Die ÖAMTC-Flugrettung arbeitet im vollem Einsatz. In den vergangenen  zwei Wochen gab es mehr als 345 Einsätze. „Diese Zahl zeigt deutlich, dass ein funktionierendes Flugrettungssystem auch in Ausnahmezeiten eine wesentliche Säule der medizinischen Notfallversorgung in Österreich ist“, stellt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung fest.

Auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen, in denen das öffentlichen Leben fast still steht, kommt es weiterhin zu medizinischen Notfällen. „Daher sind alle unsere 16 Notarzthubschrauber in Vollbetrieb“, so Kraxner. Obwohl das Einsatzgeschehen in Summe ein wenig zurückgegangen ist, starteten die gelben Helikopter seit dem 14. März immerhin zu 345 Einsätzen, 40 davon in den Quarantänegebieten.

„Bei jedem Einsatz steht natürlich der Schutz der Mannschaft an oberster Stelle“, unterstreicht der Geschäftsführer, der selbst am Christophorus 2 Dienste hatte. „Für Einsätze in Quarantänegebieten oder bei Verdachtsfällen ist die Crew mit Einweghandschuhen, Atemschutzmasken und Schutzanzügen ausgerüstet. Auch wenn man versucht Abstand zu halten, geht es natürlich immer darum, den Patienten bestmöglich zu helfen.“

Eine medizinische Notfallversorgung funktioniert nur, wenn alle am gleichen Strang ziehen. „Gerade die vergangenen Tage haben deutlich gezeigt, dass Lebensrettung Teamarbeit ist“, unterstreicht Kraxner. „Ganz gleich, ob im bodengebundenen Rettungsdienst, in den Leitstellen oder in den Krankenhäusern – alle leisten mit dem Ziel, Menschen zu helfen, hervorragende Arbeit.“

Eine erste Zahlenanalyse zeigte, dass es vermehrt zu Unfällen im Haushalt kam. Als einsatzstärkstes Bundesland weist die Statistik Niederösterreich mit 93 Flugrettungseinsätzen aus, gefolgt von Oberösterreich (63 Einsätze), der Steiermark (48), Tirol (40) und Kärnten (29).

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