Heiß umstritten, in Österreich senkt man sie wieder und in Deutschland will man keine – ja die Rede ist von Tempolimits auf Autobahnen.

Die neue Umwelt- und Verkehrsministerin, Leonore Gewessler, kündigt im Interview mit der Tageszeitung Österreich an, den Tempo-140-Testbetrieb auf der Autobahn einzustellen. Gewessler dazu: „Die Verordnung ist schon in Arbeit.“ Die Ministerin weiter: „Das wird in den nächsten Wochen sein. Wir haben beim Klimaschutz so große Aufgaben, dass es wichtig ist, dass man auch in einzelnen Bereichen nicht in die falsche Richtung läuft. Die 140 waren leider die falsche Richtung, deswegen ist das eines der Themen, die wir rasch angehen.“

Doch bedeuten höhere Tempolimits auch gleich mehr Umweltverschmutzung?
Ja, das zeigen auch die Zahlen vom Umweltbundesamt, die sagen, dass bei einer Geschwindigkeitserhöhung von 130 km/h auf 140 km/h über 16 % mehr Schadstoffe (NOx), über 18 % mehr Feinstaubemissionen (PM10) und über 10 % mehr CO2 Emissionen in die Luft geblasen werden.
Mit 100 km/h könnte man im Vergleich zu 130 km/h sogar den Ausstoß von NOx um 20 % reduzieren. Mit einem Tempolimit von 100 km/h auf Österreichs Autobahnen könnte man somit pro Jahr 450.000 Tonnen Treibhausgas einsparen.

Wie diese Grafik vom VCÖ zeigt, geht es beim Tempolimit klarerweise auch um Sicherheit.
So verlängert sich der Bremsweg bei einer Steigerung der Geschwindigkeit um 10 km/h, von 130 auf 140, massiv. Nach 113 Metern Bremsweg hat man bei Tempo 140 noch eine Geschwindigkeit von 56 km/h. Das verdeutlicht auch, wie schwer es ist den Bremsweg bei hohen Geschwindigkeiten einzuschätzen.
Obwohl man in Deutschland daran festhalten will kein Tempolimit einzuführen, und beispielsweise die CDU eine Petition gegen Tempolimits gestartet hat werden auch Gegenstimmen immer lauter.
So schlägt das deutsche Umweltbundesamt ein generelles Tempolimit von 120 km/h vor. Denn damit könnte man in Deutschland über 3 Millionen Tonnen CO2 einsparen. „Freie Fahrt für freie Bürger“ oder „Bremsen für den Klimaschutz?“ Zeichnet sich selbst im Autoland Deutschland ein Paradigmenwechsel ab?

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