„Wenn es so weitergeht, sind wir bis 2050 so gut wie zugepflastert“, meint Franz Essl (Biologe an der Universität Wien).

In seiner kürzlich veröffentlichten Studie zum Flächenverbrauch in Österreich im Auftrag des Umweltbundesamtes, erscheint dass sonst so grüne Österreich doch nicht so grün. Laut den Ergebnissen werden pro Tag mehr als 13,5 Hektar an österreichischer Grünfläche verbaut, hauptsächlich ersetzt durch Wohnräume, Industrie und Verkehrsinfrastruktur. Dies führt dazu, dass der Flächenverbrauch sogar rascher steigt als die Anzahl der Bevölkerung pro Landesfläche.

„Natürlich ist Wohnraum ein Bedürfnis. Aber ein großer Prozentsatz der Flächenwidmung geht in Verkehrsflächen sowie Gewerbe- und Industriegebiete. Österreich hat pro Kopf die größte Einkaufszentrumsfläche in ganz Europa“, erklärt Essl.

Essl macht vor allem die „konzeptlose Raumplanung“ und fehlendes Recyclen der Flächen für diese Prozesse verantwortlich und forderte dringende Optimierung auch bei Wohnbauten statt „Zubetonierung“.

Christof Schremmer vom Österreichischen Institut für Raumplanung, untertsützt Essl und nennt die Pläne für eine Straßenbahn von Wien nach Niederösterreich, wie ihn die Wiener Stadträtin Ulli Sima vorgeschlagen hat, als positives Beispiel.

Auch Österreichs Hagelversicherung engagiert sich gegen die „Zubetonierung“ des Landes, da der Verlust von Grünflächen, die Wahrscheinlichkeit von Katastrophenschäden zum Beispiel gravierend erhöht.

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