Größte Dach-Photovoltaikanlage Österreichs soll ein Viertel des Strombedarfs im Werk decken. Kooperation mit Energie Burgenland beinhaltet auch Fragen der Energiespeicherung.

„Wir werden 2035 CO₂-frei produzieren“ – mit einer ehrgeizigen Ansage hat Steyr-Automotive-Eigentümer Siegfried Wolf am Mittwoch bei der Präsentation einer Kooperation seines Unternehmens mit der Energie Burgenland aufhorchen lassen. Anlass der Veranstaltung: Die Steyr Automotive bekommt noch heuer die größte Dach-Photovoltaikanlage Österreichs. Sie soll rund ein Viertel des vom Werk benötigten Stroms selbst produzieren.

„Die Autoindustrie ist der Treiber von neuen Technologien und sie ist der Treiber der CO₂-Neutralität“, betonte Wolf. „Wenn wir es nicht schaffen, bis 2035 CO₂-frei zu produzieren, werden wir von wichtigen Auftraggebern nicht mehr berücksichtigt.“ Teil der Kooperation mit der Energie Burgenland soll auch eine „neue revolutionäre Energiespeicherung“ sein, kündigte er an. Dabei solle auf eine Technologie ohne seltene Erden und andere Rohstoffe gesetzt werden, mit dem Ziel, biologisch abbaubare Speichermedien zur Verfügung zu haben.

„Mehrere Millionen Euro“

Als ersten Schritt bekommt die Steyr Automotive – das Unternehmen ging aus dem von Wolf nach langem Hin und Her übernommenen MAN-Lkw-Werk in Steyr hervor – nun erst einmal die größte Dach-Photovoltaikanlage Österreichs. Sie soll rund ein Viertel des vom Werk benötigten Stroms selbst produzieren. Das Projekt, das Steyr Automotive – vertreten durch Eigentümer Wolf sowie Geschäftsführer Florian Mayrhofer – und Energie Burgenland-CEO Stephan Sharma am Mittwoch präsentierten, ist Teil einer Kooperation der beiden Unternehmen.

17.000 Paneele werden auf den Werksdächern montiert, sie sollen insgesamt eine Leistung von rund 7700 kWp (Kilowatt-Peak) produzieren. Das entspricht laut Unternehmensangaben dem Verbrauch von 2300 Haushalten und einer jährlichen Einsparung von rund 2880 Tonnen Kohlendioxid. Die Anlage, in die „mehrere Millionen Euro“ investiert werden, soll noch heuer in Betrieb gehen. Ein Teil der Kooperation betrifft auch die Belegschaft – zum einen sollen die Beschäftigten zu günstigen Konditionen privat eine Photovoltaikanlage bekommen können, zum anderen ist auch eine Mitarbeiterbeteiligung an der Firmen-PV-Anlage in Planung.

20.000 Elektrofahrzeuge als Ziel

Steyr Automotive wolle „ein Vorzeigewerk bei Elektrobussen, Elektro-Lkw und Wasserstofffahrzeugen sein“, sagte Mayrhofer, mehr als 20.000 Elektrofahrzeuge sollen hier in den kommenden Jahren vom Band rollen. Daher müsse man auch darüber nachdenken „unter welchen Bedingungen und mit welchen Ressourcen diese Produktion stattfindet“. Zudem mache man sich unabhängiger von der internationalen Strompreisentwicklung. Die Kooperation von Steyr Automotive und Energie Burgenland, nach eigenen Angaben der größte Anbieter für Wind- und Photovoltaik in Österreich, soll noch weitere Schritte umfassen, die man in den kommenden Monaten präsentieren will.

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