notwendigen Ressourcen auszustatten. Somit werden auch hier Business Gardens und Inkubatoren eingesetzt, um Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation zu unterstützen.

Netzwerkausbau in abgelegenen Gebieten

Vor allem in sehr schwer erreichbaren Gebieten in Norwegen, zum Beispiel in Trøndelag Fylkeskommune, ist die Versorgung von High-Speed Internet und Handymasten oft eine große Herausforderung. Um diese zu verbessern wurden Programme (z.B. „digital restaurant wink“) ins Leben gerufen, welche sich durch die gute Kooperation zwischen Unternehmen, Gemeinden, Bezirken und Telekommunikationsunternehmen auszeichnen. Hier sind Finanzierungsmöglichkeiten besonders wichtig, um Unternehmen eine stabile Internetverbindung zu gewährleisten.

Zusätzliche Impulse für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es nicht zuletzt durch eine Paneldiskussion, unter anderem mit einem Beitrag von Mari Wøyen Meijer zum Thema digitaler Transformation in Skandinavien und auf dem Balkan.

Study Visit als wichtiger Bestandteil des EU-Programms

Der Study Visit ist ein wichtiger Bestandteil des EU-Programms DigiBEST, um Unternehmen den Blick über die Grenzen in andere europäische Märkte zu ermöglichen. Der Study Visit in Norwegen hat sich vorrangig an Policy Maker und Intermediäre Business Organisationen gerichtet, um ein Beispiel darüber zu geben, wie man Digitalisierung vor allem in regionalen Gebieten vorantreiben kann.

Das übergeordnete Ziel des Projekts DigiBEST ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU in vorrangig ländlichen Gebieten Europas durch die digitale Transformation. Gemeinsam soll an Lösungen gearbeitet werden, um fortschrittliche Technologien und neue innovative Geschäftsmodelle zu fördern und somit zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum der europäischen Regionen beizutragen.

Mehr zum genannten EU-Projekt unter: https://www.interregeurope.eu/digibest/

austria wirtschaftsservice (aws):

Die aws ist österreichischer Projektpartner von DigiBEST und nimmt auch bereits seit 2006 erfolgreich sowohl als Partner als auch als Projektleiter an EU-Projekten teil. Thematisch sind diese vorrangig im Bereich Innovation, Digitalisierung, Kreativwirtschaft und Transdisziplinarität angeordnet. Mehr zum Thema „aws in EU-Projekten“ unter: https://www.aws.at/aws-in-eu-projekten/

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