Die wöchentliche wirtschaftliche Aktivität gemäß WWWI verbesserte sich in den Kalenderwochen 30 und 31 (26. Juli bis 8. August 2021) weiter.

Nach vorläufiger Berechnung lag das BIP um 1,2% bzw. 1,4% über dem Vorkrisenniveau, einer Durchschnittswoche im Jahr 2019 als fixe Referenzperiode. Im Vergleich zur selben Kalenderwoche im Vorjahr ist das BIP aktuell um 5,5% höher. Die Bestimmungsfaktoren des WWWI zeichnen ein einheitlicheres Bild als in den Vorwochen. Die Kreditkartenumsätze nahmen in Summe etwas zu. Sowohl die Gastronomie als auch das Beherbergungsgewerbe, der Einzelhandel und zuletzt auch das Veranstaltungswesen verzeichneten Anstiege der bargeldlosen Transaktionen gegenüber der Vorwoche. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nahm weiter markant zu und auch die Google-Mobilität stieg in der Kalenderwoche 31 wieder. Für die Industrie zeigt sich am aktuellen Rand eine weitere Verlangsamung der Dynamik, sowohl Stromverbrauch als auch Stickstoffdioxid-Emissionen sanken zuletzt. Auch die Transportindikatoren weisen eine schwächere Entwicklung auf, insbesondere die Lkw-Fahrleistung nahm sowohl in Deutschland als auch in Österreich in beiden Wochen gegenüber der Vorwoche etwas ab. Vom Arbeitsmarkt kommen für alle Branchen weiterhin großteils positive Signale. Die Arbeitslosigkeit wird nach wie vor abgebaut, wenngleich sich das Tempo der Verbesserung etwas verlangsamte. Zuletzt sank sie im Vorwochenvergleich wieder in allen Branchen außer dem produzierenden Bereich. Auch die Zahl offener Stellen steigt nun etwas gebremst, liegt jedoch auf äußerst hohem Niveau.

Mit dem Beginn der Feriensaison 2021 ab der Kalenderwoche 26 (Schulschluss in Ostösterreich am Freitag, dem 2. Juli) zeigte sich eine weitere Zunahme der privaten Konsumausgaben. In den Kalenderwochen 30 und 31 nahmen sowohl die Nachfrage nach Dienstleistungen – urlaubsbedingt vor allem im Bereich Gastronomie und Beherbergung – als auch jene nach Gebrauchsgütern im Einzelhandel zu. In der Folge dürfte das Konsumniveau vor der COVID-19-Krise erstmalig wieder erreicht worden sein und in der Kalenderwoche 31 bei +1,3% liegen. Sowohl die Reiseverkehrsexporte als auch die -importe legten am aktuellen Rand ferienbedingt weiter stark zu. Der BIP-Beitrag (netto) des Reiseverkehrs gegenüber der durchschnittlichen Referenzwoche 2019 ist ab der Kalenderwoche 31 wieder (leicht) positiv. Auch der BIP-Beitrag (netto) des Außenhandels mit Waren ist nach wie vor positiv, verringerte sich aber in den vergangenen Wochen etwas. In der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zeigen sich weiterhin Zuwächse. Der Bereich Gastronomie und Beherbergung erholt sich kräftig, in der Güterproduktion und Bauwirtschaft schwächt sich die Dynamik etwas ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der WWWI befindet sich in ständiger Bearbeitung; er wird laufend überprüft und nach Verfügbarkeit mit neuen und zusätzlichen wöchentlichen Datenreihen erweitert. Der WWWI ist keine offizielle Quartalsschätzung, Prognose o. Ä. des WIFO.

 

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