Verkehrssicherheit ist kein Luxus, sondern hat höchste Priorität. Auch nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten ein kontinuierlicher Abwärtstrend der Opferzahlen zu erkennen war, so kommt es nun augenscheinlich zur Stagnation. Besonders besorgniserregend: Die Zahl der getöteten Kinder ist von drei im Jahr 2018 auf 16 im Vorjahr gestiegen, so der VCÖ in einer aktuellen Aussendung. Das Austrian Institute of Technology widmet sich den Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen.

Forschung im Dienste der Verkehrssicherheit

Forschung und Innovation können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. Am AIT Center for Mobility Systems beschäftigen sich ForscherInnen intensiv mit der Frage, wie die Verkehrsinfrastruktur dazu beitragen kann, die Sicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen. So werden neue Analyse- und Simulationstools entwickelt, die in der Lage sind, Straßenzustandsdaten und Trassierungsparameter mit Unfalldaten zu kombinieren, um eine zuverlässige Risikobewertung für bestehende und geplante Straßen zu erstellen.  Mit diesen Daten werden Straßen virtuell und realistisch modelliert, sodass komplexe Beziehungen zwischen Straße und Fahrzeug simuliert und untersucht werden können.

 

Peter Saleh, Verkehrssicherheitsexperte am AIT Center for Mobility Systems: „Unser Anspruch ist es, Sicherheit objektiv messbar zu machen. Wir verfolgen einen präventiven Ansatz und wollen somit einen entscheidenden Beitrag leisten, Unfälle zu verhindern. Unser Ziel ist es, den Straßenerhaltern punktgenau jene Informationen zu liefern, die sie benötigen, um effizient, kostengünstig und nachhaltig Gefahrenstellen zu entschärfen.“

Mobility Observation Box

Die Mobility Observation Box: Schutzwege sicherer machen

 

Die AIT Mobility Observation Box wurde entwickelt, um mittels intelligenter, automatisierter Verkehrskonfliktanalysen gezielte Verbesserungsmaßnahmen im Straßenverkehr zu schaffen und dort ansetzen zu können, wo das Risiko für FußgängerInnen am höchsten ist.

 

Das Motorcycle Probe Vehicle („MoProVe“): Evaluierung von Motorradsicherheit

Das „MoProVe“ ( Titelbild) wurde entwickelt, um Ursachen für Motorradunfälle und die Interaktion Fahrbahn/Motorrad besser zu verstehen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien wurde eine straßenzugelassene KTM 1290 Super Adventure zu einem Hochleistungsmessfahrzeug umgebaut, wobei unter anderem ein Kamerasystem, Lenkwinkelsensoren, Beschleunigungsmesser, ein CAN-Bus-Lesegerät sowie ein dGPS- Ortungssystem verbaut wurden. Das MoProVe steht für verkehrssicherheitstechnische Prüfungen von Motorradstrecken zur Verfügung. Es ermöglicht eine Fahrdynamik-Analyse basierend auf dem jeweiligen Fahrverhalten und der Interaktion mit der Straßeninfrastruktur. Die Ergebnisse zeigen Straßenabschnitte, die besonders für Motorradfahrer riskant sind.

 

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