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Intelligentes  und sauberes Fahren  mit Strom

Die Elektro-Mobilität ist eine wichtige Technologie, um CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zu verringern.

Intelligentes und sauberes Fahren mit Strom

Der Klima- und Energiefonds leistet Pionierarbeit im Bereich Elektro-Mobilität. Seit 2008 wurden österreichweit sieben Modellregionen aufgebaut. Ziel war es, innovative Systeme zu testen und die E-Mobilität im Alltag der Menschen zu verankern.

Elektro-Mobilität ist im Trend und Österreich spielt eine Vorreiterrolle, das bestätigt die Statistik. Die heimischen Neuzulassungen für E-Fahrzeuge haben sich von 2014 bis 2016 jährlich verdoppelt. Im Vorjahr katapultierte sich Österreich mit 3.826 neuen Elektro-Pkw und einem Anteil von 1,2  Prozent der Neuwagen-Zulassungen auf Platz 1 aller EU-Länder.

Einen zentralen Beitrag zum Sprung an die EU-Spitze leistete das von 2008 bis 2016 laufende Förderprogramm „Modellregionen Elektromobilität“ des Klima- und Energiefonds. Seit 2008 wurden sieben Modellregionen der Elektromobilität in Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt, in Niederösterreich und Vorarlberg und österreichweit durch die Post, aufgebaut. Ziel war es, unterschiedliche Systeme der E-Mobilität zu testen, die E-Mobilität in ganz Österreich im Alltag zu verankern und so eine solide Basis für die möglichst breite Ausrollung zu schaffen. Mit zahlreichen Initiativen rund um Fahrzeuge, Infrastruktur, Geschäftsmodelle und Vertrieb gelang es, rund 2.000 neue E-Fahrzeuge direkt in den Modellregionen zu initiieren und etwa 3.000 Ladepunkte zu installieren.

Klima- und Energiefonds

Der Fonds versteht sich als Impulsgeber und Innovationskraft für klima-relevante und nachhaltige Energie-technologien. Er entwickelt Strategien für die
Dekarbonisierung und unterstützt Ideen, Konzepte und Projekte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Mobilität, Marktdurchdringung und Bewusstseinsbildung.

Jede Modellregion entwickelte mittels einer eigens dafür eingerichteten Betreibergesellschaft ein umfassendes Mobilitätskonzept mit Augenmerk auf den Einsatz von Elektrofahrzeugen und errichtete die dafür nötige Ladeinfrastruktur. Der Strombedarf musste zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, die aus neu installierten Anlagen vor Ort gewonnen wurden. Als zentrales Erfolgskriterium kristallisierte sich rasch der persönliche Kontakt in und zwischen den teilnehmenden Regionen heraus. Diese intensive Vernetzung war die Basis für mittlerweile 47 zukunftsweisende Projekte wie etwa „ÖHUB“.

Damit wird ein österreichweiter E-Mobility-HUB, der ein einheitliches Lade- und Verrechnungssystem für unterschiedliche Betreiber anbietet, umgesetzt. Der ÖHUB ermöglicht damit einen barrierefreien Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur in Österreich.

Drei Fragen an Ingmar Höbarth

Ingmar Höbarth ist seit der Gründung des Klima- und Energiefonds im Jahr 2007 Geschäftsführer des Fonds.

Was kann E-Mobilität zum Klimaschutzbeitragen?

Ingmar Höbarth Wenn wir die in Paris beschlossenen Klimaziele ernst nehmen, geht an der Elektrifizierung der gesamten Autoflotte kein Weg vorbei. Deshalb fördern wir E-Mobilität seit unserer Gründung vor zehn Jahren.

Wie unterstützen Sie, sodass Österreichseine Spitzenposition ausbauen kann?

Das neue Programm „E-Mobilität in der Praxis“ konzentriert sich auf Bewusstseinsbildung und den Abbau von Hürden bei der Marktdurchdringung. Unterstützt werden Projekte, die bestehende Technologien für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur zeitnah breit in den Markt überführen. So werden Reibungsverluste minimiert und die bereits entstehende Eigendynamik im Bereich E-Mobilität weiter befeuert.

Wann wird anbieterübergreifendes Laden von E-Fahrzeugen in ganz Österreich Realität?

Seit April dieses Jahres steht allen E-FahrerInnen das mit Abstand größte, flächendeckende Ladenetz für E-Mobilität in Österreich offen. Bis Ende 2017 werden es 2000 öffentliche Ladepunkte zwischen Wien und Bregenz sein. Der ÖHUB ist bahnbrechend zur Verbreitung der E-Mobilität.

Öffentlicher Verkehr muss attraktiver werden. Auch das Verkehrsmittel Fahrrad ist eine Lösung, um den individuellen Mobilitätsbedarf mit der Dringlichkeit des Klimaschutzes zu vereinbaren.

Ingmar Höbarth

Geschäftsführer

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds entstanden.

 

Fotos: Unsplash / Alexander Dummer, ITA