Die neue Initiative „Mach heute morgen möglich“ möchte österreichweit die Chancen der Digitalisierung aufzeigen. Bereits über 100 Unternehmen und Organisationen schlossen sich der Initiative an, um Österreich als Land und Wirtschaftsstandort durch Digitalisierung zu stärken. Mit ambitionierten Digitalisierungsprojekten in den vier Bereichen Innovation, Kompetenz, Nachhaltigkeit und Sicherheit sollen die Chancen der Digitalisierung greifbar gemacht und Impulse gesetzt werden. Was kann Österreich von der Initiative erwarten? Die Austrian Roadmap 2050 ist hierfür im Gespräch mit Chief Operating Officer (COO) Anne Michels über den Digitalisierungsstandort Österreich, Innovation und Cybersecurity und die Vision und Umsetzung von intelligenten Cloud Services.

Im Zentrum der Initiative stehen erfolgreiche Transformationsprojekte in österreichischen Unternehmen und Organisationen, die digitale Lösungen für geschäftliche und gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit schaffen. Die Vorstellung dieser Projekte soll die Chancen der digitalen Transformation greifbar machen und weitere Akteure dazu ermutigen, den Schritt in Richtung Digitalisierung zu gehen. Durch die Förderung und Unterstützung von digitaler Transformation legt die Initiative das Fundament für ein Netzwerk zum weiteren Austausch über Digitalisierung in Österreich. Anne Michels, Chief Operating Officer (COO) bei Microsoft Austria zeigt die Möglichkeiten der Initiative auf: „Die Arbeitsplatzentwicklung, die Art und Weise wie wir arbeiten und vor allem die Klimakrise sind Themen, die ganz Österreich in den letzten Jahren beschäftigt haben. Um diese Themen effektiv angehen zu können, muss die Digitalisierung eine unerlässliche Rolle spielen. Österreich hat im Europavergleich einiges aufzuholen, weshalb „Mach heute morgen möglich“ von Microsoft Österreich ins Leben gerufen.“

Über 150 Unternehmen sind bereits mit an Bord

Chief Operating Officer (COO) Anne Michels bei Microsoft Austria © Microsoft

Über 150 weitere Unternehmen und Organisationen aller Größen und Branchen haben sich der Initiative angeschlossen. Neben Organisationen wie WKO, Industriellenvereinigung oder Handelsverband unterstützen u.a. Unternehmen wie etwa A1, Strabag, Kapsch, RHIMagnesita, Bäckerei Ströck, Energie Steiermark, die ÖBB sowie auch die Ausbildungsinitiative des BMDW fit4internet die Initiative “Mach heute Morgen möglich“. Eine Übersicht der Unterstützer findet sich unter: http://www.machheutemorgenmoeglich.at/

Studie: erhöhter Digitalisierungsgrad besitzt nur Vorteile für Unternehmen

Die Erfahrung hat gezeigt: Unternehmen mit höherem Digitalisierungsgrad schaffen mehr Arbeitsplätze, erzielen höhere Umsätze und sind krisensicherer. Das belegt eine aktuelle Studie von Accenture und der Industriellenvereinigung. Digitalisierung fördert auch die internationale Vernetzung von Unternehmen.

Lediglich 16 % der KMUs setzen auf digitale Prozesse

„Im aktuellen Digitalisierungsindex der EU (DESI) liegt Österreich seit längerem im Mittelfeld, der Aufholbedarf ist auf jeden Fall da. Gerade KMUs hinken da leider noch hinterher. Lediglich 16% setzen auf digitale Prozesse, Prognosen und Analysen, wohingegen die Zahl bei Großunternehmen doppelt so groß ist. Es zeigt, dass jene, die auf Digitalisierung setzen, mehr Arbeitsplätze schaffen, höhere Umsätze erzielen und vor allem krisenresistenter sind“, so Michels. Die Initiative soll daher zeigen, was in den Bereichen Innovation, Kompetenz, Nachhaltigkeit und Sicherheit noch alles möglich ist. Dafür hilft auch der Blick über die Grenzen Österreichs hinweg.

Chancendebatte statt Verbotsdebatte

Ohne Digitalisierung ist Innovation kaum denkbar, diese ist wiederum eine Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum. „Digitale Themen, insbesondere die Künstliche Intelligenz, lösen in der Gesellschaft tendenziell eine Verbotsdebatte aus. Viel mehr sollte man aber eine Chancendebatte entfachen und versuchen die Themen zu verstehen, denn nur dann können wir die Möglichkeiten, die die Digitalisierung schafft, vollends nutzen“ erklärt Anne Michels im Interview mit der Austrian Roadmap 2050. Besonders Cloud-Technologien schaffen Chancengleichheit zu einem unschlagbaren Kostenmodell. Da die Cloud stark skalierbar ist, können sich Startups, KMUs und Konzerne auf Augenhöhe begegnen. So konnte sich auch das österreichische Startup Female Founders während des ersten Lockdowns zu einer weltweiten digitalen Plattform für Gründerinnen entwickeln.

