In der Automobilbranche gaben 2022 technologische Neuerungen, Digitalisierung aber auch die globale Wirtschaftsentwicklung den Takt an. In einem aktuellen Report fasst willhaben die Trends zusammen. Eine Änderung gibt es seit Jänner auch für das Laden von Firmen-E-Fahrzeugen

National wie international hat der Gebrauchtwagen-Markt durch das Ausbleiben der Auslieferung zahlreicher Neuwagen in den vergangenen Jahren noch einmal massiv an Bedeutung zugelegt. Junge Gebrauchte und insbesondere Hybrid-Modelle sind begehrt wie nie. Auch 2023 bleibt der über Jahre etablierte Kreislauf, der über Eintausch-Fahrzeuge aus dem Neuwagengeschäft bzw. private Gebrauchtwagen-Verkäufe verlässlich ein wesentliches Volumen an Auto-Angeboten in den Markt spülte, weiter merklich beeinträchtigt. Die durchschnittliche Haltedauer der Fahrzeuge verlängert sich mangels Alternativen weiter, was sich auch 2023 im Werkstatt-Geschäft bzw. After-Sales-Bereich niederschlagen wird. Für Autohäuser gilt es, diese verschobenen Potentiale mit perfekter Positionierung von Marke, Betrieb und Dienstleistungen be­­stmöglich zu nutzen.

Digitalisierung im Autohandel weiter im Hoch

Hand in Hand mit dem Ausbleiben zahlreicher Neufahrzeuge und zusätzlich befeuert von den steigenden Infrastruktur- bzw. Betriebskosten für entsprechende physische Verkaufsflächen, wird 2023 die digitale Serviceleistung für Kundinnen und Kunden auch im Mobilitätsbereich weiter an Bedeutung gewinnen. Die Qualität der virtuellen Präsentation der Fahrzeuge-Angebote und Ausstattungs-Vorzüge, maßgeschneiderte Service-Leistungen für Neu- und Bestandskunden sowie optimale Aufbereitung möglicher Finanzierungs- bzw. Abo-Modelle können im wirtschaftlich weiterhin sehr herausfordernden Umfeld den entscheidenden Unterschied machen. Wem es gelingt, sich niederschwellig als bequemer und virtueller Zugang zu Mobilität zu etablieren, wird quer über alle Zielgruppen auch 2023 mit hoher Wahrscheinlichkeit am Markt reüssieren können.

Elektro im Vormarsch bei Anfragen auf willhaben und Zulassungszahlen

War 2013 der Fahrzeugbestand an rein elektrisch betriebenen Autos in Österreich mit rund 2.000 Stück noch sehr überschaubar, knackten laut Statistik-Austria E-Autos 2022 erstmals die 100.000er Marke. Das entspricht einer Verfünfzigfachung im vergangenen Jahrzehnt. Der Trend scheint weiterhin ungebrochen: Jedes fünfte im Herbst 2022 neu zugelassene Auto in Österreich war bereits ein elektrisch betriebenes. 2013 war es noch jedes vierhundertste. In all diesen Steigerungswerten sind Hybrid-Modelle, die ähnlich rasante Wachstumskurven verzeichnen, noch gar nicht berücksichtigt. Zudem: Stellt man vergleichbare Modelle gegenüber, haben rein elektrisch betriebene Autos (bei jüngeren Erstzulassungs-Jahrgängen – 2019, 2020 und 2021, Anm.) bei den Anfrage-Zahlen pro Fahrzeug in der UserInnen-Gunst auf willhaben gegenüber Diesel oder Benzin bereits Vorfahrt.

Bis Ende Dezember 2022 wurden in Österreich 34.165 E-Pkw neu zugelassen. Das sind 15,9 Prozent aller Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 2,4%. Bei Benziner gibt es gegenüber 12/2021 einen Rückgang der Neuzulassungen um -14,1 Prozent und bei Diesel-PKW um -17,4 Prozent. Daten: Statistik Austria

Laden von Firmen-E-Fahrzeugen zu Hause seit Jänner steuerfrei

Die private Nutzung von elektrischen Firmen-Fahrzeugen durch Mitarbeiter:innen wurde mit 1. Jänner 2023 steuerlich besser gestellt. Das Stromladen wird gänzlich vom Sachbezug befreit. Das gilt auch für E-Bikes, E-Mopeds und E-Motorräder. Mit der neuen Verordnung wurde eine Lücke in der Sachbezugsregelung geschlossen. Wir freuen uns sehr, dass die Vorschläge des BEÖ in der neuen Verordnung aufgegriffen wurden, sagt Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ), der Interessenvertretung von elf Energieunternehmen.

Was beim Aufladen in Zukunft gelten soll

  • Stellt der Arbeitgeber dem/der Arbeitnehmer:in ein E-Fahrzeug für die private Nutzung einschließlich Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung und übernimmt er die Kosten für das Laden an öffentlichen Ladestationen, etwa durch eine Ladekarte oder durch Kostenerstattung, sind dafür keine Steuern und Abgaben zu bezahlen.
  • Wird das E-Fahrzeug zu Hause geladen und kann die benötigte Strommenge eindeutig zugeordnet werden, kommt das neu geschaffene kWh-Geld zur Verrechnung, das der Arbeitgeber steuerfrei ersetzen kann. Pro kWh wird ein von der E-Control ermittelter durchschnittlicher Strom-Gesamtpreis zugrunde gelegt. Für 2023 gelten 22,247 Cent/kWh.
  • Ist es nicht möglich, die benötigte Lademenge eindeutig festzustellen, kann in den Jahren 2023 bis einschließlich 2025 ein Pauschalbetrag von bis zu 30 Euro pro Kalendermonat steuer- und abgabenfrei ersetzt werden.
  • Auch die Errichtung von Ladestationen (Wallbox) zu Hause wird steuerlich begünstigt. Bis zu einem Betrag von Euro 2.000,- kann der Arbeitgeber die Kosten für die Anschaffung einer Ladeeinrichtung für das E-Firmenfahrzeug sachbezugsbefreit ersetzen.
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