Bereits seit 2011 stellt die Österreichische Post alle Sendungen innerhalb Österreichs CO2-neutral zu und war damit Vorreiter unter den Postgesellschaften. Das nächste Ziel ist eine CO2-freie Zustellung bis zum Jahr 2030.

Dieses Ziel wird in der steirischen Landeshauptstadt schon deutlich früher erreicht – bereits ab August 2021 wird die gesamte Postzustellung in Graz CO2-frei erfolgen. „Als Klimainnovationsstadt unterstützen wir natürlich auch innovative, klimaschonende und dabei praktikable Stadtlogistikkonzepte. In der Stadt der kurzen Wege wird in Zukunft emissionsfrei zugestellt. Hier setzen wir mit der Post neben Elektroantrieb auch auf sanfte Mobilität, also E-Lastenräder, statt Diesel-Transporter“, so Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister von Graz.

Erreicht wird die C02-freie Zustellung durch eine Erneuerung und Elektrifizierung des Fuhrparks der Post. Aktuell besteht der Fuhrpark der Briefzusteller in Graz aus 13 Fahrrädern, 26 E-Mopeds, 38 Klein-LKW (davon 21 E-Fahrzeuge) und 25 Transportern.

Unterstützt wird die Umstellung durch Förderungen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

„Als verantwortungsvolles Unternehmen integrieren wir seit vielen Jahren Klimaschutz in unser Kerngeschäft. Seit beinahe zehn Jahren stellen wir CO2-neutral zu, betreiben die größte E-Flotte des Landes, die laufend ausgebaut wird und beziehen ausschließlich Grünstrom aus Österreich. Nun gehen wir einen Schritt weiter und mit Graz wird erstmals in einer Großstadt gänzlich CO2-frei zugestellt“, so DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post.

„City Hub Graz“

Im Rahmen des Pilotprojekts „City Hub Graz“ wird ab Juni 2020 die Paketzustellung testweise in der Grazer Innenstadt mit E-Lastenrädern erfolgen. Die Pakete werden im Logistikzentrum Kalsdorf vorbeladen und dann an mehreren Plätzen zur Übernahme durch den Zusteller bereitstehen – verteilt über die Grazer Innenstadt. Durch diese „Rendezvous-Logistik“ müssen die Zusteller für die Aufnahme von neuen Sendungen nicht mehr an einen zentralen City Hub zurückfahren, sondern können die gesamte Zustelltour ohne Unterbrechung durchführen. Dabei kommt eine innovative Anhängerlösung mit flexiblen Modulen zum Einsatz, die den Ansatz der „Containerisierung“ der letzten Meile verfolgt. Das heißt, die Pakete werden in Behältern vorbeladen, in die Stadt transportiert und direkt daraus zugestellt. Das Pilotprojekt City Hub Graz ist auf drei Monate angesetzt.

Das Projekt setzt auf den Erkenntnissen des Tests „City Hub Wien“ auf. Hierbei wurden im vergangenen Jahr im 3. Bezirk Pakete von einem zentralen Umschlagplatz (City Hub) aus per E-Lastenrad zugestellt. Ein LKW brachte die Pakete konsolidiert in das City Hub, von wo aus die Zusteller direkt mit speziellen E-Lastenrädern losgestartet sind. Die Zustellung mit dem E-Lastenrad konnte eine komplette Tour mit dem Transporter ersetzen. Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert und im Rahmen des Programms – Logistikförderung – durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.

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