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Verkehr kann nur gemeinsam funktionieren

Jahrestagung der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG) in Innsbruck

Sowohl die Schaffung von grenzübergreifender Verkehrsinfrastruktur als auch die Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs kann nur in enger Zusammenarbeit und intensiver Abstimmung mit allen beteiligten Partnern realisiert werden.

Verkehrs- und Tourismusland im Alpenraum: Herausforderungen für den Verkehr

Im Hotel Grauer Bär in Innsbruck trafen sich am 12. April knapp 100 Verkehrsexperten aus Österreich, Deutschland und Italien im Rahmen der ÖVG-Jahrestagung. Unter dem Titel „Verkehrs- und Tourismusland im Alpenraum: Herausforderungen für den Verkehr“ referierten namhafte Vertreter dieser Branche, wie Konrad Bergmeister (Brennerbasistunnel), Klaus Schierhackl (ASFINAG), Alexander Jug (Verkehrs-Verbund-Tirol), Thomas Baumgartner (Fercam), Markus Mailer (Universität Innsbruck) sowie die Leiter des ÖBB-Fern- und Regionalverkehr Kurt Bauer und Klaus Garstenauer über die aktuellen Herausforderungen für den Verkehr in und durch Tirol.

 

Brennerkorridor als vorrangiges Europäisches Verkehrsprojekt

Der erste Themenblock widmete sich dem Brennerkorridor als vorrangiges Europäisches Verkehrsprojekt. Dank grenzübergreifender Betrachtungen und pointierten Referate, wurde rasch klar, dass die Wechselwirkungen in diesem komplexen System nur durch gute Kooperationen mit den beteiligten Nachbarländern kontrollierbar werden. Gerade beim größten Projekt in diesem Bereich, dem Brennerbasistunnel, müssen gemeinsame Normen gefunden und vereinbarte Zeitpläne, speziell bei der südlichen und nördlichen Zulaufstrecke,  unbedingt eingehalten werden, wie Prof. Bergmeister in seinen Ausführungen betonte.

Verlagerung der durch Tourismus verursachten Transporte

Im zweiten Block widmeten sich die Vortragenden und Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion vor allem dem ambitionierten Tiroler Ziel, noch mehr durch Tourismus verursachte Transporte auf den Öffentlichen Verkehr und hier speziell auf die Schiene zu verlagern. Die saisonalen Schwankungen sowie die Konzentration auf einzelne Wochentage sind hier genauso zu bewältigen wie die Schließung von Lücken in der Transportkette. Auch hier ist eine intensive Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg, so die einhellige Meinung der Diskutanten am Podium, Josef Burger (Bergbahn AG Kitzbühel), Marco Pernetta (Flughafen Innsbruck), Florian Phleps (Tirol Werbung) und Franz Sailer (Ötztaler Verkehrsgesellschaft).

 

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Helmut Lamprecht
Leiter der ÖVG-Landesstelle Tirol
T:  0664 1355656
E:  lamprecht.helmut@nulla1.net
W: www.oevg.at 


Die ÖVG
  wurde 1926 gegründet und steht allen am Verkehrsgeschehen Interessierten offen. Landesstellen bestehen in allen Bundesländern. Sie ist eine unabhängige Vereinigung von Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, und Praxis, die sich mit allen Belangen des Personen-, Güter- und Nachrichtenverkehrs sowie der Logistik befassen. Sie ist bestrebt, der Verkehrswirtschaft und der Verkehrspolitik wissenschaftliche Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen.