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Das European Astronaut Centre EAC in Köln ist die Heimatbasis des Astronauten-Teams der ESA. Derzeit befinden sich 10 Astronauten aus den verschiedenen ESA Mitglieds-staaten im Team. Im EAC werden alle Astronauten trainiert.

Ein Dorf auf dem Mond als Turbo für die Zukunft

Die Europäische Weltraumorganisation ESA mit Hauptsitz in Paris koordiniert und fördert die Entwicklung der europäischen Raumfahrt. Der visionäre Blick fällt auf den fernen Mond – aber auch auf unseren Heimatplaneten.

Am 20. Juli 1969 betraten US-Astronauten erstmals den Mond und Neil Armstrong schrieb mit seinem Satz „Ein kleinen Schritt für einen Menschen, aber einem großen Schritt für die Menschheit“ Geschichte. Das Weltall, der Kosmos sowie die riesigen Galaxien haben seither ihre Faszination nicht verloren. Denn bei der Weltraumforschung geht es um weitaus mehr, als um einen Blick durch das Teleskop. Es sind die großen Fragen der Menschheit, auf die die Forscher Antworten suchen. Die enormen technischen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte helfen ihnen dabei.

Doch was hat die Erkundung des Weltraums mit dem Fortschritt auf der Erde zu tun? Viel! Warum man sich auch 48 Jahre nach der ersten Mondlandung und der Landung eines Rovers auf dem Mars im Jahr 2012 weiter ins Weltall vorwagen soll, erklärt Jan Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. „Ins Unbekannte vorzustoßen, ist fest in den menschlichen Genen verankert, Neugier und Wissensdrang waren immer ein starker Antrieb“, sagt er in einem ESA-Briefing und: „Ganz praktisch gesehen ist es so, dass sowohl Wissenschaft als auch Technologie von Weltraumprojekten enorm profitieren.“

Wörner ist überzeugt, dass durch die Missionen der wissenschaftliche Nachwuchs für innovative Technik-Jobs begeistert wird. Auch die internationale Kooperation sei wertvoll, betont der ESA-Generaldirektor. Das habe man durch die Arbeit auf der Internationalen Raumstation ISS gelernt. Nun wird das nächste Ziel verfolgt: Auf dem Mond, im Moon Village, soll das Gelernte weitergeführt werden. Verschiedene Weltraumnationen sollen ihre Fähigkeiten in Sachen Robotik oder Astronauten bündeln und eine permanente Mondbasis schaffen. Denn auch nach mehreren Mondlandungen sei der Erdtrabant noch nicht komplett erforscht, so Wörner.

Die ESA, die das Tor Europas zum Weltraum ist, blickt jedoch nicht nur in Richtung ferner Planeten, sondern auch auf die Erde. Aktuell
gehören der ESA 22 Mitgliedsstaaten an – auch Österreich.

Die ESA, die das Tor Europas zum Weltraum ist, blickt jedoch nicht nur in Richtung ferner Planeten, sondern auch auf die Erde. Aktuell gehören der ESA 22 Mitgliedsstaaten an – auch Österreich. Josef Aschbacher ist der erste österreichische Direktor des Erdbeobachtungsprogramms der ESA, das Programm „Copernicus“, das die Vorhersage von Naturkatastrophen und Hilfseinsätzen revolutionieren kann, trägt seine Handschrift. Copernicus ist laut ESA das bislang komplexeste und weitreichendste operationelle Programm zur „ganzheitlichen“ Erkundung und Überwachung unseres Heimatplaneten.

Ziel des Projektes – das nach dem europäischen Satelliten-Navigationssystem Galileo gern als zweites Flaggschiff europäischer Weltraumpolitik angesehen wird – ist, den aktuellen Zustand unseres blauen Planeten kontinuierlich zu erfassen und Daten über Ozeane, Landoberflächen, die Atmosphäre und den Klimawandel zu sammeln. Diese sollen dann Behörden sowie Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Fünf Radar-Satelliten mit dem Namen „Sentinel“ (übersetzt bedeutet das „Wächter“) kreisen derzeit um die Erde und liefern Bilder vom Zustand der Erde. Zu sehen war das in einer ECO-Spezialreportage des ORF. Hilfe und Rettung bei Erdbeben oder Überschwemmungen sollen damit besser und effizienter möglich sein. Und das wäre in Zeiten des Klimawandels ein wichtiger und großer Schritt für die Menschheit.

Österreichs Weltraumforschung

Als zentraler Ansprechpartner zur Koordination aller luft- und raumfahrt-relevanten Aktivitäten in Österreich und auf internationaler Ebene dient die Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR) der Österreichischen Forschungsförderungs-gesellschaft.

So sehen die Bilder aus, die von einem Satelliten der ESA geschickt werden. Hier sieht man die Karavasta Lagune in Albanien.

 

Foto: ESA