Die rot-pinke Koalition hat das im Regierungsprogramm vereinbarte 100 Mio. Euro schwere Förderprogramm „Lebenswerte Klimamusterstadt“ auf den Weg gebracht. Bis 2025 stehen damit pro Jahr 20 Mio. Euro für Projekte der Bezirke im Kampf gegen den Klimawandel und dessen Folgen zur Verfügung.

Das Förderprogramm soll nächste Woche in den zuständigen Gemeinderatsausschüssen behandelt und Ende April im Gemeinderat beschlossen werden. Gefördert werden Projekte im Rahmen der Umgestaltung des öffentlichen Raums – von Entsiegelung von Flächen und Pflanzungen von Bäumen über die Attraktivierung von Plätzen mit Cooling Spots bis hin zu Wasserspielen, Trinkbrunnen und Nebelduschen in Parks.

„Raus aus dem Asphalt und viel mehr Begrünung auf Plätzen und Straßen ist die Antwort auf die auch bei uns längst spürbaren Auswirkungen der globalen Klimakrise und daher mein zentraler Ansatz in der Stadtplanung. Neben aktiven Klimaschutzmaßnahmen unterstützen wir mit unserem einzigartigen Förderprogramm in den nächsten Jahren ganz konkrete Projekte in den Bezirken, um Hitzeinseln wienweit zu minimieren und unsere Stadt zukunfts- und klimafit zu machen“, so Planungsstadträtin Ulli Sima.

„Wir starten den Turbo für die Klimamusterstadt Wien und fördern Investitionen in den Bezirken für mehr Grün und kühle Plätze mit mehr als doppelt so viel Geld wie bisher“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Gemeinsam mit den Bezirken sorgen wir für bessere Lebensqualität im öffentlichen Raum und machen den Aufenthalt in den Parks und Grünraumen mit mehr Bäumen, Wasserspielen, Trinkbrunnen und Beschattungen noch attraktiver“, so Czernohorszky.

„Wir müssen jetzt die Stadt an den unausweichlichen Anteil des Klimawandels anpassen. Neben den großen Projekten der Stadt ermöglichen wir mit 100 Millionen Euro in fünf Jahren, dass die Bezirke lokale Initiativen setzen, die das Mikroklima in den Grätzeln möglichst effizient verbessern und damit die Lebensqualität der Menschen heben. Dieser Meilenstein ist uns ein großes Anliegen“, so NEOS Wien Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner.

Mit dem Förderprogramm „Lebenswerte Klimamusterstadt“ werden klimawandelanpassende und die Aufenthaltsqualität steigernde Umbaumaßnahmen des öffentlichen Raumes gefördert, mit denen möglichst effizient positive Veränderungen des Mikroklimas erreicht werden. Dazu gehören wie im Regierungsprogramm vereinbart z. B.:

• die Entsiegelung von Flächen durch Schaffung von Grünraum und Wasserflächen, Brunnen oder Wasserspiele etc. als lokale Kühlzonen;

• die Pflanzung von Bäumen, begrünte Parkstreifen durch Einsatz von Modulen aus dem Programm „Raus aus dem Asphalt“

• der Einsatz des Schwammstadt-Prinzips

• Förderung der Schaffung von Grätzlhauptplätzen mit mehr Grünanteil, höherer Aufenthaltsqualität und mehr Möglichkeiten für regionale Nutzung (z.B. Märkte, kleine Veranstaltungen).

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