Die Arbeiten im Karawankentunnel zwischen Rosenbach und Jesenice laufen auf Hoch-Touren. Dank österreichischem Bahnbau Know-how wird aus dem historischen Bauwerk des frühen 20. Jahrhunderts ein state-of-the-art Tunnel, der höchste technische Ansprüche erfüllt. Ab Mitte Juli 2021 sollen die Personen- und Güterverkehrszüge wieder rollen.

Seit Sept 2020 laufen die Arbeiten für die Modernisierung des Karawankentunnels, der Österreich und Slowenien verbindet. Im Zuge der planmäßig fortschreitenden Arbeiten, werden nun die Schienen im rund 8 Kilometer langen Tunnel neu verlegt. Für die Umsetzung dieser Arbeiten ist ein wahres Wunderwerk der Technik auf Schienen im Einsatz, der so genannte Schnellumbauzug (SUZ).

Spezial-Bauzug der Superlative

Der 500 Meter lange Schienenumbauzug SUZ 500 war von 29. April bis 5. Mai im Einsatz. Er hat sich von Norden nach Süden Richtung Jesenice vorgearbeitet und verlegte stolze 200 Meter Gleis pro Stunde neu, täglich waren es 1.620 Meter. Die rund 2.000 Tonnen schwere Maschine bewegt sich dabei im Schritttempo und verlegt das neue Gleis in die endgültige Position. Vereinfacht ausgedrückt, der SUZ arbeitet vor sich her: Schwellen und Schienen werden vom hinteren Ende des Zugs nach vorne befördert und vorne erfolgt die Montage und somit der der fertige Oberbau. 18 Mitarbeiter begleiten die Maschine beim Verlegen der Gleise.

Im Tunnel werden insgesamt rund 8.000 Meter Gleise verlegt, dazu kommen 80 Meter auf der freien Strecke bis zum Nordportal. Dabei werden insgesamt circa 13.500 Gleisschwellen verbaut und etwa 20.000 Tonnen Gleisschotter benötigt. Im Tunnel werden Holzschwellen verlegt, da sich diese besser an die Umgebung des bestehenden Tunnels anpassen.

Leistungsfähigkeit und Sicherheitsstandards werden erhöht

Mit diesem für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr besonders wichtigen Leuchtturmprojekt werden alle technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Kapazität auf der Verkehrsachse München-Salzburg-Ljubljana-Thessaloniki zu erhöhen. Es ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität und damit die Bedeutung für diese Achse zu erhöhen. Ganz wesentlich sind in diesem Zusammenhang auch die Modernisierung der Telekommunikations- und Sicherheitstechnologie, die auch in die Attraktivierung des Personen- und Güterverkehrs einzahlen.

Die kommenden Wochen stehen noch im Zeichen der Verlegung von zig-Metern Kabel und Leitungen. Somit folgt jetzt noch die Software, bis dann im Sommer die Züge wieder rollen.

Investitionen in Bahninfrastruktur in Kärnten

Wie Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding AG im Rahmen der diesjährigen Bilanz Pressekonferenz betont hat, leisten die ÖBB einen wichtigen Beitrag für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen – gerade jetzt. In der Finanzierungsperiode von 2021 bis 2026 stehen allein in Kärnten laut Rahmenplan der Bundesregierung rund 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. In diesem Jahr werden rund 408 Millionen Euro in die Kärntner Bahninfrastruktur investiert. Um den Karawankentunnel auf einen modernen Stand zu bringen, fließen von den ÖBB insgesamt rund 73 Millionen Euro in die Sanierung, insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 140 Millionen Euro (Co-Finanzierung mit Slowenien und der EU).

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