In wenigen Monaten zur Fachkraft: Start der ersten maßgeschneiderten Ausbildung für Berufsfahrer:innen in Österreich.

Die Industrie- und Logistikbranche verzeichnet seit Jahren einen Mangel an Lenker:innen. In Krisen wie der Corona-Pandemie stellt die Branche die Versorgungssicherheit u. a. mit Gütertransporten sicher. Um neues Personal zu finden und auch halten zu können, ist eine Attraktivierung des Berufsbildes und der Ausbildungsqualität notwendig. Hier setzt die praxisnahe Ausbildung der ÖAMTC Fahrtechnik an. In enger Kooperation mit dem jeweiligen Unternehmen und mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice (AMS) sind die angehenden Berufsfahrer:innen bereits in der Ausbildungsphase beim Unternehmen angestellt. Die Teilnehmer:innen erhalten nach Erwerb der Lenkberechtigung eine umfangreiche, auf die berufliche Praxis zugeschnittene, fahrerische Ausbildung in den Fahrtechnik Zentren und werden von den Profis der ÖAMTC Fahrtechnik trainiert.

ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold © ÖAMTC

„Die Investitionen in eine fundierte Ausbildung von Lkw-Lenker:innen rechnet sich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen erhöhen wir die Verkehrssicherheit. Und gut ausgebildete Berufsfahrer:innen sind natürlich auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor“, äußert sich ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.

Maßgeschneidert und praxisnah – die Komplettausbildung zum/zur Berufsfahrer:in

Angehende Berufsfahrer:innen starten mit dem Erwerb des C- bzw. CE-Führerscheins in Partnerfahrschulen der ÖAMTC Fahrtechnik. Bereits in dieser Phase wird auf einen sinnvollen Ausbildungsplan geachtet, indem die persönliche Betreuung in den Theorie- und Praxisstunden auf die Lernbedürfnisse der Teilnehmer:innen angepasst wird. Nach abgelegter Führerscheinprüfung startet die Praxisausbildung in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren, die auch die Grundqualifikation und die Weiterbildung C95 oder D95 für die nachfolgenden fünf Jahre beinhaltet.

Hermann Wirrer, Chefinstruktor Lkw und Bus der ÖAMTC Fahrtechnik © ÖAMTC

„Unsere Berufsfahrer:innen Ausbildung berücksichtigt sämtliche Bedürfnisse und Anforderungsprofile des Unternehmens an sein Fahrpersonal, um die bestmögliche Vorbereitung auf den beruflichen Alltag sicherzustellen. Auf Wunsch können Ausbildungsschritte auf interne betriebliche Abläufe wie zum Beispiel Be- und Entladeprozesse, spezielle Fahrzeugkonfigurationen oder Unterweisungen ausgerichtet und integriert werden. Um den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein Maximum an Erfahrung mitzugeben, besteht auch die Möglichkeit, den unternehmenseigenen Fuhrpark bereits in der Ausbildung einzusetzen“, erklärt Hermann Wirrer, Chefinstruktor Lkw und Bus, der ÖAMTC Fahrtechnik, die Inhalte.

Berufsfahrer:innen sind systemrelevant

Viele Branchen sind auf Mitarbeiter:innen mit Lkw-Führerschein angewiesen. Dies gilt für den Handel und die Lebensmittelversorgung, aber auch für alle Blaulichtorganisationen: Feuerwehr, Rettung oder andere ehrenamtliche Freiwilligendienste würden ohne erfahrene Lkw-Lenker:innen nicht funktionieren. Der Beruf als Kraftfahrer:in ist systemrelevant und bietet auch in Krisenzeiten einen sicheren Arbeitsplatz. Das Berufsbild hat sich dabei über die Jahre gewandelt und ist komplexer geworden: Moderne Lkw-Fahrer:innen sind qualifizierte Fachleute für Güterbeförderung, besitzen digitale Kenntnisse, bringen Organisationstalent mit und übernehmen Verantwortung für Menschen und Waren. Eine laufende Weiterbildung ist für Berufsfahrer:innen daher essenziell.

Weitere Informationen zur Ausbildung unter: https://www.oeamtc.at/fahrtechnik/berufsfahrer/

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