Die e.battery systems GmbH in Dornbirn wird in den kommenden Jahren mindestens 10.000 Batterien für die Elektro-Motorräder des schwedischen Herstellers RGNT fertigen. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 30 Millionen Euro.

e.battery systems hat die Batterien im vergangenen Jahr zur Serienreife weiterentwickelt und nun auch den Auftrag für die Produktion erhalten. Die E-Motorräder können bei der RGNT Motorcycles European Tour am 4. August in Dornbirn erstmals in Vorarlberg getestet werden.

Die schwedische Firma RGNT Motorcycles gehört zu den Pionieren bei Elektromotorrädern. Sie wurde im Dezember 2018 von Jonathan Aström gegründet, um klassisch designte Motorräder mit umweltfreundlichem Antrieb zu bauen. Den ersten Prototypen stellte RGNT im Mai 2019 vor – zu einer Zeit, als große Marken noch kaum Elektromotorräder im Programm hatten. Das im Retro-Design gehaltene Motorrad fand bei der Fachpresse große Anerkennung.

Genau ein Jahr später wandte sich der Hersteller an e.battery systems mit Sitz in Dornbirn, um die Batterie des Prototyps für die Serienfertigung weiterzuentwickeln. Das Ziel: kostengünstige Produktion, minimales Gewicht bei hoher Leistung, Kapazität und höchsten Sicherheitsstandards. Um die Produktionskosten zu senken, kommen neben einigen kundenspezifisch entwickelten Teilen vor allem Standard-Bauelemente zum Einsatz.

Kosten und Leistung optimiert

„Uns war wichtig, dass der Motorradakku einfach und mit wenig Handgriffen produziert werden kann. Wir haben viele Schritte automatisiert, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben“, schildert Projektleiter Christoph Pürmair von e.battery systems. Verbesserungen gab es auch im Bereich der Sicherheit, etwa durch den Einsatz nicht brennbarer Halterungen für die Akkuzellen. Mit den Herstellern der Zellen, der Elektronik und anderer Bauteile schloss e.battery systems langfristige Verträge, um die geforderte Liefersicherheit zu garantieren.

Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 7,7 Kilowattstunden verschafft dem RGNT No. 1 getauften Modell eine Reichweite bis zu 120 Kilometer. Das Gewicht der Batterie liegt bei lediglich 60 Kilogramm. Sie liefert eine Spitzenleistung von 11.000 Watt. Die Höchstgeschwindigkeit des Elektromotorrads liegt bei 120 km/h.

Millionenauftrag fixiert

Nun konnte e.battery systems den Auftrag über die Fertigung von mindestens 10.000 Batterien mit einem Volumen von mehr als 30 Millionen Euro fixieren. „Angesichts der hohen Wachstumsraten bei Elektro-Motorrädern sind auch deutlich höhere Stückzahlen möglich“, schildert Christopher Schöpf, Gründer und Geschäftsführer von e.battery systems. Gefertigt werden die Batterien zunächst am bestehenden Standort in Dornbirn-Schwefel.

Das erst 2019 gegründete Unternehmen erwartet in den kommenden Jahren ein enormes Wachstum. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll in den kommenden Monaten von 30 auf 60 verdoppelt werden. e.battery systems entwickelt und fertigt kundenspezifische Batterien für Elektrofahrzeuge, Baumaschinen und Industrieanlagen sowie Energiespeichern für Industrie und Gewerbe.

RGNT erstmals in Vorarlberg testen

Aus Anlass der Kooperation mit e.battery systems hat RGNT nun einen Stopp seiner Motorcycles European Tour in Dornbirn eingeplant. Am 4. August können die Elektromotorräder im Retro-Design am Firmensitz von Akku Mäser von 9 bis 17 Uhr erstmals in Vorarlberg besichtigt und Probe gefahren werden. Terminvereinbarungen sind online möglich unter testdrive.e-bs.at.

Über e.battery systems

e.battery systems ist ein Spin-off der Akku Mäser GmbH in Dornbirn und positioniert sich als Technologieführer im Bereich Lithium-IonenTechnik. Das Unternehmen verfügt mit Eigenentwicklungen über einen technologischen Vorsprung in den Bereichen Fertigungstechnologie, Batteriekühlung und Batteriemanagementsystemen. Eingesetzt werden die Produkte unter anderem in Elektrofahrzeugen, Baumaschinen oder Industrieanlagen bei vielen bekannten Herstellern.

e.battery systems hat derzeit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bis Jahresende ist eine Verdopplung geplant. Neben Mehrheitsgesellschafter Christopher Schöpf (54,9 %) sind die Lustenauer SIE Holding (12,6 %), Akku-Mäser-Inhaber Norbert Mäser (10 %) und eine Reihe Vorarlberger Unternehmer als Investoren beteiligt.

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