Bis 2030 werden in 34 regionale Bahnhöfe 200 Mio. Euro investiert. Als Basis hierfür dienen die zuvor durchgeführten Studien zur Evaluierung und Attraktivierung des Nah- und Regionalverkehrs.  

Die Bahninfrastruktur im Bundesland Salzburg soll fit für eine klimafreundliche Zukunft werden. Mit zwei Grundsatzübereinkommen schaffen die ÖBB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Land Salzburg die Voraussetzungen, um den Salzburger Verkehr zukünftig verstärkt auf die Bahn verlagern zu können. In den Übereinkommen einigen sich die Projektpartner:innen einerseits auf die Finanzierung einer leistungsstarken Bahninfrastruktur und andererseits auf Lärmschutzsanierungen an Eisenbahnstrecken.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Österreich und so auch im Land Salzburg. Wir wollen mehr Verbindungsmöglichkeiten mit anderen klimafreundlichen Verkehrsmitteln und die Verknüpfung mit dem Rad- und Fußverkehr ausbauen. Dazu legen Investitionen in eine attraktive und starke Bahninfrastruktur die Basis. Wir haben ein richtungsweisendes, Maßnahmenbündel geschnürt, um den gesellschaftlichen modal shift hin zum Umweltverbund regional und lokal zu forcieren.“

„Neben einem günstigen Ticketangebot und guten Taktungen spielt vor allem der Komfort im öffentlichen Verkehr eine wesentliche Rolle für alle Fahrgäste. Wir investieren daher gemeinsam mit den ÖBB in die Weiterentwicklung eines klimafreundlichen Regional- und Nahverkehrsangebots, das vor allem den Bedürfnissen der Salzburgerinnen und Salzburger entsprechen soll. Die Bahnhöfe und Haltestellen sollen zukünftig zu multimodalen Schnittstellen mit einem erweiterten Mobilitätsangebot werden, welches den Pendlerinnen und Pendlern vor allem die Bewältigung der letzten Meile besser ermöglichen soll. Das wertet den Salzburger Verkehr insgesamt massiv auf und schafft zudem Wertschöpfung und Beschäftigung im Land“, betont Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Die vorgesehenen Baumaßnahmen der ÖBB in Salzburg. © ÖBB

„Mit dieser Salzburg-Infrastrukturoffensive bringen wir im gesamten Bundesland eine sichtbare Modernisierung in Gang. Mit unseren Investitionen machen wir das System Bahn bereit für den steigenden Mobilitätsbedarf der Salzburger. Das bringt nicht nur einen leistungsfähigeren, sondern auch einen klima- und kundenfreundlicheren Bahnbetrieb“, freut sich ÖBB-CEO Andreas Matthä. „Wir erleben eine Verkehrs- und Energiewende. Bahnfahren boomt. Für Baumaßnahmen zur Verbesserung der Bahninfrastruktur herrscht in Salzburg ein konstruktives Klima.“

Die Maßnahmen: 

Bahnhöfe zu multimodalen Knoten entwickeln 

Im Zentrum des Grundsatzübereinkommens für ÖBB-Infrastrukturmaßnahmen steht die etappenweise Modernisierung von Verkehrsstationen entlang der West-, Tauern-, Ennstal- und Inneralpinen Strecke. Die Gesamt-Investitionssumme dafür beträgt 200 Mio. Euro, zu denen das Land Salzburg Kostenzuschüsse von rd. 50 Mio. Euro leistet.

Konkret werden 34 regionale Bahnhöfe bis 2030 stark an Attraktivität gewinnen und noch kundenfreundlicher werden. Zu diesem Zweck werden etwa bei der Hälfte der Stationen Park & Ride-Anlagen neu- bzw. ausgebaut. Auch die Möglichkeit für Elektromobilität-Ladeinfrastruktur soll dabei vorgesehen werden. Durch gute Anbindungsmöglichkeiten mit anderen Öffis, zu Fuß, mit dem Rad oder einem möglichen Mikroverkehr, eignen die Bahnhöfe sich, um Fahrgästen künftig als multimodale Mobilitätsdrehscheiben zu dienen. Die Umsetzung der Projekte werden die ÖBB in enger Abstimmung mit dem Land Salzburg und den Standort- und Anrainergemeinden entwickeln.

„Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht und können die Ergebnisse maßgeschneidert für jeden Bahnhof bzw. jede Haltestelle umsetzen“, erläutert Matthä das Vorhaben. „Die geplanten Umbauten sind ein wichtiger Baustein für einen effizienten, pünktlichen und zuverlässigen Nahverkehr.“ Mit diesem Teil der Vereinbarung ist die Modernisierung eines überwiegenden Teiles der ÖBB-Infrastrukturanlagen in Salzburg abgedeckt. So sollen etwa Bahnsteige vieler Verkehrsstationen barrierefrei umgebaut und mit digitalen Fahrgastinfosystemen oder wettergeschützt ausgestattet werden.

Studien zur Attraktivierung des Nahverkehrsangebots  

Im Übereinkommen enthalten ist auch die gemeinsame Erstellung von Studien. Deren Ergebnisse sollen die Basis liefern, um infrastrukturelle Maßnahmenpakete – Streckenausbau und Bahnhöfe – punktgenau entwickeln zu können. Ziel ist die Anforderungen eines attraktiven Nah- und Regionalverkehrsangebots sowie zukünftiger Verkehrsdienste bestmöglich zu erfüllen.

Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen 

Auch die Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen im Bundesland Salzburg ist ein gemeinsames und wichtiges Anliegen. Angestrebt wird im Übereinkommen eine Reduzierung der Eisenbahnkreuzungen durch Auflassungen und Ersatzmaßnahmen diesbezüglich. In bewährter Weise erfolgt dies in einem kooperativen Prozess mit den betroffenen Gemeinden.

Reinvestition in den Schallschutz  

Im zweiten Grundsatzübereinkommen geht es um die Sanierungen von Lärmschutzwänden entlang von Eisenbahnstrecken: Der zu Beginn der 1990iger-Jahren errichtete Schallschutz ist in die Jahre gekommen und Erneuerungen stehen an. Im Übereinkommen sind die Grundsätze der Finanzierung geregelt, um den für eine gute Lebensqualität der Bevölkerung bestehenden Lärmschutz zu modernisieren. Dabei sollen langlebige Materialien zum Einsatz kommen.

Die ÖBB im Bundesland Salzburg 

Kund:innen der Bahn in Salzburg steht ein ökologisch nachhaltiges Angebot zur Verfügung. Das 249 Kilometer lange Streckennetz in Salzburg ist vollständig elektrifiziert und wird mit 100 % grünem Bahnstrom betrieben. 59 Bahnhöfe und Haltestellen in Salzburg sind für die Kund:innen das Eintrittstor in diese umweltfreundliche Mobilität. In der Finanzierungsperiode von 2022 bis 2027 stehen laut Rahmenplan die Summe von 704 Mio. Euro für die ÖBB im Bundesland Salzburg zur Verfügung (Rahmenplan Österreich gesamt: 18,2 Mrd. Euro Investitionen von 2022 bis 2027).

Mit der Errichtung des Pumpspeicherkraftwerks Tauernmoos als Erweiterung der bestehenden Kraftwerksgruppe Stubachtal baut die ÖBB die Eigenproduktion von grünem Bahnstrom aus Wasserkraft weiter aus. Jeder fünfte Zug auf dem ÖBB-Streckennetz fährt damit mit elektrischer Energie aus dem Stubachtal.

In der Finanzierungsperiode von 2022 bis 2027 werden gemäß ÖBB-Rahmenplan rd. 700 Mio. Euro in die Bahninfrastruktur im Bundesland Salzburg investiert (Rahmenplan Österreich gesamt: 18,2 Mrd. Euro Investitionen von 2022 bis 2027).

Überblick Modernisierung Bahnhöfe

Weststrecke (Linz – Salzburg)

  • Straßwalchen
  • Neumarkt am Wallersee
  • Köstendorf Weng
  • Wallersee
  • Seekirchen am Wallersee
  • „Seekirchen Süd“ – Neubau
  • Eugendorf

Tauernstrecke (Salzburg – Schwarzach – Bad Gastein)

  • Elsbethen
  • Hallein
  • Hallein-Burgfried
  • Kuchl
  • Golling-Abtenau
  • Tenneck
  • Werfen
  • Pfarrwerfen
  • Bischofshofen
  • Mitterberghütten
  • St. Johann im Pongau
  • Schwarzach-St. Veit
  • Dorfgastein
  • Bad Hofgastein
  • Bad Gastein

Ennstalstrecke (Bischofshofen – Stainach/Irdning) 

  • Pöham
  • Hüttau Ort – Neubau
  • Niederfritz-St. Martin
  • Eben im Pongau
  • Altenmarkt im Pongau
  • Radstadt
  • Mandling

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