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2050 wird es laut Schätzung der IATA rund 16 Milliarden Flugpassagiere auf der Welt geben. Im Jahr 2016 waren es „nur“
3,8 Milliarden.

Was uns am Flughafen der Zukunft erwartet

Flughafen Wien Vorstand Günther Ofner mit 5 Thesen für den Flughafen der Zukunft. Was wird sich für den Flugreisenden im Jahr 2050 ändern?

1

Reisen mit dem Flugzeug wird noch bequemer und erlebnisorientierter werden. Vor allem die voranschreitende Digitalisierung macht vieles einfacher: vom Koffer, der selber weiß, wohin er reisen soll bis zur weiteren Automatisierung
vieler Abläufe.

Der Flughafen selbst wird noch erlebnis­orientierter sein – sowohl die Einkaufsmöglichkeiten als auch die Aufenthaltsräume werden sich sehr vom heutigen Angebot unterscheiden. Sehr wahrscheinlich wird es eine Zweiteilung zwischen einem luxuriösen Angebot und lowcost-Angeboten geben.

Der Flughafen Wien wird in 30 Jahren mehr als doppelt so viele Leute beschäftigen
wie heute.

2

Damit sich Österreich nicht von der positiven internationalen Entwicklung abkoppelt, muss die Infrastruktur zeitgerecht ausgebaut werden. Für den Flughafen Wien bedeutet das die Umsetzung des Terminal Erweiterungsprogramms, aber auch die Möglichkeit, bei Bedarf, die dritte Piste zu bauen. Dabei ist zu beachten dass derartige Infrastrukturvorhaben eine sehr lange Vorlaufzeit haben. Es ist also nicht realistisch, dass die dritte Piste vor 2030 zur Verfügung steht. Ein Abkoppeln von der internationalen Entwicklung und den Wachstumschancen des Luftverkehrs wäre für den Wirtschaftsstandort Österreich äußerst negativ und würde auch Arbeitsplätze und Wachstum kosten.

3

Aus heutiger Sicht wird die Zahl der Passagiere auch in den nächsten Jahren weltweit zunehmen. Das betrifft vor allem Asien und die Schwellenländer, wo es noch einen gewaltigen Aufholbedarf gibt. Angesichts der global positiven Wirtschaftsentwicklung und des anhaltenden Bevölkerungswachstums ist bis 2050 mit einer Verdreifachung der Zahl der Passagiere weltweit zu rechnen. Um die negativen Folgen der Ausweitung des Flugverkehrs zu reduzieren, hat sich die Industrie verpflichtet, bis 2050 gleichzeitig den CO2-Ausstoß um 50 % zu reduzieren.

4

Das Flugzeug ist jedenfalls ein Verkehrsmittel der Zukunft. Neue Triebwerkstechnologie und neue Werkstoffe verbessern die Energiebilanz des Fliegens und reduzieren gleichzeitig die Lärmbelastung massiv. Neue Treibstoffe helfen auch, die Umweltbilanz zu verbessern. Jedenfalls ist es notwendig, Forschung und Entwicklung in diesem Bereich massiv voranzutreiben, da es in den nächsten 20 Jahren zur Neubeschaffung oder Ersatzbeschaffung von rund 30.000 Verkehrsflugzeugen kommen wird.

5

Die Airport City wird Realität sein, was bedeutet, dass Flughäfen zu pulsierenden Wirtschaftszentren geworden sind. Der Flughafen Wien wird in 30 Jahren mehr als doppelt so viele Leute beschäftigen wie heute und aufgrund des anhaltenden Wachstums wird es eine gut ausgelastete dritte Piste geben und es werden sich hunderte neue Unternehmen rund um den Flughafen angesiedelt haben.

91.162 Passagiere konnten am stärksten Tag im Jahr 2017 am Flughafen Wien abgefertigt werden. Seit Jahren investiert der Flughafen in mehr Komfort für die Passagiere und schnellere Umsteigzeiten.

Günther Ofner

ist Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG und Aufsichtsratspräsident der HYPO Niederösterreich.

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Flughafen Wien entstanden.

 

Fotos: Shutterstock, VIA