Green-Events erleben gerade einen trendgerechten Aufschwung: weltweit wurde das erste Windrad-Festival als Best-Practice Beispiel eines virtuellen Green Events ausgezeichnet. Daneben setzt sich die Initiative Green Events Austria Netzwerk für die regionale Verbreitung von nachhaltigen Veranstaltungen in Österreich ein.

Als eines von drei Best-Practice Beispielen wurde soeben das weltweit erste Windrad-Festival von der Green Events Initiative des Klimaministeriums und der Stadt Wien ausgezeichnet. „Ich freue mich sehr, dass unser spannendes Projekt ausgezeichnet wurde. Das soll eine Motivation für zukünftige Veranstaltungen sein, konventionelle Konzepte zu überdenken und sich auf Neues einzulassen. Nicht zuletzt „Corona sei Dank“ fordern spezielle Gegebenheiten besondere Maßnahmen. Durch die Digitalisierung wurde eine Entkoppelung von Anfahrtswegen ermöglicht und bot in unserem Fall sozusagen einen Umweltschutz-Booster“ berichtet Lukas Pawek, Initiator des Festivals. Die Organisation von Events hinzu der Integration von Green-Elementen erlebt gerade einen regelrechten Aufschwung. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie wurden innovative Ansätze gefunden, um Events trotz organisatorischer Hürden zu veranstalten. Auch die Event-Branche benötigt ein Umdenken, um unser Miteinander lebenswerter zu gestalten.

Erfolgsstory „g’scheit feiern“ aus der Steiermark

Das Green Events Austria Netzwerk hat einige Initiativen ins Leben gerufen und setzt sich für die regionale Verbreitung von nachhaltigen Veranstaltungen in Österreich ein. Das Green Events Austria Netzwerk ist eine bundesweite Plattform, die sich für eine regionale Verbreitung von nachhaltigen Veranstaltungen in ganz Österreich einsetzt. Die Erfolgstory von „g’scheit feiern“ aus der Steiermark ermutigte auch andere Bundesländer regionale Initiativen zu starten, um Veranstalterinnen und Veranstaltern bei der Green Event Planung zu unterstützen und zu beraten. Das Netzwerk “Green Events Austria” wurde bereits 2008 bei der zweiten internationalen „Green Events Austria“-Konferenz in Linz ins Leben gerufen, um die regionalen Initiativen zu vernetzen und Synergien zu schaffen.

Vorzeigebeispiel für Green Events

Vom Frühjahr bis zum Sommer fanden heuer Aufzeichnungen von insgesamt neun Künstler*innen für das weltweit erste Windrad-Festival statt. Die Ausstrahlungen erreichten bereits über 700.000 Views. Die Besonderheit: Erstmals legten DJs und Musiker*innen vor, in und auf einem Windrad auf, die direkt vom angeschlossenen Windpark gespeist wurden. Mit zahlreichen ökologischen Maßnahmen, wie beispielsweise umweltfreundlichen Toiletten, regionalem Essen und Fahrgemeinschaften oder, soweit möglich, einer Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kombination mit Streaming statt Präsenz, konnten tausende Autofahrten und somit viel klimaschädliches CO2 vermieden werden. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und bedanken uns herzlich bei der Jury dafür. Es ist ein weiterer Ansporn, unsere ökologisch motivierten Events mit der umweltfreundlichen und sauberen Windkraft zu kombinieren“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Jedes Bundesland entwickelte eigene Green-Event Strategie

Die Entwicklung eines gemeinsamen, bundesweiten Verständnisses über Ziele, Strategien und Schwerpunkte einer nachhaltigen österreichischen Veranstaltungskultur und Eventbranche führte zu gemeinsamen Standards entlang der acht Green Events Themenfelder, die sich künftig in allen regionalen Programmen und im Umweltzeichen für „Green Events“ wiederspiegeln. Eine Zielsetzung des Netzwerks ist die Förderung der nachhaltigen Ausrichtung von Veranstaltungen im Wirkungsbereich der öffentlichen Hand. Zudem erarbeitete die Initiative des Green Events Austria Netzwerk weitere Zielsetzungen aus, wie der Aufbau von strategischen, regionalen Partnerschaften und das Starten gemeinsamer Pilotprojekte. Jedes Bundesland erarbeitete eine eigene Strategie, beispielsweise das Burgenland mit „A sauberes Festl“ bis hin nach Vorarlberg mit „Ghörig feschta.“

Finale des Windrad-Festivals

Für alle, die die Streams der ersten Acts verpasst haben und jene, die neugierig geworden sind, gibt es am 9. Dezember die Möglichkeit, an der Premiere der finalen Aufzeichnung des Windrad-Festivals online teilzunehmen. Der große Abschluss des Windrad-Festivals wird am 9. Dezember 2021 um 18 Uhr – coronakonform – online stattfinden. Die musikalischen Acts der international bekannten Künstlerinnen und Künstler „Max the Sax“ und „MÖWE“ konnten in der vierten Aufzeichnung ihre Sets sogar direkt auf der Gondel aufnehmen. Die Performance fand bei laufendem Betrieb auf einem Windrad im Weinviertel statt. „Ganz besonders möchte ich unseren Partnern danken, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre“, so Lukas Pawek, Leiter des Windrad-Festivals.

(bes)

Alle Acts unter einem Link
Alle bisherigen Aufzeichnungen des weltweit ersten Windrad-Festivals können auf www.windrad-festival.at nachgesehen werden.
Bei all diesen Konzerten floss die geerntete Energie der Windräder direkt in die Mischpulte. Windpower-Beats vom Feinsten, betrieben mit sauberem Windstrom.

Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Online-Premiere der finalen Videos gibt es hier: www.windrad-festival.at

Partner des gesamten Windrad-Festivals:

Bühnen & Sponsoren: Wien Energie, ImWind, Windkraft Simonsfeld, Wicon, 8.2 Christof Flucher, DJSound Austria, ECOwind; Gefördert durch das Land NÖ.

Mitveranstalter: Coactivarts Videos: House of Bandits

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