Die Salzburger Lokalbahn bekommt ab 2026 hochmoderne „Tram-Trains“, für die das Land ordentlich in die Tasche greift. Beim insgesamt vier Milliarden schweren deutsch-österreichischen Großprojekt sind noch fünf weitere Partner an Bord.

Insgesamt wurden bis zu 504 moderne Züge der Stadler AG mit Sitz in der Schweiz bestellt. 20 davon gehen ab 2026 nach Salzburg, mit Option auf weitere fünf. Der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte hat ein Gesamtvolumen von bis zu vier Mrd. Euro, wie Stadler am Montag mitteilte. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahren ausgelegten Instandhaltungsvertrag. Bestandteil des Vertrags ist eine feste Bestellmenge von 246 Fahrzeugen des Typ „Citylink“ mit einem Volumen von rund 1,7 Mrd. Euro. Darüber hinaus besteht die Option zur Bestellung weiterer 258 Fahrzeuge. Insgesamt könnten also bis zu 504 Fahrzeuge geliefert werden.

Langjährige Partnerschaft mit Projektkonsortium

Ausgeschrieben hatten den Vertrag sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich im Rahmen des „VDV-Tram-Train“. Mit dem Zuschlag beginnt laut Stadler eine langjährige Partnerschaft zwischen dem Projektkonsortium, bestehend aus den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), der Saarbahn Netz, Schiene Oberösterreich, dem Land Salzburg und dem Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und Stadler.

Langjährige Partnerschaft mit Projektkonsortium

Ausgeschrieben hatten den Vertrag sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich im Rahmen des „VDV-Tram-Train“. Mit dem Zuschlag beginnt laut Stadler eine langjährige Partnerschaft zwischen dem Projektkonsortium, bestehend aus den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), der Saarbahn Netz, Schiene Oberösterreich, dem Land Salzburg und dem Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und Stadler.

Vorgriff auf „S-Link“

Die Anschaffung der 37 Meter langen, klimatisierten und barrierefrei zugänglichen Züge ist auch ein erster Vorgriff auf die geplante Salzburger Stadtregionalbahn „S-Link“, die in einem ersten Schritt unterirdisch vom Hauptbahnhof bis zum Schloss Mirabell geführt werden soll. „Im vollständigen Ausbau bis Hallein sind jedoch über die Option hinaus weitere Garnituren notwendig“, sagte ein Sprecher von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) am Montag zur APA. Dank der gemeinsamen Bestellung spare man bis zu 1 Mio. Euro pro Fahrzeug.

Erste „Tram-Trains“ 2026 in Oberösterreich

In Oberösterreich werden die ersten 20 Fahrzeuge bis 2026 ausgeliefert. Sie sollen auf den oberösterreichischen Lokalbahnen zum Einsatz kommen. Die Option auf weitere 50 Tram-Trains stehe in Zusammenhang mit den aktuellen Planungen des Stadtregionalbahnsystems – der Durchbindung der Mühlkreisbahn in Linz und der Errichtung einer weiteren Stadtbahn von Linz nach Gallneukirchen/Pregarten, teilte das Land am Montag mit. Für die Beschaffung der ersten 20 Fahrzeuge werden rund 106 Mio. Euro aufgewendet. Die Ausschreibung umfasse auch einen auf bis zu 32 Jahre (Festbestellung 16 Jahre) angelegten Instandhaltungsvertrag mit dem Hersteller.

Mischform aus Zug und Straßenbahn

„Tram Trains“ oder Stadtbahnfahrzeuge sind eine Mischform aus Zug und Straßenbahn, die etwa die außer- und innerstädtisch unterschiedlich ausgeprägten Crashnormen erfüllen. Außerhalb der Stadt können Reisegeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erzielt werden.

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