Die beiden traditionsreichen größten Luftfahrtverbände Österreichs, die Austrian Aeronautics Industries Group und der Österreichische Luftfahrtverband, haben gemeinsam die AviationIndustry Austria, den Dachverband Luftfahrt gegründet. Mit an Bord sind unter anderem der frühere AUA-Vorstand und aktive Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes Peter Malanik, Robert Machtlinger, seines Zeichens CEO des Luftfahrtzulieferers FACC und Flughafen Wien Vorstand Julian Jäger. 46 Leitunternehmen haben sich damit zur größten Interessensvertretung der österreichischen Luftfahrt zusammengeschlossen, um mit Schlagkraft die Branche voranzubringen. 

Mit dem neuen Dachverband entsteht die zentrale Interessensvertretung der Luftfahrtbranche in Österreich, wie Machtlinger, Jäger und Malanik am Mittwoch unisono stolz betonte. 46 heimische Unternehmen – darunter die wichtigsten Leitunternehmen der österreichischen Luftfahrt – bündeln ihre Kräfte um gemeinsam besser und effektiver die Interessen dieser für die österreichische Volkswirtschaft so wichtigen Schlüsselbranche zu vertreten.

Sämtliche Bereiche der Luftfahrt sind umfassend abgedeckt, sodass die AI Austria ein ebenso aktiver wie kompetenter Sprecher für die gesamte Luftfahrt sein wird, heißt es.

Erster Präsident der AI Austria ist Robert Machtlinger, CEO der FACC. Robert Machtlinger wird den neuen Dachverband gemeinsam mit seinen Kollegen im Präsidium leiten: Julian Jäger (COO FWAG), Valerie Hackl (Geschäftsführerin Austro Control), Sabine Seidler (Rektorin TU Wien), Katharina List-Nagl (CEO F/LIST), Volker Fuchs (CEO Testfuchs), Francesco Sciortino (COO Austrian Airlines) und Alexander Vagacs (CEO AvconJet). Die operative Leitung des Dachverbands übernimmt Peter Malanik als Geschäftsführer gemeinsam mit Alexandra Slama (Leitung Corporate Communications & Marketing) und Christian Serjannis (Leitung Operations & Membership Services). Die Mitglieder des neuen Dachverbandes beschäftigen rund 22.000 Mitarbeiter und schaffen indirekt nach eigenen Angaben weitere rund 75.000 Arbeitsplätze in angelagerten Bereichen, erklärten die Manager unter Berufung auf eine 2019 von der IATA veröffentlichte Studie.

Insgesamt erzielen die Mitgliedsunternehmen demnach in „nicht Pandemie-Jahren“ fast 6 Milliarden Euro Umsatz und tragen mit den bei ihren Zulieferbetrieben erzielten Umsätzen rund 8 Milliarden Euro zum österreichischen BIP bei, heißt es darin.

Luftverkehr ist Wirtschaftsmotor

Noch wichtiger ist aber die Standortbedeutung des Luftverkehrs: „Gute Luftverkehrsanbindung ist ein unerlässlicher Faktor für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und die Ansiedlung von Unternehmen. Wien ist nur deshalb eine der weltweit bedeutendsten Kongress- und Konferenzstädte, weil die Fluganbindung gut ist. Denn fast alle Kongressteilnehmer reisen mit dem Flugzeug an. Touristische Ankünfte mit dem Flugzeug tragen generell entscheidend zum Erfolg des Tourismuslands Österreich bei“, unterstreicht Machtlinger. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich das Verkehrsaufkommen in der Luftfahrt alle 15 Jahre verdoppelt. In den letzten 10 Jahren erfolgte dieses Wachstum primär im asiatischen Raum“, so Machtlinger weiter.

Flugzeuge unverzichtbar für Hilfstransporte

Nicht zuletzt hat sich besonders in der Pandemie erneut erwiesen, dass Luftverkehr ein entscheidendes Hilfsmittel in Krisen und essentiell zum Erhalt der Versorgungssicherheit ist. Die österreichische Luftfahrtzulieferindustrie mit vielen bedeutenden Unternehmen ist ein wichtiger und erfolgreicher Innovationsmotor. Viele Technologien die in Österreich ursprünglich für den Luftverkehr entwickelt wurden finden auch ihren Weg in die allgemeine Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmen der österreichischen Luftfahrtindustrie sind Weltmarktführer in Spezialsegmenten. Robert Machtlinger sieht positiv in die Zukunft, was Luftfahrt und Klimakrise betrifft: „Die Luftfahrt wird in den nächsten 20 bis 30 Jahren nachhaltiger werden. Klimaneutrales Fliegen soll ab 2050 möglich sein, Verbesserungen in der Aerodynamik, synthetische Treibstoffe und neue Flugzeugkonzepte werden das ermöglichen. Nahezu in jedem neuen Flugzeug von Airbus oder Boeing steckt österreichische Technologie und renommierte Flugzeughersteller wie Embraer, Bombardier, Gulfstream oder Pilatus setzen auf die innovative, österreichische Handwerkskunst“, betont Machtlinger, dessen Firma FACC selbst unter anderem an Airbus liefert. „Es gibt einiges in der österreichischen Luftfahrtindustrie, worauf wir stolz sein können. Deshalb sind wir auch verhältnismäßig gut durch die schwerste Phase der Corona-Pandemie gekommen, aber wir meistern auch die aktuellen großen Herausforderungen sehr gut. Eines unserer Ziele ist es, der Öffentlichkeit die enorme Bedeutung der Luftfahrt darzustellen“, so Julian Jäger, Vorstand Flughafen Wien AG.

Die AI Austria wird sich als zentraler Ansprechpartner für Politik und Medien vor allem den Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie dem Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Luftverkehrsindustrie
widmen. Dafür braucht es auch ein besser standardisiertes europäisches Regelwerk, als das in der Pandemie sichtbar wurde.

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