Trotz steigendem Wettbewerb im Logistikbereich ist der Hafen Wien weiter im Aufwind unterwegs. Ein Pfeiler dieses Erfolges ist, dass der Hafen Wien seit dem Jahr 2006 kontinuierlich zu einer der ganz großen europäischen Wirtschaftsdrehscheiben ausgebaut wird, um ihn nachhaltig für die Zukunft zu rüsten.

Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, ist eine bedeutende nationale und internationale Logistikdrehscheibe an der Donau. Rund sechs Millionen Tonnen werden hier pro Jahr umgeschlagen und mehr als 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche sowie anderer Wirtschaftszweige haben hier ihren Firmensitz. Im Jahr 2018 konnte die Hafen Wien-Gruppe einen Umsatz von 62,2 Mio. Euro erwirtschaften und seinen Gewinn um 14,9 Mio Euro steigern.

Langjährige, kontinuierliche Investitionen in Infrastruktur

Investiert wurde im Hafen Wien unter anderem in neue Umschlagseinrichtungen, eine neue Straßen- und Schieneninfrastruktur, den Containerterminal, die Landgewinnung, den Hochwasserschutz und neue Immobilienprojekte auf dem Areal wie zum Beispiel das HQ7. Aktuell laufen die Vorbereitungsarbeiten für das Hochwasserschutztor im Hafen Albern. Aber auch die Abläufe im operativen Geschäft werden konsequent optimiert, auch mit digitalen Systemen und durch Automatisierung. Darüber hinaus werden neue Akzente im Umwelt- und Klimaschutz gesetzt.

Sonnenstrom an der Donau

Seit April 2017 sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem riesigen Dach der Garage des Autoterminals im Hafen Wien für Sonnenstrom. Damit wird am Standort beinahe ein Viertel des gesamten Strombedarfs aus Sonnenenergie vor Ort gedeckt. Das entspricht einer jährlichen Erzeugung von 290.000 Kilowattstunden (kWh). Umgerechnet können mit dieser Menge 116 Wiener Haushalte ein ganzes Jahr mit Grünstrom versorgt werden. Das spart jährlich bis zu 100 Tonnen CO2. Die Arbeiten zu einer weiteren Photovoltaikanlage im HQ7 sind bereits abgeschlossen.

thinkport VIENNA – Innovatives Mobilitätslabor

Ebenfalls im Jahr 2017 wurde vom Hafen Wien in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) der thinkport VIENNA gestartet. Ziel des Mobilitätslabors ist, güterlogistische Innovationen in Wien zu entwickeln, zu testen und umzusetzen. Neben dem ersten Testlauf für autonomes Fahren wurden inzwischen auch Pilotprojekte wie HUBERT, die neue Logistikdienstleistung des Hafen Wien, umgesetzt. Dabei handelt es sich um eine zentrale Güterumschlagstelle, die eine nachhaltige und effiziente Versorgung von Geschäfts- und Gewerbebetrieben der Stadt ermöglicht indem Waren gebündelt und ressourcenschonend mit Elektrofahrzeugen zugestellt werden. Das Projekt wurde im Jahr 2019 sogar für den Staatspreis Mobilität nominiert.

© peter korrak 2015

WienCont – Vorreiterin bei Nachhaltigkeit

Die WienCont, das umschlagsstärkste trimodale Containerterminal und -depot Österreichs und Tochter des Hafen Wien, wird seit Anfang August 2018 mit 100 Prozent grüner Energie aus Wasserkraft versorgt. Die Energieversorgung des gesamten Terminals wurde auf Wasserkraft umgestellt. Mit diesem ersten Schritt in Richtung CO2-Neutralität ist die WienCont auf dem besten Weg, ein Musterbeispiel für erneuerbare Energien und Ressourcenschonung zu werden. Rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr können dadurch in Wien eingespart werden. Auch in Zukunft soll weiter evaluiert werden, wie und wie viele der derzeit am Standort produzierten, vorgelagerten Emissionen sowie zusätzlich vor Ort produzierten Treibhausgase neutralisiert werden können.

Neue Ölsperre zum Schutz der Umwelt

Zum Hafen Wien gehört auch der Ölhafen Lobau. Gerade der Umgang mit heiklen Rohstoffen wie Öl erfordert Professionalität und modernste Sicherheitsvorkehrungen. So wurde zum Schutz der Umwelt im Jahr 2019 eine neue Ölsperre installiert, die mittels Druckluft verhindert, dass im Falle eines Unfalls Öl in die Donau gelangt. Bei Gefahr perlt Luft aus der Druckluftleitung an die Wasseroberfläche und hält dort schwimmendes Öl bis zu dessen fachgerechter Entsorgung zurück.

Hafen Wien beweist: vollelektrische Langstreckengütertransporte möglich

Im September 2019 wurde im Hafen Wien auch die erste durchgehend elektrische Blumenlieferung von den Niederlanden nach Wien in Empfang genommen. Gemeinsam mit den PartnerInnen des Internationalen Wirtschaftsprogramms „Erfolgsformeln verbinden – nachhaltige Mobilität und Energie in Österreich und in den Niederlanden“, hat der Hafen Wien so den ersten wichtigen Schritt für die langfristige Umsetzung vollelektrischer Langstreckengütertransporte möglich gemacht. Der Weg für „Green Logistics“ wurde damit weiter geebnet.

© Wien Cont

CO2 sparen mit Bahn- und Schiffstransporten

Heute schlägt die WienCont im Hafen Wien mit drei Portalkränen und 15 Container-Staplern bis zu 400.000 Container jährlich um. Eine Vielzahl der Waren, die in Wien angeboten oder verarbeitet werden, kommen über den Hafen Wien nach Österreich: ob Rohstoffe, Düngemittel, Bau- bzw. Brennstoffe, Streusalz, Getreide oder PKWs. Bis zu 100 Zugverbindungen – unter anderem zwischen Hamburg, Rotterdam, Duisburg oder Koper – werden pro Woche am Standort abgewickelt. Hinzu kommen rund 1.200 Frachtschiffe, die pro Jahr abgefertigt werden.

Der Zug- und Schiffverkehr spielt auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle. Container, die sonst einzeln per LKW transportiert werden, können so gebündelt mit einer einzigen Zug- bzw. Schiffsverbindung transportiert werden, was wiederum CO2 einspart uns sich positiv auf die Umwelt auswirkt. So ersetzt ein einziges Schiff rund 280 LKWs.

Das Potential in diesem Bereich ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Durch seine optimale Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Bahn, LKW und die Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat fungiert der Hafen Wien auch in Zukunft als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege.

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