Vergangenes Jahr hat Prof. Reinhard Haas von der TU Wien seine jüngsten Ideen für ein nachhaltiges wasserstoffbasiertes Energiesystem auf einem Symposium für angewandte Energie, das vom MIT und Harvard University veranstaltet wird, vorgestellt.

Gemeinsam mit Forscherinnen Amela Ajanovic und Marlene Sayer legte er den Fokus auf nachhaltige Energiesysteme unter Beachtung von Energieeffizienz, Energie-Policy, Energiemodellierung und Szenarienentwicklung. Dabei stellten sich vor allem folgende Fragen: Welche Rolle kann Wasserstoff als Energieträger spielen, um Treibstoffgase zu verringern, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und welche technischen und ökonomischen Ziele machen die Speicherung plausibel?

Die Suche nach Energieträgern und Speicherlösungen geht weiter

Trotz vieler Versuche konnte sich Wasserstoff bisher nicht als bedeutender Energieträger durchsetzen. Bei der Vorstellung der wichtigsten Verfahren zur Wasserstofferzeugung stellte Haas fest, dass von den drei Hauptverfahren (thermisch, elektrochemisch und biologisch) bis heute unter ökonomischen Gesichtspunkten sehr wenige kommerzielle Technologien verfügbar sind. Schaut man auf die Effizienz ist Leistung der Versorgungskette der Elektrifizierung, sowie der Methanisierung von Wasserstoff wegen der vielen Umwandlungsschritte eher gering.

Unter Berücksichtigung des Unterschieds zwischen Angebot und Nachfrage ist die Suche nach Speicherlösungen entscheidend zur Maximierung der Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffnutzung. Haas und Ajanovic prognostizieren bis 2050 ein deutliches Sinken der Produktionskosten und Preise.

Forschung und Weiterbildung als Schlüssel

Als Fazit machte Haas deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit zurzeit noch nicht gegeben ist. Die Umwandlungseffizienz ist mäßig und die Technologien sind noch nicht ausgereift genug. Dennoch sind Ajanovic, Sayer und Haas überzeugt, dass ein breites Portfolio und die Versorgung mit Wasserstoff notwendig sind, um die Reduktion an Treibhausgasen weiter zu senken. Es gilt deshalb künftig noch mehr in Forschung und Weiterbildung in diesem wichtigen Bereich zu investieren.

Mehr unter: newenergy.tuwien.ac.at

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