Die Ergebnisse der ersten alpenweiten Erhebung zu Coworkation und Coworking: 90% der Arbeitnehmer:innen und 86% der Unternehmen würden den Alpenraum als Zieldestination für Coworkation auswählen. Doch was bedeutet Coworkation genau und welche zukunftsfähigen Konzepte lassen sich im Hinblick auf New Work abzeichnen?

Coworkation – die Kombination aus Coworking und Vacation – ist ein zukunftsfähiges New Work Konzept für die Wirtschaft des gesamten Alpenraumes. Diese Daten gehen aus der ersten alpenweiten Studie zum Potenzial für Coworkationhervor, die im Auftrag des Vereins CoworkationALPS durchgeführt wurde. Die bisherigen Erfahrungen der Befragten mit der Kombination aus Urlaub und gemeinsamem Arbeiten sind überwiegend positiv.

Im gesamten Alpenraum – vor allem in Norditalien – ist die Bekanntheit und Bereitschaft für Coworkation groß. Die Hauptmotive der Berufstätigen sind in erster Linie Austausch und Inspiration, sowie das Ausbrechen aus dem Alltag und eine Steigerung der Motivation. Voraussetzung für das Angebot von Coworkation sind aus Unternehmensperspektive verschiedene Aspekte: Eine passende technische Infrastruktur vor Ort mit zuverlässiger Internetanbindung, die arbeitsrechtliche Absicherung und die klare Absprache zwischen Arbeitgeber:innen und Mitarbeitenden. Einer Verbindung von klassischen Geschäftsreisen und MICEAngeboten mit einer Coworkation stehen die Unternehmen grundsätzlich offen gegenüber, mehr als 80 Prozent können sich die Verknüpfung vorstellen. Bei den befragten Arbeitnehmer:innen sind es je nach Bereich zwischen 78% und 83%. Um das volle Potenzial zu aktivieren, bedarf es noch mehr Aufklärungsarbeit bei den Mitarbeiter:innen, sowie bei den Führungspersonen – besonders hinsichtlich der (arbeits-)rechtlichen Absicherung von Coworkations.

Beim CoworkationALPS Forum, am 17. März in Neustift im Stubaital, wurde die Studie erstmals vorgestellt und im Rahmen eines Expert-Talks mit Vertreter:innen der Tourismusbranche und der Regionalentwicklung diskutiert. Die Veranstaltung fand in der alten Schule von Neustift statt, die nach zwei Jahren Leerstand vor kurzem wieder eröffnet wurde und der Bevölkerung zur vielfältigen Nutzung zur Verfügung steht.

Coworkation bietet neben Abwechslung im Arbeitsalltag und der Integration von New Work auch eine Perspektive für ländliche Regionen. So können leerstehende Gebäude effizient genutzt werden und Tourismusbetriebe ihre Räumlichkeiten auch in der Nebensaison anbieten. Der Verein CoworkationALPS dient dabei als Plattform zur Vernetzung von Anbietern, Unternehmen und Arbeitnehmer:innen.

Studiennhintergründe

Die Studie ist die erste alpenweite Erhebung zu Potentialen von Coworkation. Sie wurde von der Tourismusmarketingagentur Saint Elmo’s und des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) im Auftrag des Vereins CoworkationALPS e.V. durchgeführt. Im Zeitraum von Mitte November bis Anfang Dezember 2021 wurde eine Online-Panel-Befragung in der deutschsprachigen Bevölkerung und in deutschsprachigen Unternehmen im DACH-Raum + Norditalien durchgeführt. Es wurden 2.728 Berufstätige, deren Arbeit nicht ortsgebunden ist, befragt. Das entspricht etwa 92% aller Berufstätigen der Zielgruppe. 676 Unternehmen, deren Arbeitnehmer ortsunabhängig arbeiten können, wurden ebenso befragt. Das Ziel der Studie war es die Arbeitssituation, die Erfahrung mit Coworking und Coworkation und das Potential für den Alpenraum dafür zu ermitteln. Zudem wurde die Wirkungsfähigkeit für MICE-Angebote ergründet.
Weitere Partner der Studie sind die Standortagentur Tirol, Tirol Werbung, SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH, IDM Südtirol, Allgäu GmbH und Tourismus Oberbayern München e.V.

Über CoworkationALPS

Der Verein CoworkationALPS ist Ansprechpartner, Experte, Kommunikationsplattform, Berater und Vermittler zum Thema Coworkation im Alpenraum. Mitglieder sind Tourismusakteure, Hosts, Regionen, Gemeinden und Verbände. Dieses Interreg-Projekt ist mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Projektgebiet Österreich-Bayern kofinanziert.

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