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Die digitalisierte, individuelle Mobilität von morgen

Fachexperten diskutierten über Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung im Verkehr

Unter dem Titel „Unberechenbare Zukunft – Digitalisierung im Individualverkehr“ hostete die ASFINAG beim Europäischen Forum Alpbach einen Expertentalk, um gemeinsam über den Verkehr der Zukunft zu diskutieren. „Die Ausgangslage dabei: niemand weiß genau, wie die Digitalisierung den Verkehr verändern wird. Wir müssen uns aber jetzt schon mit den sich daraus ergebenden neuen Anforderungen und Möglichkeiten auseinandersetzen“, erklärt ASFINAG-Geschäftsführer Bernd Datler. Die Gespräche in Alpbach sind dabei ein idealer Ort, um die verschiedenen Blickwinkel auf das Thema zu beleuchten.  

Verschiedene Sichtweisen – gemeinsamer Nutzen

Ase Elvebakk vom Navi-Anbieter TomTom erklärte, dass wir das Optimum bei der Navigation nur gemeinsam durch Kooperation erreichen können. Das nur auf individuelle Bedürfnisse bezogene Navigieren verändert sich dabei in Richtung „cooperative navigation“ – also hin zu Verkehrsinformationen, die allen Verkehrsteilnehmenden zu Gute kommen und nicht nur dem Einzelnen. Dafür sind plausible, schnelle und verlässliche Daten die wichtigste Grundlage.

Das nur auf individuelle Bedürfnisse bezogene Navigieren verändert sich dabei in Richtung „cooperative navigation“

Das bestätigte auch Johann Strasser von der Firma „Dr. Richard Busse“ aus Sicht des öffentlichen Verkehrs. Gute Daten ermöglichen bedarfsgerechte Linienführungen. Das bedeutet: weg von starren Fahrplänen hin zu flexiblen Lösungen, die dadurch für jeden Einzelnen an Attraktivität gewinnen und noch mehr Service bieten.

Weg von starren Fahrplänen hin zu flexiblen Lösungen

Wesentlich dabei ist jedoch, dass neue Mobilitätsservices auch von Kundinnen und Kunden angenommen werden müssen. Dabei spielt die Alterspyramide eine wesentliche Rolle, was Ingrid Korosec (Präsidentin Österreichischer Seniorenbund) in ihrem Statement klarstellte: Die Gesellschaft wird immer älter. Für ältere Menschen ist Mobilität der Zugang zum sozialen Leben. Daher ist das Erlernen des Umgangs mit neuen Technologien wesentlich – gleichzeitig müssen Entwickler und Mobilitätsanbieter aber darauf achten, dass diese einfach zu bedienen sind, technisch funktionieren und vor allem absolut vertrauenswürdig beim Umgang mit Daten bleiben.

Die Gesellschaft wird immer älter. Für ältere Menschen ist Mobilität der Zugang zum sozialen Leben.

Das Schlüsselwort der Mobilität der Zukunft für die ASFINAG ist dabei „CASE“ – „connected, automated, shared and electric“. Für Bernd Datler spielt die Infrastruktur eine wesentliche Rolle dabei, weil sie einen wertvollen Beitrag zur Vernetzung und Bereitstellung von Daten und Automatisierung im Verkehr liefern kann. Eine entsprechend frühzeitige Ausrichtung von Infrastrukturanbietern auf kommende Trends ist unerlässlich, wenn Mobilitätsangebote von morgen im täglichen Leben Fuß fassen sollen.  

„CASE“ – „connected, automated, shared and electric“

Bereits heute Lösungen für morgen entwickeln

Das Fazit der lebhaften Diskussion unter den Fachleuten: Alle an der Mobilität Beteiligten müssen bereits jetzt ihre Hausaufgaben machen und zusammenarbeiten, um für zukünftige Entwicklungen und Kundenbedürfnisse rechtzeitig gerüstet zu sein. „Wir von der ASFINAG engagieren uns länderübergreifend bei der Entwicklung von kooperativen Systemen, bei automatisiertem Fahren oder auch bei intermodalen Verkehrsinformationen. So wollen wir für die Kundinnen und Kunden, egal welchen Alters, einen zeitgemäßen und sicheren Service anbieten“, fasst Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl die Ziele der ASFINAG zusammen. Diese Lösungen müssen komfortabel in der Nutzung und zuverlässig sein. Einfach gesagt: alle an der Mobilität Beteiligten arbeiten daran, dass die Wege von Kundinnen und Kunden möglichst komfortabel, sicher und der Situation angepasst sind. Solide Daten sind dazu der Schlüssel – im Endeffekt ist es aber der Mensch, der diese Mobilitätsangebote auch annehmen und damit schon jetzt in den Fokus der Lösungsansätze rücken muss.

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Holzedl 
ASFINAG 
Pressesprecher 
+43 664 60108 18933 
alexander.holzedl@nullasfinag.at