Hohe Bekanntheit und Nutzung der heimischen E-Government Services bringen Österreich erneut auf den 1. Platz in aktueller E-Government Studie zu Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Der eGovernment Monitor untersucht jährlich die E-Government Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeichnet ein umfassendes Bild zur Nutzung und Akzeptanz digitaler Verwaltungsangebote. Die diesjährige Untersuchung belegt für Österreich erneut Spitzenwerte sowie einen deutlichen Vorsprung bei Bekanntheit und Nutzung von E-Government Angeboten im Vergleich mit unseren Nachbarn. „Die Zahlen sprechen für sich: Österreich liegt bei der digitalen Verwaltung in klarer Top-Position. Wir liegen weiterhin an der Spitze der DACH-Region. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz wird das elektronische Amt bei uns häufiger genutzt und ist bekannter. Unsere Digitalisierungspolitik steht für Bürgernähe und Service“, hielt Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck bei der Präsentation des Monitors in Berlin fest.

Spürbarer Digitalisierungsschub während Corona

„Staat und Verwaltung mithilfe der Digitalisierung modern aufzustellen, ist ein Kraftakt. Die Studie eGovernment MONITOR erlaubt es uns, die Fortschritte in der digitalen Verwaltung einzuordnen und aktuelle Aufgaben abzulesen. Aktuell beobachten wir, dass die Ansprüche der Bürger*innen deutlich wachsen – auch wegen eines spürbaren Digitalisierungsschubs während Corona. Umso wichtiger wird es jetzt, die Nutzer/innen bei der Weiterentwicklung von Verwaltungsleistungen ins Zentrum zu Rücken und stetig zu messen, ob die Projekte bei den Nutzenden zur Wirkung führen“, so Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin von D21. Konkret punktet Österreich im eGovernment Monitor hinsichtlich der Bekanntheit und Nutzung der zentralen E-Government Portale mit dem One-Stop E-Government Portal oesterreich.gv.at für Bürgerinnen und Bürger und hält im Ländervergleich mit 83 Prozent Platz 1 vor der Schweiz mit 59 Prozent und Deutschland mit 33 Prozent.

Die Verwaltung muss mit den Trends gehen

Auch im Untersuchungsfeld der gesamten „Nutzung von E-Government Angeboten“ erzielt Österreich mit 76 Prozent (+ 4 Prozent) wie im Vorjahr Platz 1 und kann den Abstand zu den Vergleichsländern Schweiz mit 60 Prozent und Deutschland mit 52 Prozent weiter ausbauen. „Die Verwaltung muss mit den Trends gehen. Die Marktdurchdringung von Smartphones beträgt 94 Prozent. Die Generation Tiktok steht in den Startlöchern. Daher entwickeln wir das E-Government kontinuierlich zum M-Government weiter. Das Amt ist somit für alle nur einen Swipe auf dem Smartphone entfernt“, so Schramböck. In der Kategorie „Zufriedenheit mit kommunalen Online-Services“ liegt Österreich im Hinblick auf die Zuverlässigkeit und Bedienungsfreundlichkeit gleichauf mit der Schweiz mit jeweils 66 Prozent vor Deutschland mit 47 Prozent.

Starker Zuwachs im Bereich Online-Terminvereinbarung und digitaler Kommunikation

Insgesamt zeigte die Studie, dass die aktuelle Corona-Pandemie einen deutlichen Digitalisierungsschub bewirkte, der in allen drei Ländern zu einem raschen Ausbau der elektronischen Verwaltungsservices beiträgt. Und die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die digitalen Alternativen angenommen werden: Bereits 80 Prozent der Österreicher*innen suchen online nach Informationen, Zuständigkeiten und Öffnungszeiten von Verwaltungsangeboten. Die stärksten Zuwächse gibt es in den Bereichen Online-Terminvereinbarung mit einem Sprung um 7 Prozent auf 52 Prozent und in der digitalen Kommunikation mit der Behörde mit einem Plus von 4 Prozent auf 54 Prozent. Die Online-Vereinbarung von Amtsterminen wird als zweitbeste Errungenschaft der Pandemie gesehen.

Darüber hinaus erachten die Befragten vor allem den Ausbau der Online-Einkaufsmöglichkeiten, den Dokumentenaustausch mit Behörden, (freiwilliges) Home-Office und digitale Anwendungen zur Zusammenarbeit mit Kolleg/innen (Zoom, Teams etc.) als „positive“ Begleiterscheinungen der Pandemie.

Hintergrund zum eGovernment Monitor

Seit 2011 beleuchtet die Untersuchung jährlich die aktuelle E-Government-Situation in Deutschland. Seit 2012 werden Österreich und die Schweiz als Vergleichsländer herangezogen. Dabei werden Interviews und Analysen zu Bekanntheit, Nutzung, Zufriedenheit, Nutzungsbarrieren und der Identifikation im Zusammenhang mit digitalen Behördengängen durchgeführt: In Österreich und der Schweiz wurden wie im Vorjahr circa 1.000 Personen befragt, in Deutschland 7.851 (circa 500 je Bundesland), um erstmals eine Detailbetrachtung der E-Government Situation in den einzelnen Bundesländern zu ermöglichen. Grundgesamtheit sind Personen in Privathaushalten in den drei untersuchten Ländern ab 18 Jahren, die das Internet privat nutzen. Die Erhebung erfolgte mittels Online-Befragung. Zielgruppe der Studie sind Fachpublikum und Entscheider/innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Link zum aktuellen eGovernment Monitor

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