Erstes Smart Grid-Projekt der ASFINAG erhielt bei Fachtagung der PV-Branche den Preis der Jury

Die ASFINAG setzt seit Jahren auf Ausbau und Einsatz von erneuerbarer Energie. Diese Tatsache wurde von einer Fachjury auch bei der zweitägigen Österreichischen Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung – veranstaltet von der Technologieplattform Photovoltaik und dem Bundesverband Photovoltaic Austria – gewürdigt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Projekt der ASFINAG in der Autobahnmeisterei Klagenfurt mit einem von zwei Jurypreisen als „bestes Forschungsprojekt“ ausgezeichnet. Den Preis konnten ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm und Rene List, Leiter der fachlich zuständigen Abteilung, entgegennehmen.

Die Anlage der ASFINAG am Standort Klagenfurt ist eine so genannte Smart Grid-Anlage. In der Fachsprache bezeichnet „Smart Grid“ ein Stromnetz, das aus untereinander vernetzten, kommunizierenden Teilnehmern besteht. Die Anlage besteht aus mehr als 1.100 Quadratmetern Photovoltaik sowie einer intelligenten Steuerung und einem Batteriespeicher. Die intelligente Steuerung kann in Sekundenbruchteilen entscheiden, woher der benötigte Strom bezogen oder wo er verbraucht wird – aus der PV-Anlage, dem Batteriespeicher oder im Fall geringer Sonnenstromproduktion aus dem öffentlichen Netz beziehungsweise dem Notstromaggregat, sollte auch das öffentliche Netz ausfallen und die Batterie bereits leer sein. Damit wird der gesamte Standort (die Autobahnmeisterei, die Verkehrsmanagementzentrale sowie auch die drei Ladestationen für ASFINAG-Elektrofahrzeuge) rund um die Uhr mit erneuerbarer Energie versorgt und ist auch für den Fall eines Blackouts gerüstet.

Die Module – Spitzenleistung etwa 200 kWp – erzeugen bei optimaler Sonneneinstrahlung den Strombedarf von etwa 30 Einfamilienhäusern. Die Einsparung von CO2 betrug im Jahr 2020 bereits 138.000 Kilogramm und wird künftig pro Jahr mehr als 160.000 Kilogramm betragen.

ASFINAG-Standorte als Vorzeigeobjekte

Die ASFINAG ist damit der erste Autobahnbetreiber in Europa, der ein derartiges Klimaschutz-Projekt umgesetzt hat. „Und dieses Projekt ist erst der Anfang“, versichert ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl. „Unser Ziel ist es, alle unsere Standorte zu Vorzeigeobjekten zu machen und jede Möglichkeit für die Erzeugung von erneuerbarer Energie zu nutzen.“

„Dieser Preis ist eine tolle Bestätigung für die aktive Umsetzung unserer Nachhaltigkeits-Strategie, in der der Ausbau von erneuerbarer Energie in Kombination mit intelligenten Energielösungen wie die Smart Grid-Anlage eine wesentliche Rolle spielen“, ist ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm erfreut.

Die ASFINAG errichtet zudem bekanntlich Photovoltaik-Anlagen auch entlang der Strecke sowie bei Autobahnmeistereien. Ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind diese vor allem auf den Portalen von Tunnel, wo der erzeugte Strom direkt verbraucht werden kann. Acht dieser Anlagen sind bereits in Betrieb (in Salzburg auf der A 1 Salzburg-Liefering, in Kärnten auf der A 10 Trebesing, Katschberg, Wolfsberg, auf der S 10 in Oberösterreich der Tunnel Manzenreith, auf der S 1 in Niederösterreich/Wien der Tunnel Rustenfeld sowie in der Steiermark auf der A 2 der Herzogbergtunnel und auf der A 9 Pyhrnautobahn bereits seit 2013 der Plabutschtunnel bei Graz).

Bei der Tagung waren mehr als 50 Speaker aus Österreich, Deutschland, Italien und Skandinavien eingeladen. Vorgestellt wurden zudem Innovationen aus Österreich und Europa, weitere wesentliche Themenbereiche waren das Zukunftspotenzial der Stromspeicher und der Batterieindustrie, Künstliche Intelligenz, ein Faktencheck zu den Themen Energiegemeinschaften und Wasserstoff und natürlich das Erneuerbaren Ausbau Gesetz.

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