VCÖ-Mobilitätspreis Wien sucht Projekte und Konzepte für klimaverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport.

„Aufbruch in der Mobilität“ ist das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Wien, der heute von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, dem VCÖ und den ÖBB gestartet wurde. Die Coronakrise hat zahlreiche Entwicklungen und Mobilitätstrends beschleunigt, wie Videokonferenzen statt Geschäftsreisen, Homeoffice und die Zunahme des Radverkehrs. Zudem nimmt die E-Mobilität Fahrt auf. Angesichts der sich verschärfenden Klimakrise sind beim VCÖ-Mobilitätspreis Projekte und Konzepte gesucht, die zeigen, wie die Mobilität in Zukunft klimafreundlicher, gesünder und platzsparender sein kann.

„Gemeinsam wollen wir die umweltfreundliche Mobilität in unserer Klimamusterstadt weiter ausbauen, Corona hat gezeigt, dass die Wienerinnen und Wiener verstärkt aufs zu Fußgehen und auch aufs Rad setzen. Die klare Nr1. in Sachen Mobilität bleiben die Öffis, die wir weiter ausbauen. Ganz zentral sind für mich die Planungen für bundesländerüberschreitende Straßenbahnen, um den PKW-Pendlerverkehr zu reduzieren“, so Sima. Sie bedankt sich beim VCÖ für die Initiative des Mobilitätspreises, der alljährlich innovative und zukunftsträchtige Projekte hervorbringt.

Während in Wien im Vorjahr die Zahl der Diesel- und Benzin-Pkw um rund 5.100 abgenommen hat, ist die Zahl der E-Pkw um 2.400 gestiegen. Mittlerweile fahren rund 7.000 Pkw mit Wiener Kennzeichen ausschließlich mit Strom, in den kommenden Jahren wird sich die Zahl vervielfachen. „Die Veränderung hin zu emissionsfreien Antrieben ist nur einer von mehreren Transformationsprozessen im Verkehr. Auch die mit Muskelkraft betriebene aktive Mobilität, also Gehen und Radfahren, gewinnt stark an Bedeutung. Zudem werden Sharing-Angebote und neue Mobilitätsdienstleistungen künftig deutlich zulegen“, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf weitere Veränderungen hing.

Die Bedeutung des Autos hat für die Wiener Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren deutlich abgenommen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Während im Jahr 2011 rund 37 Prozent der Wienerinnen und Wiener über 15 Jahren nie ein Auto lenkten, waren es im Vor-Corona-Jahr 2019 bereits 41 Prozent. Insgesamt lenken 52 Prozent der Wienerinnen und Wiener über 15 Jahren nie oder nur sehr selten ein Auto. Bei einer repräsentativen Umfrage gaben im vergangenen Herbst 28 Prozent der Wienerinnen und Wiener an, während der Coronakrise weniger Auto zu fahren, nur 18 Prozent sagten, dass sie häufiger hinter dem Autolenkrad sitzen.

Zugelegt hat hingegen der Radverkehr. Im Vorjahr waren in Wien um zwölf Prozent mehr Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs als im Jahr 2019. In den ersten beiden Monaten des heurigen Jahres nahm der Radverkehr erneut zu, um rund acht Prozent, informiert der VCÖ. In nichtpandemischen Zeiten fahren sieben von zehn Wienerinnen und Wiener mehrmals die Woche mit Öffis, insgesamt nutzen 92 Prozent den Öffentlichen Verkehr.

Inklusive Gütertransporte war der Verkehr in Wien im Vorjahr für mehr als 2,5 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich. Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs rasch zu senken. Beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien sind Projekte und Konzepte gesucht, die schon heute zeigen, wie die zukünftige Mobilität und der Gütertransport klimaschonender, gesünder und platzsparender werden kann. „Als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs verstehen wir uns als ÖBB als Teil der nachhaltigen Mobilitätswende. Die ÖBB sind seit über 100 Jahren elektrisch unterwegs und damit der Pionier der klimaneutralen Elektromobilität mit der größten und stärksten E-Mobilität-Flotte. Unsere Züge fahren mit 100 Prozent grünem Bahnstrom und sparen so insgesamt rund 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr an CO2-Emissionen ein. Jetzt bauen wir mit ÖBB 360° – E-Autos, E-Scootern und (E)-Fahrrädern – unsere digitale und klimafreundliche Lösung für die erste und letzte Meile von und zum Bahnhof aus,“ sagt Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter Asset Management und strategische Planung der ÖBB-Infrastruktur AG.

Heuer gibt es beim VCÖ-Mobilitätspreis einen eigenen Schwerpunkt für klimaverträgliche Kinder- und Jugendmobilität. Projekte für Verkehrsberuhigung vor Schulen und Kindergärten können ebenso eingereicht werden, wie Maßnahmen von Bezirken, die die Bedingungen für das Gehen und Radfahren verbessern. Betriebe und Unternehmen können beispielsweise mit Projekten für betriebliches Mobilitätsmanagement oder für emissionsfreie Gütertransporte beim VCÖ-Mobilitätspreis mitmachen. Auch Wohnbauträger, Start-Ups, Fachhochschulen und Universitäten sind aufgerufen, innovative Projekte für eine zukunftsfähige Mobilität beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien einzureichen.

Das Gewinnerprojekt vom letzten Jahr:

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt und von der Gesiba unterstützt. Einreichunterlagen und Informationen unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97. Einreichfrist ist der 1. Juni 2021.

Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Wien werden von einer Fachjury bewertet und im September werden die am besten bewerteten Projekte von VCÖ, Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und den ÖBB ausgezeichnet.

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