Das Ausbauprojekt umfasst sieben Gemeinden und mehr als 500 Kilometer Trasse werden verlegt und über 14.000 Endkunden erreicht.

Das Land Kärnten setzt beim Breitband-Ausbau auf Glasfaser-Verbindungen und damit auf eine stabile und sichere Infrastruktur mit einer Lebensdauer von hundert Jahren. Für den breitflächigen Ausbau in ländlichen Regionen sucht die Landesgesellschaft „Breitbandinitiative Kärnten“ (BIK) via EU-weiter Ausschreibung Partner aus der Privatwirtschaft. „Für unser nächstes großes Ausbauprojekt ging die Kelag als Bestbieter hervor. Ich freue mich sehr, dass unser Partnerschaftsmodell so viele Interessenten auf den Plan rief und letztendlich eine Kärntner Lösung zustande kam“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Technologiereferentin Gaby Schaunig.

Die sieben Gemeinden

Das neue Ausbauprojekt umfasst sieben Gemeinden: Bad Bleiberg, Nötsch, Hermagor, Kötschach-Mauthen, Oberdrauburg, Irschen und Lavamünd. Über 14.000 Endkunden werden erreicht, mehr als 500 Kilometer Trasse verlegt. „Glasfaser wird zur neuen Lebensader für den ländlichen Raum. Schnelles Internet braucht man zum Arbeiten, zum Kommunizieren und zum Lernen – Jahr für Jahr in immer höherem Ausmaß“, erklärt Schaunig. Kärnten setzt öffentliche Breitbandmittel nur dort ein, wo kooperative Projekte umgesetzt werden und Glasfaser verlegt wird. In diesem Fall baut die BIK die beihilfenrechtlich erlaubten „weißen Flecken“ aus und die Kelag jene Gebiete, die nicht förderfähig sind. 45 Millionen Euro werden investiert und teilen sich wie folgt auf: Landesmittel in Höhe von 11,4 Millionen Euro, 16,1 Millionen Euro aus der Breitband-Milliarde des Bundes und 17,5 Millionen Euro von der Kelag.

Flächendeckender Glasfaser-Ausbau

„Wir investieren seit Jahren konsequent in den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in Kärnten und in den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau in zahlreichen Gemeinden“, betont Manfred Freitag, Vorstandssprecher der Kelag. In diesen Projekten werden Gemeindegebiete flächendeckend mit Glasfaser-Anschlüssen auf Basis von „Open Access“ errichtet. „Das bedeutet, dass wir die Telekom-Infrastruktur errichten und betreiben, die von allen Anbietern genutzt werden kann. Wir werden in den nächsten Tagen auf die Bürgermeister in den sieben Gemeinden zugehen, damit wir möglichst rasch mit der Vorvermarktung beginnen können, um schnell vom Reden ins Tun zu kommen. Unser Ziel ist ein hoher Ausbaugrad und der Betrieb der Glasfaser-Infrastruktur in Kärnten“, stellt Freitag klar.

Baustart bereits im Frühjahr

„Der Baustart erfolgt im Frühjahr, die Fertigstellung des Gesamtnetzes ist bis längstens Ende 2024 geplant“, kündigt BIK-Geschäftsführer Peter Schark an. Mit 14.125 anschließbaren Nutzungseinheiten (Wohnhäuser, Wohnungen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen) erreicht der Ausbau eine Flächendeckung von rund 86 Prozent. „Durch das Engagement der BIK mit öffentlichen Mitteln wird die Investition des privaten Partners so gehebelt, dass eine nahezu flächendeckende Versorgung mit Breitband in diesen ländlich geprägten Gebieten erreicht wird“, erläutert Schark. Wichtiger Bestandteil jedes Kooperationsprojekts ist die Leistbarkeit für die Endkunden. So beträgt die einmalige Anschlussgebühr 300 Euro. Die monatlichen Kosten für einen Glasfaser-Internetanschluss hängen von der gewählten Bandbreite ab und starten bei etwa 35 Euro.

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