Gestern wurde die Rettung der Austrian Airlines mit 600 Millionen Euro fixiert. Den Fokus hat die türkis-grüne Bundesregierung vor allem auf CO2 Reduktion und Klimaschutz gelegt.

600 Millionen Rettungspaket mit Bedingungen

Insgesamt werden für die Austrian Airlines 600 Millionen Euro aufgestellt: 300 Millionen soll es in Form von Krediten geben, zudem kommen 150 Millionen Euro als nicht-rückzahlbare Hilfe vom Staat. Aber auch der Mutterkonzern Lufthansa beteiligt sich mit einer 150 Millionen Eigenkapital-Spritze an dem Rettungspaket.

Es wird trotzdem keine Staatsbeteiligung, wie etwa in Deutschland, geben, jedoch gibt es Bedingungen: So gibt es eine Standortgarantie für das Drehkreuz Wien, das bedeutet, dass der „Hub“ Wien, im selben Ausmaß wächst wie die Lufthansa-Hubs Frankfurt und München, auch der Swiss-Hub Zürich darf nicht bevorzugt werden. Zudem muss das AUA-Headquarter in Wien bleiben und der Markenname AUA darf nicht angetastet werden.

Zudem verpflichtet sich die AUA bis zum Jahr 2030 um rund ein Drittel weniger CO2 ausstoßen – Vergleichsbasis dafür ist das Jahr 2005. Laut Informationen der AUA soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der AUA-Flotte pro 100 Passagierkilometern von 9,55 Kilogramm auf 8,5 kg sinken, die Treibstoffeffizienz um 1,5 Prozent pro Jahr steigen. Zudem sollen auf Kurz- und Mittelstrecken zwei Prozent an alternativen Treibstoffen beigemischt werden.
Weiters soll der Fluglärm bis dahin um 60 Prozent verringert werden, auch durch technische Lösungen, die etwa den Lärm bei der Landung verringern.

Ökologische Begleitmaßnahmen

An das AUA-Paket wurde ein Bündel an ökologischen Maßnahmen angebunden: So soll ein Antidumping-Gesetz verhindern, dass Billigairlines Tickets verkaufen, deren Preis unter den gesetzlichen Gebühren und Abgaben liegen, in Österreich sind das nun 40 Euro.
Die für 2021 geplante Flugticketabgabe von 12 Euro wird vorgezogen, und weiters wird bei Flügen unter 350 Kilometer eine Abgabe von 30 Euro fällig.

Zugleich kündigte Verkehrsministerin Leonore Gewessler auch einen deutlichen Ausbau der Nachtzüge an. Die ÖBB werden um 500 Millionen Euro dafür neue Züge kaufen und die Regierung will Nachtzüge auf den innerösterreichischen Streckenteilen ab 2024 um 10 Millionen Euro pro Jahr subventionieren. Weiters ist es der AUA künftig untersagt Strecken zu fliegen, wo die Bahn die gleiche Verbindung in weniger als 3 Stunden schafft – so soll eine Verkehrswende ermöglicht werden und die Bahn als ökologische Alternative wird gestärkt!

Willkommen in der Zukunft. 
Hallo Austrian Roadmap 2050.

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