Positives Klima für Digitalisierung und Cloud

Nur durch Engagement auf allen Ebenen – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich – kann Fortschritt vorangetrieben werden. „Mach heute Morgen möglich“ soll daher in Österreich in der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien ein positives Klima für Digitalisierung und Cloud schaffen. Neue Technologien müssen auf einer breiten Basis zur Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandortes eingesetzt werden. Denn um die digitale Transformation aktiv zu gestalten und die damit einhergehenden Megathemen wie Künstliche Intelligenz, Cybersecurity oder die Potenziale von Daten erfolgreich zu nutzen, braucht es insbesondere ein attraktives innovationsförderndes Umfeld.

Initiative für digitale Qualifizierung für mehr digitale Fähigkeiten

Intelligente Devices und die Kompetenzen der Mitarbeiter:innen sind das A und O, um einen modernen Arbeitsplatz zu gestalten. Um das volle Potential der Digitalisierung auszuschöpfen, benötigt es Menschen, die mit neuen technischen Lösungen umgehen können. Das World Economic Forum schätzt den Anteil an Kernkompetenzen, die Arbeitnehmer*innen in den nächsten 5 Jahren neu lernen müssen, auf 40%. Am Wirtschaftsstandort Österreich fehlen derzeit gleichzeitig zehntausende spezialisierte IT-Kräfte sowie Arbeitnehmer*innen mit digitalen Fähigkeiten. Um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern, unterstützt Microsoft gemeinsam mit LinkedIn und GitHub weltweit Menschen beim Erwerb neuer digitaler Fähigkeiten. Über die Angebote der gemeinsamen Initiative für digitale Qualifizierung haben seit Juni 2020 bereits 30 Millionen Menschen weltweit neue Kompetenzen für die Arbeitswelt der Zukunft erworben. In Österreich gibt es bereits mehr als 76.000 Menschen, die aktiv die verschiedenen globalen Angebote nutzen. Die Initiative wurde bis Ende 2021 verlängert und deutlich erweitert: Dabei sollen neue Tools und Plattformen qualifizierte Arbeitssuchende mit passenden Arbeitgebern zusammenbringen.

Kriterien des Vertrauens und Datensicherheit bei Cloud Providern

Zusätzlich zur globalen Initiative, wurde im Rahmen der Ankündigung von der ersten Microsoft Cloud-Rechenzentrumsregion in Österreich das bisher größte Qualifizierungsprogramm für den österreichischen Markt ins Leben gerufen. „Vertrauen und Datensicherheit sind die Kriterien, wonach ein Kunde sich bei der Cloud Provider Suche richtet. Microsoft Österreich errichtet momentan ein Datenzentrum, wodurch es für österreichische Unternehmen möglich ist, ihre Daten sicher in Österreich aufzubewahren“ erklärt Michels. Gemeinsam mit Bildungspartnern sollen bis 2024 120.000 Menschen aus- und weitergebildet werden. Ein großer Schritt in Richtung des Ziels wurde bereits im ersten halben Jahr gegangen: 17.000 TeilnehmerInnen haben mindestens ein Training im Rahmen der globalen und lokalen Weiterbildungsmaßnahmen von Microsoft und seinen Partnern abgeschlossen. „Beispielsweise Kleinbetriebe scheuen oft davor Cloud-Technologien einzusetzen, doch genau diese erlauben eine Chancengleichheit, weil sie für alle zugänglich sind. Das bedeutet, dass keine Großinvestition in ein eigenes Rechenzentrum getätigt werden muss, denn die Cloud ermöglicht einen ortsunabhängigen Zugriff auf eine skalierbare Rechenleistung“, so die COO abschließend.

Ohne Digitalisierung ist Innovation kaum denkbar. Viele Technologien, wie intelligente Cloud Services können hierfür eine gute Ausgangslage schaffen. Microsoft bietet hierfür spannende Ansätze für eine unternehmensübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit, um gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeiter:innen den Weg für die intelligente Zukunft zu ebnen.

Das Gespräch mit Anne Michels in voller Länge:
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(24. Mai, 2022, Sandra Beck)

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