In Oberösterreich werden erstmals Drohnen und 5G in der Landwirtschaft für das Monitoring großer Ackerflächen und die gezielte Anwendung von Düngemitteln eingesetzt.

Die Digitalisierung hat – nicht zuletzt dank 5G – bereits in vielen Branchen Einzug gehalten, doch die Potentiale sind immer noch enorm. Gerade in dem arbeitsintensiven Sektor der Landwirtschaft bieten Smarte Technologien spannende Chancen. „Der größte Drohnendienstleister Österreichs, das oberösterreichische Unternehmen DRONETECH Austria und Huawei Österreich haben ihre Kompetenzen gebündelt und setzen 5G-basierte smarte Technologien in einem heimischen Pionierprojekt ein. In dem Leondinger Weingut NUSSBÖCKGUT werden erstmals Drohnen mit eine 5G-Modul von Huawei ausgestattet und eingesetzt, um Felder zu scannen, große Datenmengen in Echtzeit zu übertragen und so gezielte und schnelle Handlungsmaßnahmen zu setzen“, erklärt Mag. Andreas Reichhardt, Leiter der Sektion IV – Telekommunikation, Post & Bergbau des Bundesministerium Landwirtschaft, Regionen & Tourismus. Technologien zur Steigerung der Nachhaltigkeit und der Effizienz in der Agrarwirtschaft werden in diesem Projekt eingesetzt und deren Vorteile greifbar gemacht.

Smarte Technologien für Reduktion von Pestiziden

„In der heutigen Zeit sind wir in der Landwirtschaft mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Die Landwirtschaft ist sehr arbeitsintensiv, Fachpersonal ist schwer zu bekommen und es ist wichtig, die Pflanzen so umweltfreundlich wie möglich zu behandeln“, erklärt Beatrix Velechovsky, Weinbäuerin des Nussböckguts in Leonding. David Hopf, CEO von DRONETECH Austria beschreibt: „Drohnen sind die Zukunft der Landwirtschaft. Man kann große Flächen schnell befliegen und sofort sehen, wo am Feld Bedarf an Dünger oder Wasser besteht. Gleichzeitig können wir damit den Einsatz von Pestiziden massiv verringern. Das ist auch das Ziel des Landwirtschaftsministeriums und der Agenda 2030.“

Drohnen für die Landwirtschaft der Zukunft sind mit speziellen Sensoren ausgestattet: Mit hochauflösenden RBG-Sensoren kann der Gesamtzustand des Feldes, sowie Löcher in der Bepflanzung beurteilt und ein ‚Green Leaf Index‘ erstellt werden. Ein ‚Multispektralsensor‘ hilft bei der Erstellung des ‚Normalised Difference Vegetation Index‘, welcher Rückschlüsse darauf zulässt, wie gesund eine Pflanze ist.

5G und künstliche Intelligenz in Synergie mit der Umwelt

„Das Smarte am Smart Farming ist allerdings nicht die Drohne selbst, sondern das 5G-Modul von Huawei, mit dem die Drohnen ausgestattet sind“, so Felix Müller, COO von DRONETECH Austria. Erich Manzer, Deputy CEO von Huawei Österreich sieht in 5G und der datengesteuerten Landwirtschaft enormes Potenzial: „5G wurde für drei wesentliche Anwendungsfelder entwickelt: Für hohe Bandbreite, geringe Latenzzeiten und um Millionen von Devices zu verbinden. In diesem speziellen Smart Farming Projekt fokussieren wir uns auf hohe Bandbreite und übertragen die Bilder in Echtzeit auf einen Server, um sie anschließend mittels künstlicher Intelligenz zu analysieren.“ Die größte Herausforderung für 5G-Drohnen ist aktuell noch die Netzversorgung. Momentan sind 5G-Netze primär für den Endnutzer ausgelegt, der sich am Boden oder in Gebäuden befindet. Die Versorgung für die Drohnen, die teilweise in 50 Meter Höhe über den Feldern fliegen, muss noch optimiert werden. Mag. Andreas Reichhardt, aus dem Bundesministerium Landwirtschaft, Regionen & Tourismus meint dazu: „Wir wollen den flächendeckenden 5G-Netzausbau in den nächsten Jahren erreichen – vor allem im ländlichen Raum ist das wichtig. Parallel dazu werden wir 5G-Anwendungen entwickeln. Denn die neue Mobilfunkgeneration ist eine Infrastrukturtechnologie, die erst in Kombination mit Anwendungen ihren Nutzen entfaltet. Das Internet der Dinge verbindet zahlreiche Geräte miteinander und enorm große Datenmengen werden ausgetauscht. Wenn wir das 5G-Netz ausbauen, können wir wesentlich ressourcenschonender agieren und werden so zukunftsfit – auch in der Landwirtschaft.“

Über Huawei

Huawei Technologies (www.huawei.com) ist führender Hersteller von Telekommunikationslösungen. Die Produkte und Lösungen des Unternehmens werden in über 170 Ländern eingesetzt und von 45 der 50 größten Netzbetreiber weltweit sowie von einem Drittel der Weltbevölkerung genutzt. Huawei verfügt über eine umfassende Expertise in Festnetz-, Mobilfunk- und IP-Technologien. Das Portfolio des Unternehmens umfasst mobile Produkte, Produkte für Vermittlungstechnik, Netzwerkprodukte, Software-Anwendungen sowie Endgeräte. Huawei erzielte 2019 einen geschätzten Umsatz von 120,9 Milliarden US-Dollar. Damit wurde ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. Huawei beschäftigt rund 194.000 Mitarbeiter/innen weltweit, von denen mehr als 45 Prozent im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sind. Seit 2007 ist Huawei in Österreich mit einem Standort in Wien vertreten und beschäftigt in Österreich rund 120 Mitarbeiter/innen.

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