LUKOIL zeigt mit seinem neuen und innovativen Headquarter am Wiener Schwarzenbergplatz eindrucksvoll auf, wie eine ökologische und energieeffiziente Sanierung für Bestandsgebäude realisiert werden kann.

Diese neuartige Sanierung wird in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Technischen Universität Wien (TU Wien) wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, wichtige Erkenntnisse für mehr Nachhaltigkeit sowie klimaresiliente Begrünungslösungen für Altbauten im urbanen Raum zu gewinnen und in Form eines Maßnahmenkatalogs zu veröffentlichen.

Rund ein Drittel aller Gebäude in Wien ist vor dem Jahr 1945 errichtet worden. Damit rückt diese Gebäude-Kategorie zukünftig vermehrt in den Fokus einer potenziellen Sanierung, da nur so die Klimaneutralität erreicht werden kann. Durch den Einsatz innovativer Technologien können Altbauten in puncto Klimaschutz deutlich aufgewertet und wichtige Ressourcen eingespart werden. Gerade die Wiederverwertung und langfristige Nutzung sind zwei Eckpfeiler nachhaltigen Bauens, die sich direkt auf die effiziente Modernisierung von Altbauten übertragen lassen. „Mit unserer neuen Firmenzentrale am Schwarzenbergplatz wollen wir optimale Voraussetzungen für eine hohe Lebens- sowie Arbeitsqualität schaffen. Gemeinsam mit der TU Wien sollen daher jetzt eue wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse gewonnen werden, die zukunftsweisendes und nachhaltiges Sanieren ermöglichen“, erklärt Mag. Robert Gulla, CEO der LUKOIL International Holding GmbH, den Hintergrund der Zusammenarbeit. Als weitere Projektpartner sind zudem iC Consulenten Ziviltechniker für technische Planungs-Beratung eingebunden.

Univ.-Prof. Azra Korjenic vom Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien, TU Wien, leitet das Projekt, das neben ihrem eigenen Team auch Unterstützung im Bereich Vegetation von Priv.-Doz. DI Dr. Ulrike Pitha von der Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau, erhält. „Um klimafitte Gebäude und ein kühles Stadtklima zu schaffen, braucht es nicht nur angepasste Nutzungsweisen, sondern gleichsam eine deutliche Verringerung der Umweltbelastungen. Gemeinsam mit LUKOIL und allen am Projekt Beteiligten werden wir innovative Lösungen aus dem Bereich des ökologisch nachhaltigen Bauens umsetzen und neue entwickeln. Wir sind bereits sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse“, fasst Korjenic den gesamtheitlichen Nutzen des gemeinsamen Projektes zusammen.

Verbesserung der Luftqualität

Im Zuge der Sanierung des historischen Bestandsgebäudes am Schwarzenbergplatz werden mehrere Fragestellungen wissenschaftlich untersucht und innovative Lösungsansätze ntwickelt. Zentraler Forschungsaspekt sind die positiven Effekte gezielter Begrünung auf die Luftqualität hinsichtlich Feinstaub, VOC, CO2, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Besonders im innerstädtischen Bereich ist diese im dichtverbauten Bereich oft stark beeinträchtigt, was wiederum mit gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen einhergeht. Einerseits wird durch technische Filteranlagen die Außenluft der neuen Firmenzentrale aufbereitet, und andererseits soll dieser Effekt durch die Platzierung gezielt gewählter Pflanzen direkt vor der Luftansaugung (Vorfiltrierung) erstärkt werden.

Ebenso wird der Innenhof wie auch die Fassade im Innenhof des neuen LUKOIL Headquarters großzügig begrünt. Durch hygrothermische Messungen, Gebäudesimulationen sowie dem genauen Monitoring kann das Forschungsteam sämtliche Effekte dieser klimafitten Begrünungslösungen beobachten und Optimierungsansätze entwickeln. Nach der Fertigstellung der grünen Infrastruktur wird die Biodiversität am Standort umfassend untersucht.

Dachbegrünung im Altbestand

Ein weiterer Fokus liegt auf der Dachbegrünung, welche viel Potenzial im Hinblick auf die Kombination von Gebäudesanierungen und Abschwächung des urbanen Hitzeinsel-Effekts bietet. Der wissenschaftliche Fokus lag in der Vergangenheit eher bei Neubauten und bietet speziell für die klimafitte Dachbegrünung im statisch schwachen Altbaubereich kaum Lösungen an. Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen daher vor allem auch Lösungen im Bereich Statik und Denkmalschutz ausgearbeitet werden. Für den Umbau und die spätere Nutzung der neuen Firmenzentrale am Schwarzenbergplatz setzt LUKOIL zudem auf weitere energiesparende und ökologische Maßnahmen – etwa eine leistungsstarke Solaranlage, spezielle Lüftungskonzepte, eine innovative Begrünungsstrategie im Innenbereich und Bienenstöcke am Dach.

Im März 2021 erfolgte der Startschuss für die Sanierungsarbeiten des 1905 errichteten aus. Dabei wird das mehrstöckige Gebäude mit rund 3.800 m2 Nutzfläche sowie knapp 550 m2 Freiflächen unter Beibehaltung bestehender Strukturen saniert und um zwei Dachgeschoss-Ebenen erweitert.

Über TU Wien
Die Technische Universität Wien ist Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung im Bereich Technik und Naturwissenschaften. Mehr als 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen in fünf Forschungsschwerpunkten an acht Fakultäten an „Technik für Menschen“. Die Abteilung „Ökologische Bautechnologien“ ist an der Fakultät für Bauingenieurwesen angesiedelt und widmet sich in Forschung und Lehre der Gestaltung und Anpassung der gebauten Umwelt an zukünftige Herausforderungen wie Klimawandel, Umweltschutz, Ressourcenknappheit etc., unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Bauwerk, Mensch und Umwelt. Das OBT Team forscht in zahlreichen Projekten in drei Forschungsschwerpunkten: I) Ökologische Materialien und Konstruktionen, II) Green and innovative Constructions and Buildings und III) Green and Smart Cities.

Über LUKOIL
LUKOIL ist eines der weltweit größten privaten Unternehmen zur Förderung von Erdöl und Gas und deren Verfeinerung in Erdöl- und petrochemische Produkte. Das international agierende Unternehmen ist weltweit in 41 Ländern vertreten. LUKOIL wurde 1991 gegründet. In Österreich ist die LUKOIL-Gruppe seit 1995 vertreten und beschäftigt derzeit rund 230 Mitarbeiter. LUKOIL engagiert sich seit vielen Jahren in Österreich, investiert in den heimischen Wirtschaftsstandort sowie in kulturelle Projekte und soziale Initiativen.

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